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Nichts bleibt verborgen: Einblicke in Hiddenseer Denkmale

Hiddensee Nichts bleibt verborgen: Einblicke in Hiddenseer Denkmale

34 Denkmale hat die entsprechende Kreisbehörde gelistet – Marion Magas zu einem Dutzend davon die Türen ganz weit.

Hiddensee. 34 Denkmale hat die entsprechende Kreisbehörde gelistet – Marion Magas zu einem Dutzend davon die Türen ganz weit. Das gelingt der Germanistin mit ihrer neuesten Publikation „Von der Lietzenburg zur Groot Partie – Architektur auf Hiddensee“. Darin gewährt die Insulanerin tiefe Einblick in zwölf Baudenkmale und deren Geschichte. Dies geschieht am heutigen Dienstag zum ersten Mal öffentlich – von 18 Uhr an in der Lietzenburg in Kloster.

Die 47-Jährige ist mit Leib und Seele Hiddenseer. Seit 1975 lebt sie auf der Insel zwischen Ostsee und Bodden. In Pirna geboren, gelangte sie als Sechsjährige auf das söte Länneken, weil ihre Mutter damals Lehrerin an der Schule in Vitte wurde. Tochter Marion wuchs, nannte später Saisonarbeiter in der Gastronomie ihre Freunde: Aussteiger und Andersdenkende, mit abgebrochenen Karrieren auf dem Festland, die auf Hiddensee gestrandet waren. Heute führt sie als Inselchronistin Urlauber auf den Spuren der DDR-Geschichte über die Insel, aber auch hin zu den Spuren, die die Malweibern hinterlassen haben. Kurz gesagt: Die Hiddenseer Kunst- und Kulturgeschichte ist Marion Magas’ Leidenschaft.

Und die verfolgt sie auch in der aktuelle Publikation mit Akribie. In der lädt sie ein zu einem historischen Spaziergang, der von der „Lietzenburg“ in Kloster über mehrere Stationen bis hin nach Neuendorf führt und schließlich dort am ehemaligen Reusenschnuppen der Fischerkompanie Groot Partie endet. Zwischendurch wird Station gemacht an den Häusern des Berliner Architekten Max Taut (1884 – 1967), der sich in den zwanziger Jahren auf der Insel verwirklichen konnte.

Eines der vier Häuser hat hat der einstige Stummfilmstar Asta Nielsen (1881 – 1972) bis in die dreißiger Jahre hinein als Sommerresidenz genutzt. Eine solche hatte auch der Dramatiker und Nobelpreisträger Gerhart Hauptmann (1862 – 1946) mit dem Haus „Seedorn“ in Kloster. Magas’ Spaziergang führt weiter zur Windmühle nach Vitte, die aus Demmin stammt und 1907 nach Hiddensee versetzt wurde und schließlich zur Blauen Scheune der malenden Weiber.

Alle zwölf Baudenkmale wurden zwischen 1904 und 1961 geplant und gebaut. Und deren Geschichte und den damit verbundenen Geschichten geht Magas bis auf den Grund. Sie stellt die Bauherren und Architekten vor.

Sie präsentiert Grundrisse und Bauzeichnungen. Sie beschreibt die Gegenwart des Denkmales. Man wähnt sich mitten im Haus, auch wenn man nur davor steht.„Das ist die Arbeit eines ganzen Jahres“, sagt sie.

Chris-Marco Herold

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