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Vereine: Ehrenamtskarte soll kostenloses Parken erlauben

Stralsund Vereine: Ehrenamtskarte soll kostenloses Parken erlauben

Diesen dringenden Wunsch haben Kulturschaffende und Übungsleiter an die Stadt / Karte soll Ehrenamtlern verschiedene Vergünstigungen verschaffen / Vorbild ist Rostock

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So könnte die Ehrenamtscard aussehen: In Rostock gibt es die Chipkarte schon. Dort gilt sie auch für junge Feuerwehrleute.

Quelle: Ove Ascholl

Stralsund. Zwei Stunden kostenlos parken, wenn man in der Stadt für den Verein etwas zu erledigen hat? Das wär’s, sagen sich viele Stralsunder, die sich ehrenamtlich engagieren. Noch ist das Wunschdenken, aber vielleicht bringt die geplante Ehrenamtskarte bald solche Erleichterungen. Der Bildungs-, Kultur- und Sportausschuss der Bürgerschaft macht jetzt jedenfalls ordentlich Dampf, damit die Chipkarte bald ausgegeben werden kann.

Noch vor der Sommerpause hatten die Abgeordneten zu einer kleinen Umfrage aufgerufen. Welche Unterstützung wünschen sich Fußballtrainer, Hobbykünstler oder Organisatoren von Vereinshöhepunkten? „Als im Ehrenamt Tätige bei Nabu und VCD würde ich mir einen vergünstigten Eintritt zu Kultur- und Freizeiteinrichtungen und ermäßigte Einzel- und Tagestickets für den öffentlichen Nahverkehr wünschen“, schreibt Claudia Lorenz. Auch die Stralsunderin Edeltraut Baltrusch hat genaue Vorstellungen: „Als ehemalige Lehrerin arbeite ich noch ehrenamtlich in der Schill-Schule in Grünhufe als Begleiterin eines Projektes und unterstütze außerdem Schüler beim Lernen. Für diese ehrenamtliche Tätigkeit könnte ich mir eine Aufwandsentschädigung in Form eines Freibetrages bei der Steuerfestsetzung oder die kostenlose Nutzung von Parkplätzen vorstellen.“ René Wagner wohnt nicht in der Hansestadt, engagiert sich aber hier und würde sich deshalb über kostenfreies Parken freuen. Andere suchen einen Raum für Treffpunkte und Vereinsarbeit, ausgestattet mit Telefon, Computer und Kopierer.

„Da kristallisieren sich schon Punkte heraus, die den Menschen wichtig sind. Vielen Dank fürs Mitmachen. Ich bin ja selbst auch Übungsleiter beim Rettungsschwimmen, und ich muss sagen, ich war etwas enttäuscht, dass sich kaum Ehrenamtliche aus Sportvereinen beteiligt haben“, sagt Maik Hofmann.

Der Mann von der Fraktion „Bürger für Stralsund“ erklärt, dass man bereits Gespräche mit dem Rechts- und Kulturamt hinter sich habe. „Das muss ja auch alles in einer Satzung verankert sein. Wir sind uns auch schon einig, dass wir zunächst 50 Chipkarten rausgeben wollen. Die Karte bekommt, wer vom Verein vorgeschlagen und im Ausschuss bestätigt wird“, so der Chef des Kultur- und Sportausschusses gegenüber der OZ.

Und noch etwas hat sich nach den Treffen der Arbeitsgruppe ergeben: Alle Fraktionen wollen diese Ehrenamtscard. Und das möglichst schon 2017. Deshalb drücken die Abgeordneten jetzt aufs Gaspedal, schließlich muss dafür ja auch Geld in den Haushalt der Stadt eingestellt werden. Am 28. September gibt es nun die nächste große Beratung, und zwar mit den künftigen Partnern wie der Liegenschaftsentwicklungsgesellschaft, dem Zoo, den Museen, der Stadtentwicklungsgesellschaft und anderen. „Diese Sondersitzung unseres Ausschusses ist öffentlich. Ich wünsche mir auch viele Besucher, viele Ehrenamtliche aus den Vereinen“, sagt Maik Hofmann und verspricht, dass auch sie ein Rederecht bekommen werden.

Mitmachen erlaubt: wichtige Runde am 28. September

Die Idee einer Ehrenamtscard wurde vor fünf Jahren bereits in Rostock umgesetzt. Dort wird die Karte als Auszeichnung ausgegeben.

20000 Euro stellt Rostock für die Karte pro Jahr im kommunalen Haushalt bereit. Kultur- und Sportausschuss-Chef Maik Hofmann hofft, dass in Stralsund 10000 Euro möglich sind.

50 Chipkarten mit dem Logo der Hansestadt sollen fürs Erste ausgegeben werden. Sie gelten ein Jahr mit Verlängerungsoption für höchstens drei Jahre. Die Vereine sollen Vorschläge machen, wer die Karte bekommt. Der Ausschuss entscheidet.

Am 28. September startet um 16 Uhr im Rathaus eine Sitzung, zu der Ehrenamtliche und Partner eingeladen sind.

Ines Sommer

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