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Stralsund Rockig, manchmal etwas rauchig und rigoros handgemacht
Vorpommern Stralsund Rockig, manchmal etwas rauchig und rigoros handgemacht
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00:05 22.03.2016
Margitta und Rüdiger Thiergart, einst eng mit Still Crazy verbunden, gratulierten Rainer Corswandt zu einem tollen Auftritt.

Gitarrist und Sänger Andreas Helm kommt nach einer knappen Stunde schweißgebadet an den Tresen und muss erst mal für Flüssigkeitsnachschub sorgen. Kein Wunder, stand er doch zunächst mit „Still Crazy“ im Scheinwerferlicht der 8. Richtenberger Bandnacht und rockte mit seinen Musikerkollegen den Saal. Ein Kracher gelang mit Van Halens „Jump“ — die Musikfreunde im Richtenberger Kulturhaus tobten.

8. Bandnacht im Richtenberger Kulturhaus — über 50 Musiker in Bestform

Doch Andi Helm kann auch anders, nämlich Deutsch. Mit dem Bandprojekt „Lebenszeit“ blieb er gleich auf der Bühne. „Wer die Rose ehrt“ von Renft oder Lifts „Am Abend mancher Tage“ ließen die insgesamt 160 Gäste — Musiker, ihre Freunde und Förderer — eine Reise in die Jugendzeit beginnen. Und auch der zu DDR-Zeiten zensierte Titel „Die letzte Stunde des Tages“ von No 55 passte da perfekt. So richtig hin und weg war das Publikum dann beim Puhdys-Titelsong von „Die Legende von Paul und Paula“. Gänsehautfeeling pur — und so manch einer ertappte sich bei dem Gedanken, dass das doch jetzt nicht wirklich schon über 40 Jahre her sein kann... „Ich find‘s toll, dass in diesem Jahr viele deutsche Titel zu hören waren“, sagte Kerstin Schmietendorf aus Richtenberg.

„Die Ersatzteile“ aus Oeblitz wurden von ihren Fans ebenso gefeiert wie die Männer von Old SMC , die Rock vom Feinsten unters Volk brachten. Und „Like A Rock“ aus Richtenberg hatte wieder die hauseigene Bläsertruppe dabei. Und das sorgte für lauten, kraftvollen Rock. Dass der auch ruhig ein bisschen rauchig sein darf, machte Sängerin Nicole Becker, gefeiert als Becki, unmissverständlich klar. Sie hatte sich für die diesjährige Bandnacht Titel der Hamburger Künstlerin Cäthe ausgesucht — und verzauberte die Fans.

Zu den guten alten Bekannten bei dieser Bandnacht gehören seit Jahren auch „TAM“ aus Franzburg. „Wir haben uns personell neu aufgestellt, und ich denke, wir konnten uns auch weiter entwickeln“, fand Bert Spillecke und erklärte, dass aus TAM nun „TAMM und Co.“ wurde. Dahinter verbergen sich Tischler, Arzt, Maler und Maschinenbauer. „Ich finde, die Jungs haben einen richtigen Sprung gemacht. Das hat mir gut gefallen“, sagt Torsten Berger aus Franzburg.

Sechs Bands an einem Abend — und er sorgt nicht nur als Musiker für Stimmung, sondern auch als Moderator: Karlheinz Stühler. Diesmal kam der „Herzbube“ aus Elmenhorst — neuerdings auch als „großer Michel“ unterwegs — in knallrotem Glitzer-Jacket und mischte die Bude auf. Das einem trotz Livemusik die Ohren nicht abfallen, dafür hatte Techniker Matthias Wolf sein Händchen an den Reglern, und Klaus Becker war der Macher an den Scheinwerfern. Am Ende waren die Organisatoren Rudi Jonas, Dirk Brodmann, Volker Baltschus und Steffen Schumacher happy über den wieder gelungenen Abend, und dafür wirbelten vor und hinter der Bühne zig Helfer.

Von Ines Sommer

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