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Unentschieden für Rock und Kabarett

Stralsund Unentschieden für Rock und Kabarett

Die Gäste der Kulturkirche erlebten ein abwechslungsreiches Nostalgie-Programm.

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Rockmusiker Andreas Schirneck — einst musikalischer Partner von Klaus Renft — bot gesungene Musikgeschichte.

Stralsund. Ziemlich gleich gut besucht mit jeweils rund 50 Zuhörern waren am Wochenende die Veranstaltungen in der Kulturkirche. Ein Unentschieden zwischen Folk-Rock und Kabarett könnte man sagen.

Auch in ihrer nostalgischen Wirkung gab es ungewollt starke Parallelen zwischen beiden Konzerten. Was der Rockmusiker Andreas Schirneck — einst musikalischer Partner von Klaus Renft — auf seiner „Acoustic-Young“-Tour bietet, ist gesungene Musikgeschichte.

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Zeitlos ansteckenden Humor mit hohem Unterhaltungswert bot die Gruppe MTS im Gustav-Adolf-Saal. Fotos (2): Bernd Hinkeldey

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Stimmlich sehr nahe am großen Neil Young, ließ der Thüringer Musiker rund fünfzig Jahre Rock-Musik Revue passieren. Immer verbunden, mit kleinen Erinnerungsstücken aus dem musikalischen Leben eines der größten und variabelsten Rockmusiker seiner Zeit.

Erinnerungen nicht nur an Klassiker wie „Heart of Gold“, „Like a Hurricane“, „Rockin‘ in the Free World“ oder „Hey Hey, My My“, sondern auch an eine stets politische und sozialkritische Musik.

Unvergessene Titel für Zeitgenossen der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung und der 68er-Generation. Selbst fasziniert von der Persönlichkeit und der Musik Neil Youngs, gelingt es Schirneck mit der typischen weichen, hohen Stimme des US-Rock-Poeten, das Publikum auf eine bewegende Zeitreise mitzunehmen. Musik fürs Herz und eine erhobene Faust.

40 Jahre Rückschau auf eine lange, erfolgreiche Karriere können auch die Lied-Kabarettisten von MTS vorweisen. Auf die politisch-musikalische Nostalgie am Freitag folgte am Samstag zeitlos ansteckender Humor mit hohem Unterhaltungswert. Mal urkomisch, witzig und spritzig, dann wieder mit blödelnden Kalauern und Limericks, brachten Frank Sültemeyer, Mike Schafmeier und Thomas Schmitt selbst das eher zurückhaltende Stralsunder Publikum zum Dauerlachen und heftigem Applaus. Ein ungewohntes Konzerterlebnis im Gustav-Adolf-Saal.

Seit langer Zeit begeisterte Fans der „makabren, taktlosen, aber immer sauberen“ Scherze von MTS sind die Stralsunderin Anna Born (28) und ihre Schwester Caroline (25), die extra aus Hamburg anreiste. „Wir verbinden Kindheitserinnerungen damit“, meinte die eine, und die andere kennt die Platten der Gruppe „auswendig“. Garantie für einen gelungenen Konzertabend also.

 

Bernd Hinkeldey

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