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Stralsund Prohner Adventskalender: Hinter jedem Türchen eine Aktion
Vorpommern Stralsund Prohner Adventskalender: Hinter jedem Türchen eine Aktion
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00:01 30.11.2016
Der Prohner Adventskalender hält ab morgen hinter jedem Türchen eine Überraschung bereit. FOTO: INES SOMMER

In der Fülle der Adventskalender ragt einer heraus – der von der Kirchengemeinde in Prohn. In diesem Kalender verstecken sich nämlich hinter jedem Türchen kleine, lebendige Überraschungen. Und für die sorgen Gastgeber von Schmedshagen über Klein Kedingshagen, Prohn bis nach Klausdorf.

Nach der tollen Premiere 2014 und einem Gastgeber-Ansturm im letzten Jahr sind auch zur dritten Kalender-Aktion wieder einige Events zusammengekommen. „Manche sprechen uns schon im Sommer an und wollen mitmachen. Und das betrifft nicht nur Gastgeber, sondern auch Teilnehmer. Da melden sich sogar Leute aus Stralsund“, freut sich Pastorin Mechthild Karopka über die Resonanz der Adventsaktion, zu der die damalige Vikarin Tatjana Eggert vor zwei Jahren die Idee hatte.

Das erste Kalender-Türchen öffnet die Pastorin morgen selbst – im Prohner Pfarrhaus. Was sich hinter der „1“ verbirgt, wird aber noch nicht verraten. „Die Landwirt-Familie Reck aus Schmedshagen lädt wieder in ihren Stall ein, das ist immer eine tolle Aktion, auf die sich viele Leute freuen“, sagt Mechthild Karopka im OZ-Gespräch. Ebenfalls zu den Stamm-Gastgebern gehören Familie Riewe aus Muuks, Familie Ferse aus Prohn und Familie Passehl aus Groß Kedingshagen. Da wird an der Feuerschale gesungen oder in der Wohnstube musiziert.

„Das Singen von Weihnachtsliedern oder das Hören von Geschichten ist uns wichtig bei der ganzen Aktion, aber jeder Gastgeber kann sich natürlich dazu selbst noch ein kleines Highlight überlegen. Zum Abschluss wird ein Adventswunsch oder ein Adventssegen ausgesprochen. Das Ganze soll nicht länger als 30 bis 40 Minuten dauern und kostet den Gast nichts. Natürlich kann man danach noch gemütlich sitzen bleiben. Aber die Mutti mit dem kleinen Kind, die nicht viel Zeit hat, kann dann los. Bisher hat das immer alles gut geklappt. Wir hatten noch nie negative Erfahrungen“, berichtet die Prohner Pastorin. „Ich freue mich besonders, dass auch Bürgermeister Peter Messing wieder in sein Büro nach Prohn einlädt.“ Auch die Christenlehre-Kinder gestalten wieder ein Event. Besondere Gottesdienste am 4. und 11. Dezember runden die Gastgeber-Angebote der Kirchengemeinde ab.

Ein Highlight versteckt sich sicher hinter dem 10. Türchen: Da wird zum großen Weihnachtskonzert mit vielen Mitwirkenden in die Prohner Kirche eingeladen. Als Institutionen sind das DRK-Seniorenheim in Prohn und das Vorpommern-Hus in Klausdorf mit von der Partie. Doch das Vorbereitungsteam freut sich ebenso über neue Mitstreiter. So begrüßt Familie Hamann aus Klein Kedingshagen die Adventsgäste erstmals auf ihrem Hof. Frau Fauck und Herr Wolter aus Schmedshagen feiern ebenso ihre Adventskalender-Premiere wie Familie Horn aus Prohn.

Vier Frauen sorgen hinter den Event-Kulissen dafür, dass alles läuft: Neben der Pastorin sind das Anja Passehl aus Groß Kedingshagen, Silke Ossendorf und Viola Fiebiger aus Prohn. Sie haben auch zehn leicht zu transportierende Gartenstühle besorgt, damit sich die Gastgeber fixer auf Besuch einstellen können. „Uns geht es aber nicht um Besucherrekorde. Auch eine kleine Runde kann sehr schön sein“, so die Pastorin und betont, dass der Ort im Mittelpunkt steht – als Wohnort oder als Treffpunkt drinnen und draußen, in kleinen oder großen Häusern, im Stall, im Pfarrhaus, im Garten... Und es geht um einen Ort der Begegnung. „Wir haben da in den letzten beiden Jahren die Offenheit und die Sehnsucht der Menschen nach solch kleinen Begegnungen gespürt, die Sehnsucht nach diesem Miteinander im Kleinen.“

Eine Besonderheit gibt es 2016: Es werden nur 18 Türchen geöffnet, jeweils 17 Uhr. „Wir wollen den Menschen in der Woche vor Heiligabend eine Pause gönnen, um sich aufs Fest vorzubereiten. Das letzte Türchen wird am 24. um 15 und 17 Uhr mit der Christvesper und 22 Uhr mit dem Weihnachtskonzert geöffnet“, sagt Pastorin Mechthild Karopka, die gerne auch schon Anmeldungen für den 2017er-Kalender entgegennimmt.

Ines Sommer

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