Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 11 ° Regenschauer

Navigation:
Rüganer feiern mit Trabis und Trompeten

Stralsund Rüganer feiern mit Trabis und Trompeten

Ob Maiumzug, Gewerkschaftsdemonstration oder Trabi-Treffen: Der Mai wurde auf Rügen mit lautstarkem Programm, Pauken und Trompeten begrüßt.

Voriger Artikel
Matinee zu „Emil und die Detektive“
Nächster Artikel
Junge Polen und Deutsche musizieren gemeinsam

Thomas Würdisch (SPD), Dietmar Eifler (CDU), Andrea Kühl (Die Linke), Moderator Uwe Driest, Jürgen Suhr (Die Grünen), Conny Töpfer (Verdi) und David Wolff (FDP, v.l.) bei der Podiumsdiskussion.

Stralsund. Ob Maiumzug, Gewerkschaftsdemonstration oder Trabi-Treffen: Der Mai wurde auf Rügen mit lautstarkem Programm, Pauken und Trompeten begrüßt. Für laute Bläserklänge sorgten am Sonnabend die Bläser der Ostseefanfaren, die den Selliner Maiumzug inklusive Maibaum bis zur Seebrücke begleiteten. „Die Strecke geht zuerst stark bergan, für Bläser ist es dabei gar nicht so einfach, da noch zu Atem zu kommen“, sagte Michael Czechan von den Fanfaren.

OZ-Bild

Ob Maiumzug, Gewerkschaftsdemonstration oder Trabi-Treffen: Der Mai wurde auf Rügen mit lautstarkem Programm, Pauken und Trompeten begrüßt.

Zur Bildergalerie

In Baabe feierte man das Aufstellen des Maibaums mit einem Festumzug. Der verantwortungsvolle Auftrag, das Maifeuer zu entzünden wurde dem 18-jährigen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Baabe, Andy Österreich, erteilt. Eine gute Wahl — alles lief wie am Schnürchen.

Einige Kilometer weiter, in Binz, setzte sich der Maiumzug etwas später am Abend in Bewegung, dafür leuchteten aber auch die Lampions der Kinder umso schöner, die den Zug auf der Strandpromenade bis zum Kurplatz begleiteten. Hier beobachteten hunderte Menschen, wie der Binzer Maibaum aufgestellt wurde. Nicht schrecken konnte die tatsächlich nur 8 Grad Celsius kalte Ostsee aber die Gäste, die am Sonntag in Binz bei strahlend blauem Himmel in die Fluten stiegen. Rund 50 Badefreunde aus Bayern, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern und Holland hüpften in Kostümen aus der Kaiserzeit in die Ostsee.

Mit lautem Knattern und viel Qualm fuhr gestern früh eine lange Trabi-Karawane über die Insel. Von Bergen aus starteten die Trabi-Freunde Nordlichter ihre alljährliche Sternfahrt über Rügen und machten einen Zwischenstopp im Sassnitzer Stadthafen, wo sie von vielen Schaulustigen umringt wurden. „Neben 25 Trabis haben wir auch Dacias, Skodas und Wartburgs, aber ebenso diverse DDR-Mopeds in unsrerer Sammlung“, sagte Sven Thurow, der mit seiner blauen Rennpappe den Pulk der DDR-Oldtimer anführte.

Etwa 50 Leute versammelten sich vor der Sassnitzer Einkaufspassage, um für soziale Gerechtigkeit, faire Löhne und gegen Sanktionen von Hartz-IV-Empfängern zu demonstrieren. Die Linke-Bundestagsabgeordnete Kerstin Kassner sprach von einer Grusel-Debatte, die am vergangenen Freitag in Berlin über die Abschaffung der Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger geführt wurde. Es sei falsch, Arbeitslose unter Generalverdacht zu stellen. Danach ging es nach Prora, um sich dort die traditionelle Erbsensuppe schmecken zu lassen.

In Göhren hätten die Genossen auf jeden Fall die größere Auswahl an Suppen gehabt. Bei der 24. Auflage des Mönchguter Heringsfestes wurde wieder die beste Fischsuppe der Insel gekürt. Sechs Restaurants wetteiferten mit ihren Rezepten um den Titel. Durchsetzen konnte sich das Team des Restaurants „Zum Skipper“ mit Eric Leppi, Pia Krause, Sophia Koßmann und Christopher Gruel. cr, az

Endlich Frühling: Stralsunder und Rüganer begrüßten den Mai mit zahlreichen Veranstaltungen

Der Landtagswahlkampf ist in vollem Gange. Bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Feierlichkeiten zum 1. Mai brachten sich gestern Vertreter verschiedener Parteien und Gewerkschaften in Stralsund in Stellung. Mindestlohn, Bäderregelung, demografischer Wandel — da wurde innerhalb einer Stunde auf der Bühne vor dem Ozeaneum einiges abgehandelt.

