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Stralsund Start mit Mahlers Auferstehungssinfonie
Vorpommern Stralsund Start mit Mahlers Auferstehungssinfonie
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03:37 07.09.2013
Generalmusikdirektor Golo Berg freut sich auf die neue Spielzeit am Theater Vorpommern. Quelle: Uwe Roßner

Sieben Philharmonische Konzerte, dreimal Philharmonic +, eine sehr britische Begrüßung des neuen Jahres 2014 sowie drei Kammermusiken hält die neue Spielzeit am Theater Vorpommern für Musikliebhaber bereit.

Nicht mehr die Ostsee als europäische Musikregion, sondern die großen Entwicklungslinien innerhalb der Musikgeschichte sollen bei den Philharmonischen Konzerten pro Abendauswahl erklingen. Mit dabei ist die Uraufführung von „Hiob“ des zeitgenössischen, mecklenburgischen Komponisten Manfred Wolf.

Mit dem Oboisten Thomas Hecker, der Geigerin Mirjam Tschopp, der Cellistin Christine Rauh und dem Pianisten Peter Rösel stellt Generalmusikdirektor Golo Berg spannende wie namhafte Solisten vor. Eine Entdeckung war auch Lilit Grigoryan. Innerhalb des Klavierworkshops von Prof. Matthias Kirschnereit von der Hochschule für Musik und Theater in Rostock hatte er die junge Pianistin in der letzten Spielzeit in Stralsund schätzen gelernt. „Ich war sofort von ihr begeistert, und das Publikum wird die Spielkultur ihrer Generation mit der von Peter Rösel innerhalb des kommenden Jahres vergleichen können“, sagt Berg.

Das erfolgreich wiederbelebte Format des Klavierworkshops werde weitergeführt. Im nächsten Sommer sollen die Ergebnisse nicht allein in Stralsund, sondern auch in Greifswald und Rostock vorgestellt werden. „Wir machen nicht allein für uns Musik. Wir fühlen uns der Region verpflichtet“, betont der Dirigent.

Auf wie viel Aufgeschlossenheit dies trifft, zeigt sich beispielsweise bei Philharmonic +. Viele Schüler und Jugendliche haben sich davon ansprechen lassen. „Es liegen uns jetzt viele Anfragen von verschiedenen Schulen vor“, sagt Golo Berg. Auch an der Zusammenarbeit mit der Musikschule Stralsund und die Bespielung des Ozeaneums mit Philharmonic + wird fortgesetzt. Klezmer und Tango Argentino sollen unter den Walen großformatig erklingen. „Das Ozeaneum ist auf seine Art magisch“, findet der Dirigent und freut sich auch wieder auf die dortige Begegnung mit dem Zuhörern.

Und über sein erstes Jahr am Theater Vorpommern sagt er: „Es hat mich gefreut, dass so vieles von dem Vorgenommenen Wirklichkeit wurde. “ Als unvergessliche Höhepunkte benennt Golo Berg seine Spielzeiteröffnung mit Anton Bruckners 8. Sinfonie in der Kulturkirche St. Jakobi und den vierstündigen Klavierkonzertmarathon mit Prof. Matthias Kirschnereits Studierenden.

Im Hinblick auf die Diskussion um die Zukunft der Orchester- und Theaterlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern merkt er an: „Ich bin nicht ganz sicher, ob alle wissen, was sie wollen.“ Bei einer Fusion könne das Philharmonische Orchester Vorpommern nur noch einen Bruchteil von seinen bisherigen Verpflichtungen leisten.

Während der neuen Saison wird die Hälfte der Philharmonischen Konzerte auch auf Usedom präsentiert. Mit Leben wird die jüngst geknüpfte Verbindung mit Stettin erfüllt. Nur gemeinsam mit dem Opernchor des Theaters Vorpommern, der Singakademie Stralsund, mit Mitgliedern des Universitätschores Greifswald und dem Chor sowie dem Orchester der Opera na Zamku Stettin ist es möglich, Gustav Mahlers „Auferstehungssinfonie“ aufzuführen. Die anspruchsvolle deutsch-polnische Konzertkooperation steht unter der Schirmherrschaft von Marschall Olgierd Geblewicz und Ministerpräsident Erwin Sellering.

Groß ist die Freude des Dirigenten auch über die zustande gekommene Zusammenarbeit. Hinzu kommt die Aufführung von Richard Wagners „Lohengrin“ im Dezember dieses Jahres gemeinsam mit der Stettiner Oper.

Gigantisches Opus
Mit Gustav Mahlers Auferstehungssinfonie wird am 13. September im Greifswalder Dom, am 14. September in der Stettiner Oper und am 15. September in der Stralsunder Marienkirche (19.30 Uhr) die Konzertsaison des Theaters Vorpommern eröffnet.


Das gigantische Opus ist nur durch die Zusammenarbeit mit der Stettiner Oper, der Singakademie Stralsund sowie des Universitäts- und des Domchores Greifswald möglich.


Über 200 Mitwirkende sind an der Aufführung beteiligt.


Tickets gibt‘s an der Theaterkasse

Uwe Roßner

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