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So viel Stralsund steckt im Stralsund-Krimi

Stralsund So viel Stralsund steckt im Stralsund-Krimi

Filmteam um Katharina Wackernagel drehte neuen Teil auf dem Dänholm — natürlich inklusive SEK-Kommando

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Ermittlerin Nina Petersen alias Katharina Wackernagel schleicht sich mit einem schwerbewaffneten SEK-Team an ein Hausboot heran, auf dem sich ein Verdächtiger aufhält. Ein Kameramann ist ihnen dabei immer auf den Fersen, um die Szene einzufangen.

Quelle: Fotos: Alexander Müller

Stralsund. Für einen Moment treffen das echte Stralsund und das der Filmemacher aufeinander. Zwischen Kameras, vermummten Polizisten und Tontechnikern steht plötzlich ein Fischer. Ein Original vom Dänholm, vermutlich lebt er hier schon ewig. Blaue Latzhose, Prinz-Heinrich-Mütze, kritischer Blick. Inmitten all der Großstadt-Menschen mit Röhrenjeans und Hipsterbärten wirkt er wie von einem fremden Stern. „Ihr legt hier ja alles lahm“, sagt er mit nordischem Dialekt, schüttelt mit dem Kopf und schlurft wieder davon. Das echte Stralsund muss heute für einen Tag ruhen. Stattdessen betreten SEK-Kommandos, kriminelle Bandenchefs und die attraktive Ermittlerin Nina Petersen, gespielt von Katharina Wackernagel, die Bühne. Es ist Zeit für einen neuen Stralsund-Krimi!

OZ-Bild

Filmteam um Katharina Wackernagel drehte neuen Teil auf dem Dänholm — natürlich inklusive SEK-Kommando

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Am Mittwoch hat eine Crew mit 40 Leuten das Gelände „Am alten Marinehafen“ in eine Filmkulisse verwandelt. Es ist die einzige Szene im neuen Teil, die wirklich in der Hansestadt spielt. Einen Tag lang wurde gedreht, wie SEK-Beamte ein Hausboot stürmen, auf dem sie einen Tatverdächtigen festnehmen. Die maskierten Polizisten pirschen sich nahezu lautlos heran, klettern an einer Leiter die Bordwand herauf und rücken mit Maschinenpistolen im Anschlag in den Innenraum vor. „Und Dankeschön!“, ruft der Regisseur. Die „Freundschaft“ ist in Wahrheit natürlich kein Hausboot, sondern ein altes Marineschiff — aber sei‘s drum.

„Vergeltung“ lautet der Arbeitstitel für den mittlerweile zehnten Film der ZDF-Krimireihe „Stralsund“, bei der in den vergangenen Jahren bis zu sieben Millionen Menschen vor dem Fernseher saßen. Der neue Teil dreht sich um den Prozess gegen Bandenchef Jan „Pawel“ Pawlowski. Während der Vorbereitungen wird eine 15-jährige Schülerin entführt. Der Kidnapper will damit offenbar verhindern, dass die Kronzeugin gegen Pawlowski aussagt. Unglücklicherweise ist auch noch Nina Petersens Kollege Max Morolf in den Fall verwickelt...

Regieassistentin Susanne Förg steht auf dem Deck der „Freundschaft“ und sagt den schwerbewaffneten Polizisten, wo es lang geht. Und zwar im wörtlichen Sinne, denn die Laufwege der Schauspieler sind sehr wichtig. Das Team dreht etliche Perspektiven mit drei Kameras. Um unterschiedliche Einstellungen von der gleichen Situation zu bekommen, muss jede Szene mehrfach gespielt werden. Damit das der Zuschauer später nicht merkt, etwa weil ein Schauspieler von einer Sekunde auf die andere ganz woanders steht, müssen die Positionen immer exakt gleich sein. „Das ist eine sehr actionreiche Szene.

Beim Zusammenschneiden soll sie beschleunigt werden wie ein Videoclip. Dafür brauchen wir viele Einstellungen. Das ist heute die Herausforderung“, sagt Susanne Förg.

Wie wichtig dabei kleinste Details sind, zeigt ein Gespräch zwischen Hauptdarstellerin Katharina Wackernagel und Regisseur Lars-Gunnar Lotz. Weil es sehr kalt ist, möchte die Schauspielerin in einer späteren Szene etwas dickeres anziehen. Doch wie baut man das in den Film ein, ohne dass eine Logiklücke entsteht? Würde sich eine echte Polizistin in einem Einsatz umziehen? Und falls ja, was würde sie tragen: Jacke oder Pullover?

Bei so vielen Feinheiten, die beachtet werden müssen, kostet ein Dreh für einen Stralsund-Krimi neben Geld vor allem zwei Dinge: Zeit und Geduld. Einen ganzen Tag ist die Crew auf dem Dänholm beschäftigt — im fertigen Film werden daraus drei Minuten.

Einzige Szene in Stralsund

23 Drehtage sind für den neuen Stralsund-Krimi mit dem Arbeitstitel „Vergeltung“ vorgesehen. Der Film ist mittlerweile Teil zehn der erfolgreichen Reihe. Die Szene auf dem Dänholm ist die einzige, die wirklich in Stralsund gedreht wird. Das große Finale des Films entsteht im Fährhafen Mukran auf Rügen. Die Dreharbeiten dauern noch bis zum 2. Mai. Ein Sendetermin steht laut ZDF noch nicht fest.

Von Alexander Müller

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