Thomas Würdisch, Vorsitzender des SPD-Kreisverbandes stellte beim Thema Mindestlohn klar, dass mit seiner Partei bei 8,50 Euro noch nicht Schluss sei. „Wir gehen fest davon aus, dass es nicht bei diesem Betrag bleibt.“ Seltene Einigkeit herrschte beim Thema Stärkung des Wirtschaftsstandorts MV. „Da gibt es eine klare Zweiteilung im Land zu Ungunsten Vorpommerns“, sagte Jürgen Suhr, Fraktionschef der Grünen im LAndtag. CDU-Landtagsabgeordneter Dietmar Eifler mahnte an, die Tourismus- und Industriebranche nicht gegeneinander auszuspielen. „Es gibt zum Glück noch eine ganze Menge dazwischen. Und dieses Potenzial müssen wir nutzen.“ Klare Worte gab es vom Greifswalder Chef der Liberalen, David Wulff, als die Diskutierenden über attraktive Arbeitsplätze für junge Leute sprachen, um diese in der Region zu halten. „Es ist absurd, wenn 60-jährige Politiker darüber reden, was attraktive Arbeitsplätze für junge Leute sind.“

Hitzig ging es bei der Debatte um die Bäderregelung und die damit verbundenen Sonntagsöffnungszeiten zu. Dietmar Eifler appellierte an Conny Töpfer, stellvertretende Leiterin des Verdi-Landesbezirks Nord, die Klage wegen der Öffnungszeiten zurückzuziehen. „Mittlerweile ist das ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Tourismusbranche, auf den wir nicht mehr verzichten können.“

Viele Besucher hatte es gestern auf die Hafeninsel gezogen. „Schön, dass diese Veranstaltung in Stralsund Tradition hat und sich viele dafür engagieren“, sagte Christiane Latendorf Fraktionschefin der Linken im Kreistag. Zumal der Tag der Arbeit in ihren Augen zu wenig als solcher wahrgenommen wird. „Aber es gibt noch viele Ungerechtigkeiten im Arbeitsleben.“ Das sieht auch Dieter Kagelmacher von der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft ähnlich. „Das ist schon ein besonderer Tag, an dem wir als Gewerkschaft Flagge zeigen wollen und die Chance nutzen, mit Politikern direkt ins Gespräch zu kommen.“

Doch ein bisschen feiern musste auch sein. So war einmal mehr der Kinder- und Jugendzirkus Ostsee‘O‘lini mit von der Partie ist. Außerdem sorgte der Kinderchor der Gerhart-Hauptmann-Schule für musikalische Umrahmung und die Band des Schulzentrums am Sund ließ es abschließend rocken.

Chöre singen in den Mai

Der Stralsunder Sängerbund (Foto) trat zum Auftakt des zweitägigen Mai-Einsingens auf, das am Freitag und Sonnabend im Atrium der Diesterweg-Schule in Knieper Nord mehrere hundert Besucher anlockte. Zu den Chören aus Stralsund und der Umgebung zählten die Gesangensembles „Pro(hn) musica“, der Stralsunder Eisenbahnchor, der Strela-Frauenchor, die „Prohner Hafengäng“ und der Chor Velgast. Beide Veranstaltungen waren bestens besucht — sie waren restlos ausverkauft. Foto: Christian Rödel

Von Miriam Weber

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Ribnitz-Damgarten
Gänsehüterin in Mecklenburg ( Öl auf Leinwand, 1884) ist eines von 40 Werken von Anna Gerresheim , die im Bernsteinmuseum zu sehen sind.

Heute wird Ausstellung mit 40 Gemälden und Grafiken der in Ribnitz geborenen Malerin Anna Gerresheim eröffnet / Die Werke stammen aus privaten Sammlungen

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Kultur
Verlagshaus Stralsund

Apollonienmarkt 16
18439 Stralsund

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
10.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Benjamin Fischer
Telefon: 0 38 31 / 20 67 40
E-Mail:  stralsund@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.