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Vertrautes und Verblüffendes aus der Märchenwelt

Stralsund Vertrautes und Verblüffendes aus der Märchenwelt

11. Lange Nacht des offenen Denkmals: Dritter Teil des Streifzugs durch die Veranstaltungsorte.

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Im Meeresmuseum kommen morgen Abend junge Forscher zwischen acht und 14 Jahren auf ihre Kosten.

Quelle: Deutsches Meeresmuseum

Stralsund. 36 verschiedene Stationen laden morgen Abend zur 11. Langen Nacht des offenen Denkmals in Stralsund ein. Das diesjährige Thema: Märchen, Mythen und Legenden. Der heutige dritte Teil des Streifzugs durch die Veranstaltungsorte beginnt in der Frankenstraße im Giebelhaus von Josef Wycisk. Dort ist Achim Amme zu Gast. Obwohl der Titel seiner Lesung „Rotkäppchen &

Co.“ Vertrautes erwarten lässt, beweist der Hamburger Autor und Schauspieler, dass man sich auf seine Vorbildung in Sachen Grimmsche Märchen besser nicht verlassen sollte. Von Josef Wycisk sind es nur ein paar Schritte bis zur Schiffer-Compagnie. Wer den Schifferbrüdern einen Besuch abstattet, der kann hier Kapitänsbilder, Schiffsmodelle, Seemannsandenken und Mitbringsel aus aller Welt bestaunen.

Zu „Sittes Märchenstunde“ lädt das Musikhaus Sitte in der benachbarten Langenstraße ein. Wer dort Station macht, erlebt die beiden Märchen „Dornröschen” und „Der Froschkönig” einmal ganz anders als gewohnt — sehr abenteuerlich gestaltet und musikalisch begleitet von „Sitte un(d) Moral”. Ergänzt wird das Programm durch Tanz und Musik aus 1001 Nacht mit originalen Instrumenten aus dem Orient.

Von der Langenstraße geht es weiter zum Neuen Markt, wo die Milchbar zu einem musikalisch-kulinarischen Ausflug in die gute alte Zeit einlädt. Alle, die gern das Tanzbein schwingen, dürfen sich auf „Andy & Co.“ freuen, die auch Hits aus DDR-Zeiten spielen. Im Norddeutschen Hof, dreht sich alles um eine bedeutende Persönlichkeit aus der Stralsunder Stadtgeschichte. Die Stralsunder Schützen-Compagnie berichtet über Leben und Wirken Ferdinand von Schills. Wer nicht verpassen möchte, wenn die Königin der Musikinstrumente erklingt, der sollte in St. Marien vorbeischauen. Kantor Martin Rost stellt die historische Stellwagen-Orgel musikalisch vor.

Vom Neuen Markt geht‘s weiter zum Speicher am Katharinenberg. Der Förderverein Jugendkunst widmet sich dort dem französischen Märchen „Der blaue Stuhl“. Es geht um Fantasie, Licht und Geschichten.

Nächste Station am Katharinenberg ist der Hof der Sparkasse. Speedy‘s Company spielt Hits aus der Rockgeschichte. Mit Trommelrhythmen aus allen Kulturen bringt Drum Kitchen im Wechsel dazu den Hof zum Beben.

Schlendert man den Katharinenberg weiter, gelangt man in die Mönchstraße, wo das Kulturhistorische Museum zu „Barrierefreier Volksmusik mit Wirbeley“ einlädt. Im Remter erklingen zu Herzen gehende, freche, sinnliche, tänzerische Lieder aus vielen Ländern und Jahrhunderten, während die Elektroplaner von AIU Stralsund zusammen mit der Firma ERCO historische Stimmungen mit modernem Licht im Remterhof erzeugen.

Von einem Museum geht es gleich ins nächste. Um Meeresungeheuer und darum, ob sie nur Fantasie oder doch Wirklichkeit sind, dreht sich alles im Meeresmuseum, wo Kinder die Hauptakteure dieser Nacht sind. Das Erdgeschoss verwandelt sich in einen großen Kreativbereich, wenn die Mädchen und Jungen gemeinsam ein Seeungeheuer oder Fabelwesen, fantasievolle Tiefseekreaturen und Meeresfeen basteln.

Den Höhepunkt dieser mystischen Nacht bilden geheimnisvolle Museumsexpeditionen für junge Meeresforscher von acht bis 14 Jahren. Vom Meeresmuseum sind es nur wenige Schritte bis zum Theater am Knieperwall. Verpackt in eine zauberhafte Geschichte aus 1001 Nacht entführen Tänzerinnen in eine orientalische Märchenwelt.

Der Streifzug durch die Veranstaltungsorte der 11. Langen Nacht endet mit einem aufregenden Mix am Kütertor. Bei der Arbeiterwohlfahrt ist Cathrin Alisch zu Gast und berichtet von Märchen, Mythen und Legenden, die sich die Menschen einst entlang der Ostseeküste erzählt haben. Dazu verzaubern die kleinen Akrobaten von Ostsee'O'lini mit ihren Kunststücken, während der Nachtwächter von Dieben, Mördern und Huren zu verkünden weiß, die einst ihr Unwesen in Stralsund trieben.

Wenn sich dann um Mitternacht die Türen zu den meisten Veranstaltungsorten schließen, sind alle Besucher noch einmal auf den Alten Markt eingeladen. Wer beim Lange-Nacht-Gewinnspiel mitgemacht und fünf Fragen zu Grimms Märchen richtig beantwortet hat, der erfährt dort, ob er einen von zehn märchenhaften Preisen mit nach Hause nehmen darf.

Rabatt mit OZ-Abo-Karte
Das Lange-Nacht-Armbändchen öffnet den Gästen morgen Abend nicht nur die Türen aller Veranstaltungsorte, sondern sind von 18 Uhr an bis Veranstaltungsende gleichzeitig Fahrschein für die Stadtbusse aller Linien. Es werden am Abend und in der Nacht zusätzlich zum normalen Fahrplan weitere Busse eingesetzt.


Im Vorverkauf gibt es die Armbändchen noch heute unter anderem bei der OSTSEE-ZEITUNG am Apollonienmarkt 16. Inhaber einer Abo-Karte

zahlen dort anstelle von 8 Euro nur 7,20 Euro, Kinder zwischen 1,20 und 1,60 Meter Körpergröße anstelle von 5 Euro 4,50 Euro. Kleinere Kinder haben freien Eintritt. Morgen gibt es die Tickets an den Lange- Nacht-Infopunkten für 10 Euro und 7 Euro.


Die Infopunkte: Tourismuszentrale am Alten Markt (geöffnet morgen von 10 bis 23 Uhr), Neuer Markt gegenüber der Sparkasse (18 bis 22 Uhr), Kütertor (18 bis 22 Uhr), Gewerkschaftshaus am Alten Markt (18 bis 22 Uhr), Heilgeistkirche (18 bis 22 Uhr)


Beim Quiz zur Langen Nacht gibt es unter anderem zwei märchenhafte Übernachtungen im „Turm für Zwei“ an der Mecklenburgischen Seenplatte zu gewinnen. Teilnahmekarten liegen morgen an den fünf Lange-Nacht-Infopunkten aus.

 

OZ

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