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Stralsund plant ab 2019 internationales Festival

Stralsund Stralsund plant ab 2019 internationales Festival

Die Hansestadt will als Schaufenster des Nordens mit der Theater-Hanse alteTraditionen im Ostseeraum neu beleben

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Mitglieder der Initiative Theater-Hanse, von links: Vorsitzender Peter van Slooten, Kunsthistorikerin Heike Carstensen, Intendant Dirk Löschner und Harald Müller, Verlagsleiter „Theater der Zeit“.

Quelle: Foto: Marlies Walther

Stralsund. Die Hanse steht für ein halbes Jahrtausend Erfolgsgeschichte. Jetzt will ein neuer Interessenverein in Stralsund dieses „alte Gefäß“ wieder neu mit Kunst und Kultur füllen, wie der Leiter des Verlages „Theater der Zeit“, Harald Müller, ankündigt. Dafür soll ab 2019 ein internationales Theaterfestival ins Leben gerufen werden, das es bisher so im gesamten Ostseeraum noch nicht gibt, wie der Intendant des Theaters Vorpommern, Dirk Löschner, sagt. Stattfinden soll das zehntägige Fest alle zwei Jahre. Gezeigt werden dann „die bemerkenswertesten Schauspiel-, Musiktheater- und Tanzaufführungen aus dem gesamten Ostseeraum – aus Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden, den Baltischen Staaten, Russland und Polen“, so Dirk Löschner.

Gegründet hat sich die neue Theater-Hanse bereits vor einem Jahr. Nun geht’s mit dem anspruchsvollen Vorhaben in die Öffentlichkeit. „Wir sind kein Förderverein und sehen uns auch nicht als Konkurrenz zur Hebebühne“, möchte der 1. Vorsitzende, der Stralsunder Anwalt Peter van Slooten, klargestellt wissen. Vielmehr gehe es darum, ein Netzwerk von Künstlern und Institutionen in allen Ostseeanlieger-Staaten zu knüpfen – mit dem Ziel des gegenseitigen Austausches und der Kooperation. Der Verein selbst sehe sich dabei vor allem als „Mittel zum Zweck“. Künstlerisch wolle man sich nicht einmischen. Welche Stücke bei dem Festival gezeigt werden, das werde künftig einer Jury obliegen.

Vor allem aber wird sich der Verein auf die Suche nach Geldgebern machen müssen. Dirk Löschner geht von Kosten in Höhe von rund einer Million Euro pro Festival aus. Die Theater-Hanse hofft auf verschiedene Sponsoren und Fördertöpfe. „Durch das Festival soll die Hansestadt Stralsund als Austragungsort zu einem neuen Zentrum jenseits der Metropolen werden und überregionale Gäste anziehen“, sagt Löschner. Somit könne in der Nachsaison sowohl die kulturelle als auch die touristische Attraktivität der ganzen Region gestärkt werden.

Greifswald hätte mit der Tanzzeit oder dem Nordischen Klang bereits ähnliche Veranstaltungshöhepunkte. Das würde in der Stadt am Sund bislang noch fehlen. Und „Stralsund soll leuchten“, wünscht sich Harald Müller. „Ich liebe diese Stadt. Deshalb haben wir auch überlegt, was authentisch für Stralsund sprechen kann, was ihrer Lage und Geschichte gerecht wird“, sagt der Berliner, der sich auch familiär mit Stralsund verbunden fühlt. Wenn es nach Müller geht, könnte sich Stralsund bald als „kleiner neuer Nabel der Theaterkunst des baltischen Raums“ begreifen. Als ein Schaufenster zum Norden. Schließlich sei es das Ziel des geplanten Festivals, die Ostsee zur eigentlichen kulturellen Mitte in Nordosteuropa zu erklären.

Über all das wollen die Kunstschaffenden und Vereinsmitglieder mit Vertretern aus Wirtschaft, Tourismus und Politik bei einer Impulsveranstaltung nächste Woche in Stralsund reden und Konzepte entwickeln, wie das Vorhaben umgesetzt werden kann. Zum Auftakt gibt es am 13. Oktober ein polnisches Theatergastspiel. Am Tag darauf lädt die Theater-Hanse zu einem Symposium ins Rathaus ein. Als Gastredner werden Dr. Thomas Irmer, Dramaturg mit Lehrauftrag an der Freien Universität Berlin, der Rektor der Hochschule Stralsund, Dr. Matthias Straetling, und sein Stralsunder Kollege Prof.

Björn P. Jacobsen erwartet.

Frühstückssymposium am 14. Oktober im Rathaus

Den Auftakt zur Theater-Hanse geben am 13. und 14. Oktober das Gastspiel „Gott Nijinski“ des Theatr Wierszalin (Polen) und ein öffentliches Frühstückssymposium zum Thema Ostseeraum im Stralsunder Rathaus. Der Eintritt zum Symposium, das am 14. Oktober von 10 bis 13 Uhr im Stralsunder Rathaus stattfindet, ist frei. Für das Frühstück sorgt die Störtebeker Braumanufaktur.

Es geht um drei Themenbereiche: Theater und Ästhetik, Gesellschaft und Politik sowie Wirtschaft und Region. Experten aus Politik, Diplomatie, Hochschulen, Kultur und Wirtschaft diskutieren über die neue Initiative der Theater-Hanse.

Erwartet werden neben den deutschen Kulturrepräsentanten Vertreter von Botschaften aus Berlin und Theatermanager aus Helsinki, Polen, Nowgorod, Vilnius, Riga, St. Petersburg.

Marlies Walther

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