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Tanzspuren quer durch die Stadt hinterlassen

Stralsund tanzt und musiziert: Performdance feiert Jubiläum und Musicalstar singt mit Gospelchor Tanzspuren quer durch die Stadt hinterlassen

Der Verein Performdance feiert sein 15-jähriges Jubiläum / Der Gründer und künstlerische Leiter, Stefan Hahn, schaut auf die vergangenen Jahre zurück

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Seit 15 Jahren ist Stefan Hahn künstlerischer Leiter des Vereins Performdance.

Quelle: Miriam Weber

Stralsund. Er ist einer, der aus der Reihe tanzt. Jemand, der aneckt. Doch genau damit hat Stefan Hahn in den vergangenen 15 Jahren einiges in Stralsund bewegt. Und Bewegung ist für den künstlerischen Leiter des Vereins Performdance der Schlüssel.

„Meine Vision ist nach wie vor, dass jedes Kind in Pommern mit Tanz in Berührung kommt“, sagt der gebürtige Wiesbadener, der Choreografie und Regie an der Ernst-Busch-Hochschule in Berlin und Sozialpädagogik in Frankfurt am Main studierte. Bevor es Stefan Hahn in den Norden zog, war er in ganz Deutschland und international auf Tanz- und Theaterbühnen unterwegs. „Als ich hierher kam, waren für mich das Meer und die kulturelle Wüstenlandschaft reizvoll“, schaut der 54-Jährige zurück. „Hier konnte ich noch einiges bewegen.“ Und so gründete er im Jahr 2001 den Verein Performdance mit dem Ziel, Tanztheater-Inszenierungen mit Jugendlichen, professionellen Künstlern und Laientänzern zu erarbeiten.

Dabei verfolgte er immer den Gedanken, „keine freiwillige Mädchenkiste“ zu werden, sondern ganze Klassen bei verschiedenen Projekten mit Tanz in Berührung zu bringen. „Sozusagen der Zwang zur Freiheit. Denn es bedeutet immer, über seinen eigenen Schatten zu springen und mit dem Tanz etwas von sich Preis zu geben.“ Doch Stefan Hahn ist davon überzeugt, dass genau diese Grenzüberschreitung auch ein Stück Freiheit bedeutet. Bei allen Erfolgen, die Performdance mit verschiedenen Projekten feierte, beginne man immer wieder bei Null, wenn man Jugendliche für Tanz begeistern möchte. Doch das sei nun mal die Herausforderung. „Aber eine schöne“, wie er betont. „Ich mag die pommersche Mentalität, die Direktheit gepaart mit einer gewissen Pampigkeit sind mir sympathisch.“

Im Verlauf der Jahre hat Performdance sein Angebot immer mehr erweitert. Getanzt wird in Kindergärten, Schulen, Pflegeheimen und den regelmäßigen Kursen, die von mittlerweile 200 Leuten besucht werden. „Trotz allem wäre es schön, wenn wir als Verein auf stabileren Füßen stehen würden. Die Ungewissheit kann dich ausbrennen“, sagt er nüchtern. Doch klein beizugeben zählt bei ihm nicht. „Ich bin eher der Jetzt-erst-recht-Typ.“Bei der Frage, welche Spuren er bislang in der Stadt hinterlassen hat, antwortet er schnell mit einem Lachen: „Tanzspuren!“ Nach einigem Überlegen fügt er hinzu:

„Ich hoffe, dass die Jugendlichen durch den Tanz den Mut gefunden haben, zu sich selbst zu stehen. Und dass man alles erreichen kann, wenn man es nur wirklich will.“Doch bei aller Passion für den Tanz gibt es auch ein Leben abseits von Performdance. „Ich liebe das Wasser und würde gern mehr Zeit darauf verbringen.“ Die Ruhe zu genießen und geduldiger zu werden, hat Stefan Hahn durch den Buddhismus gelernt, mit dem er sich seit Langem beschäftigt.

Jetzt schlägt’s „3zehn“

Mit der Wiederaufnahme der Eigenkreationen „3zehn“ der Jugendkompanie feiert der Verein Performdance sein 15-jähriges Jubiläum.

Fünf Kurzstücke werden am Donnerstag, 18 Uhr, Freitag und Sonnabend, jeweils 19.30 Uhr, in der Alten Eisengießerei, Frankenstraße 61, aufgeführt. Karten gibt es unter ☎ 03831/667920 oder per E-Mail: info@performdance.de In den vergangenen Jahren konnte Performdance mit Projekten einige Erfolge einfahren. Der Ritterschlag war jedoch ein Auftritt im Berliner Hebbel-Theater mit der Inszenierung „Fremd – Mein Name ist Mensch“.

Die Förderung des Projekts durch die Kulturbundesstiftung erlaubte eine Kooperation mit einem Orchester und eine Zusammenarbeit mit internationalen Profis.

Miriam Weber

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