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Stralsund Von den Irrungen und Wirrungen der Liebe
Vorpommern Stralsund Von den Irrungen und Wirrungen der Liebe
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00:00 14.01.2015
Julia Jeschke und Max Lihs in der Aufführung „Sommernachtstraum“. Quelle: Swantje Schurig
Stralsund

Wir befinden uns in einem Wald in der Nähe Athens. Dort herrscht das Königspaar der Elfen, Titania und Oberon. Das Problem der beiden: Sie haben sich schon lange nichts mehr zu sagen. Eines Tages verirren sich Helena, Hermia, Demetrius und Lysander in dem Wald, und das Verwirrspiel um deren Beziehungen untereinander kann beginnen. Wer hat nicht schon einmal etwas von den zauberhaften Irrungen und Wirrungen der Liebe in Shakespeares „Sommernachtstraum“ gehört?

Doch die Klasse 9a des Hansa-Gymnasiums näherte sich dem Stoff auf eine sehr praktische und für die Schüler spannende Art und Weise und nahm an dem Projekt „Sinfonie + Schule“ teil. Mit der Unterstützung der Theaterpädagogin des Theaters Vorpommern, Sabine Kunert, brachten sie den „Sommernachtstraum“ auf die Bühne. Doch zurück auf Anfang...

Gemeinsam mit Sabine Kunert hatten sich die Lehrer Katja Gräfe und Rainer Springer überlegt, Schule und Theater zusammen zu bringen. Beim 3. Philharmonischen Konzert wird unter anderem Henry Purcells „The fairy Queen“ zu hören sein. Für eben diese Oper diente Purcell Shakespeares „Sommernachtstraum“ als Vorlage. Das passte perfekt.

So beschäftigte sich die Klasse zunächst fächerübergreifend in Musik mit der Oper „The fairy Queen“ und in Deutsch mit dem literarischen Stück selbst. „Wir analysierten Figurenkonstellationen, erstellten Rollenbiografien und schrieben eigene Gedichte zum Werk“, sagt Katja Gräfe. „Es ist schön, etwas Praktisches zur Interpretation des Textes auch außerhalb des Unterrichts machen zu können“, freute sich die Deutschlehrerin und sprach damit die Proben für das Bühnenstück an, die seit den Herbstferien gemeinsam mit Sabine Kunert an der Schule liefen.

Dabei waren sich auch Katja Gräfe und ihre Kollegin Kathrin Steffan nicht zu schade, selbst an den Aufwärm- und Lockerungsübungen teilzunehmen, die oft lustig waren. Schließlich zeigten die Mädchen und Jungen den Zuschauern in ihrer Aufführung den Inhalt des „Sommernachtstraums“ in kurzen Szenen und auch Standbildern.

Julia Jeschke spielt in dem Stück die Titania. Die 14-Jährige hat schon einige Schauspielerfahrungen bei Schulaufführungen sammeln können und freute sich darüber, die Feenkönigin verkörpern zu können. „Ich mag Titanias Persönlichkeit. Das hat mich an der Rolle am meisten gereizt.“

Ein wenig spontaner fiel Jennifer Roeses Entscheidung aus, den Demetrius zu mimen. „Ich hätte mich in meiner Freizeit nie so intensiv mit dem Thema beschäftigt. Das ist für mich alles eine vollkommen neue Erfahrung, aber es macht riesigen Spaß“, sagt die 14-Jährige.

Die Aufführung am Montagabend in der Aula des Hansa-Gymnasiums war schließlich ein voller Erfolg für alle Beteiligten. „Ich habe schon selbst bei einer Schulaufführung mitgemacht und weiß, dass alles viel schwerer ist, als es aussieht. So ein Stück auf die Bühne zu zaubern, macht mehr Arbeit als der Zuschauer vermutet“, zeigte sich Jonas Redieck (16) nach dem Auftritt der 9. Klasse begeistert.

Doch damit ist die Zusammenarbeit zwischen dem Theater und dem Hansa-Gymnasium noch nicht beendet, denn diese kleine szenische Darstellung der Schüler dient gleichzeitig als Einführungsveranstaltung beim 3. Philharmonischen Konzert für die Besucher des Theaters.

Gestern besuchten die Nachwuchsschauspieler die Proben des Philharmonischen Orchesters, heute Abend werden sie dann selbst um 18.30 Uhr als Oberon, Titania und Co. die Einstimmung auf das Konzert sein.

Swantje Schurig (16) besucht die 10. Klasse des Hansa-Gymnasiums.

Ich hätte mich außerhalb des Unterrichts nie so intensiv mit dem Stoff beschäftigt. Das Theaterspiel ist eine vollkommen neue Erfahrung, die Spaß gemacht hat.“Jennifer Roese (14), Darstellerin
3. Philharmonisches Konzert, heute Abend, 19.30 Uhr im Großen Haus des Theaters. Weitere Vorstellungen: 15. Januar, 19.30 Uhr, in Stralsund, 20. Januar, 19.30 Uhr in Greifswald.



Swantje Schurig

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