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Stralsund Vom Arbeiterjungen zum Baron

Das Musical „Me and My Girl“ feiert in einer großen Produktion am Sonnabend Premiere am Theater

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Katarzyna Rabczuk als Sally Smith und Joshua Hien als Bill Snibson im Musical „Me and My Girl“.

Quelle: Foto: Vincent Leifer

Stralsund. Das wird groß! Ballett, Chor, Schauspieler, Musiker, über 130 Kostüme – am Sonnabend feiert das Musical „Me and My Girl“ von Noel Gay am Theater Vorpommern Premiere.

Die Inszenierung ist eine logistische Herausforderung, aber auch die Erfüllung eines Herzenswunsches von Regisseur Kay Link. „Ich habe das Stück erstmals in den 90er-Jahren in London gesehen und habe es sofort geliebt.“ Die Geschichte: Bill Snibson lebt im Londoner Arbeiterviertel Lambeth, dort hat er seine Freunde und sein „Girl“ Sally und er redet, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Doch alles soll sich ändern, als sich herausstellt, dass Snibson einziger Erbe des Titels Baron von Hareford Hall ist. Bill stürzt sich unerschrocken in das herrschaftliche Abenteuer und mischt dabei die feine Gesellschaft in Hareford Hall gehörig auf. Doch während sich für Bill ein Leben in Wohlstand abzeichnet, sind die Aussichten für Sally gar nicht so rosig...

Ein wenig erinnert der Stoff an „My Fair Lady“, „nur eben umgekehrt“, sagt Dramaturgin Katja Pfeifer. Tatsächlich ist „Me and My Girl“ der Vorläufer von Eliza Doolittle und Professor Higgins, verschwand in den 50er-Jahren allerdings in der Versenkung. Bis es 1984 auf Betreiben des Sohnes von Noel Gay sein Comeback erlebte. Der britische Schauspieler und Autor Stephen Fry rekonstruierte gemeinsam mit Mike Ockerent das Musical, überarbeitete und aktualisierte den Text, fügte neue Nummern von Noel Gay hinzu, die dieser für andere Revuen komponiert hatte. „Es ist liebenswert altmodisch und dabei so witzig frisch“, sagt Kay Link. „Das Bei-sich-bleiben von Bill ist fantastisch, er verbiegt sich nicht.“

Die musikalische Leitung für das Stück hat der 1. Kapellmeister des Theaters Vorpommern, Harish Shankar, übernommen. „Auch wenn die Musik bereits 80 Jahre alt ist, fasziniert sie mich sehr“, sagt der sympathische Dirigent. „Sie ist unglaublich reich an Farben, hat Elemente von Dixieland, Charleston und Jazz.“ Für ihn sei es wichtig gewesen, die Musik modern zu machen.

Im Fall von Harish Shankar bedeutet das, „die Persönlichkeit des Musikers mit einzubringen“. An den Stücken selbst wird nichts verändert, sondern sie bekommen vielmehr die persönliche Note des Dirigenten. „Es ist fast traurig, dass es nur die Musik von ,My Fair Lady’ zu so großer Bekanntheit geschafft hat.“

Den schweißtreibendsten Job dürfte bei der Inszenierung Joshua Hien als Bill Snibson haben. „Er ist fast kontinuierlich auf der Bühne zu sehen, und der ständige Kostümwechsel ist großer logistischer Aufwand“, sagt Kay Link. Für den Regisseur ist Joshua Hien die perfekte Verkörperung der Hauptfigur. „Bill Snibson muss in meiner Vorstellung jung sein“, erklärt Kay Link. Zudem hat Hien in diesem Jahr sein Studium zum Musicaldarsteller erfolgreich abgeschlossen.

Große Produktion

130 Kostüme wurden für die Inszenierung „Me and My Girl“ am Theater Vorpommern gefertigt.

Bei der Aufführung wird es eng auf der Bühne: Zu den Mitwirkenden gehören neben den Darstellern auch der Opernchor des Theaters Vorpommern, das Ballett und das Philharmonische Orchester Vorpommern.

Die musikalische Leitung hat der 1. Kapellmeister des Theaters, Harish Shankar, übernommen. Er wurde in Malaysia geboren und gehört zu den aufstrebenden Dirigenten seiner Generation.

Kay Link hat „Me and My Girl“ inszeniert. Er studierte in Frankfurt am Main und London und arbeitete unter anderem an der Semperoper Dresden. In Greifswald erlebt das Musical am 21. Oktober um 19.30 Uhr im Großen Haus seine Premiere.

Miriam Weber

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