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Stralsund Start in den Kranichherbst
Vorpommern Stralsund Start in den Kranichherbst
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00:00 01.09.2016
Günter Nowald und sein Team vom Informationszentrum sind auf den Besucheransturm der Kranich-Gucker vorbereitet. Quelle: Jörg Mattern

Der Kranich- Herbst steht vor der Tür. „Auf den Feldern und Wiesen rund um Groß Mohrdorf rasten mit Einsetzen der Ernte derzeit bereits 2500 Kraniche“, weiß Dr. Günter Nowald, der Leiter des Kranich-Informationszentrums Groß Mohrdorf. Damit steigt auch allmählich die Zahl der Besucher, die in den Ausstellungsräumen des Zentrums in der Lindenstraße vorbeischauen. „Unser Informationszentrum zählt jährlich bis zu 15000 Besucher. Etwa zwei Drittel von ihnen kommen im Herbst“, so Nowald.

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Bis Oktober werden 70000 Vögel des Glücks in der Region erwartet / Informationszentrum in Groß Mohrdorf bereitet die 18. Woche des Kranichs für Touristen und Einheimische vor

Mit Einsetzen der Ernte rasten derzeit bereits 2500 Kraniche in der Region.“ Günter Nowald, Leiter Kranich-Infozentrum

Damit kommt auf die fünf Mitarbeiter und viele ehrenamtliche Helfer des Kranichzentrums jetzt wieder viel Arbeit zu. Ab heute ist beispielsweise das Kranorama am Günzer See wieder täglich geöffnet.

„Wir haben bereits begonnen, von Hand erste Futterplätze anzulegen“, sagt der Zentrumsleiter. Diese sollen die Vögel von den Neuaussaaten auf den Feldern abhalten und den Kranich-Touristen an ausgewählten Stellen die Beobachtung erleichtern. Das im vergangenen Herbst eingeweihte Kranorama ist der einzige Beobachtungspunkt, der ganztägig einen Blick auf die Vögel des Glücks ermöglicht.

Andere Beobachtungspunkte in Bisdorf, Zarrenzin und auf der Halbinsel Zingst bieten in der Abenddämmerung einen Blick auf die Tiere, wenn sie zu ihren Schlafplätzen unterwegs sind.

Die Zahl der Kraniche wird jetzt schnell steigen. „Mitte September rechnen wir mit 15000 Kranichen in der Region“, sagt Günter Nowald. Der Höhepunkt des Vogelflugs wird in der ersten Oktoberhälfte mit bis zu 70000 gen Süden durchziehenden Tieren erreicht. Die meisten von ihnen, etwa 30000 Kraniche, kommen aus Schweden herübergeflogen. Das hat unter anderem die Forschungsarbeit von Kranichschutz Deutschland ergeben, einer gemeinnützigen GmbH mit Sitz in Groß Mohrdorf, die vom Naturschutzbund Deutschland und dem WWF getragen sowie von der Lufthansa unterstützt wird. Zu ihrer Arbeit gehören Kranich-Forschungsprojekte im In- und Ausland sowie die Beringung der Vögel, die auch schon mal mit Funk- oder GPS-Sendern ausgestattet werden.

Im Kranich-Informationszentrum bereitet man derzeit die 18. Woche des Kranichs vor. Sie startet am 18. September und bietet verschiedenste Informationsveranstaltungen zu den imposanten Vögeln, darunter Multimedia-Shows in Prerow und Zingst, ein Konzert in der Groß Mohrdorfer Kirche, eine Foto-Schau von Carsten Linde im Meeresmuseum Stralsund sowie viele Exkursionen zu den Kranichen.

• www.kraniche.de

Jörg Mattern

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