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Warum Karl Lagerfeld sich irrt

Stralsund Warum Karl Lagerfeld sich irrt

Von Blumen im Haar und Hardstyle-Armbändern: Junge Stralsunder erklären, was die Sommermode in diesem Jahr so bereithält.

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Hanna Jungnickel, Rike Strandt, Henrike Lüder und Lisa Maria Möller (v. l.) zeigen ihr Sommer-Outfit.

Stralsund. Selbst Karl Lagerfeld behält nicht immer Recht. „Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren“, hat der Modezar einmal gesagt. Doch da wurde er nunmehr von der Realität eines Besseren belehrt. Auf der Straße oder im Café – immer mehr Menschen tragen jetzt diese lockeren, gemütlichen Hosen. Trotzdem wirken die Leute nicht so, als wären sie irgendwie durchgeknallt.

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Von Blumen im Haar und Hardstyle-Armbändern: Junge Stralsunder erklären, was die Sommermode in diesem Jahr so bereithält.

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Das Beson- dere an meinem Style ist, dass ich mich immer so anziehe, wie ich mich fühle.“Calvin Kuven (18) aus Prohn

Und woran liegt das? Der Sommer ist da und somit auch seine neuen Trends. Wer noch nicht weiß, was Off-Shoulder, Highwaist oder Jumpsuit heißt, sollte sich also ganz schnell eine Modezeitschrift zur Hand nehmen, um sich einen Überblick zu verschaffen. „Gemusterte lockere Hosen sind perfekt für den Strand, weil es sinnlos ist, viele Stunden eingequetscht in einer Jeans zu verbringen“, gibt die 16-Jährige Hanna Jungnickel preis, „Dazu trage ich gerne einfarbige T-Shirts“. Bei der Farbwahl kann man in diesem Jahr nicht viel falsch machen – orange oder weiß sind die Hingucker. „Weiß ist für mich die schönste Farbe im Sommer. Sie steht jedem gut und betont die gebräunte Haut“, bestätigt Rike Strandt vom Hansa-Gymnasium.

Wer mit Blümchenmustern auf dem Kriegsfuß steht, hat jetzt wohl Pech gehabt. Es gilt die Devise: Einzelne gemusterte Kleidungsstücke mit einfarbigen kombinieren und fertig ist der Look. Oder man trägt die Blumen gleich auf dem Kopf, wie die Gymnasiastin Farina Gotsch: „Ich habe mich dieses Jahr von zahlreichen Festivals inspirieren lassen, deshalb trage ich lange Kleider mit vielen Accessoires. Am schönsten finde ich, wenn man einen Blumenkranz im Haar trägt.“

Sehr wichtig ist auch ein gutes Schuhwerk bei den warmen Temperaturen, wobei man trotzdem weiße Sneakers anzieht, wie die 14-Jährige Lisa-Maria Möller festgestellt hat. „Das kombiniert man heute auch zum Kleid oder Rock. Es soll zwar elegant, aber trotzdem cool aussehen.“ Bei den Schnitten gibt es auch alles, was das Modeherz begehrt – egal ob schulterfrei oder asymmetrisch, alles kann angezogen werden.

Zurzeit ist auch der Einteiler sehr in, weil man sich dann keine weiteren Gedanken um das Outfit machen muss. „Diese Jumpsuits oder Overalls sind einfach total praktisch, im Gegensatz zu Röcken“, weiß auch Henrike Lüder zu schätzen. Wie diese Trends am besten funktionieren, zeigen die Mädchen auf den Fotos. Das Ganze sieht nicht nur lässig aus, es ist auch lässig. Und unter diesem Motto sollte man auch in diesem Jahr vergnügt shoppen gehen.

Die Männermode dieses Jahr ist vermutlich nicht gerade das, was man sich unter funktioneller Kleidung vorstellt. Die klassische Röhrenjeans hat zumindest auf den Laufstegen ausgedient. Wobei wir wieder bei Karl Lagerfelds Irrtum angelangt wären. Aber der hat ja auch erklärt: „Was ich sage, ist nur gültig, wenn ich es gerade gesagt habe. Nehmen Sie das, was ich sage, bitte nicht so ernst.

Wenn ich jetzt etwas sage, kann ich mich vielleicht morgen daran nicht mehr erinnern. Morgen bin ich schon ein ganz anderer Mensch.“

Denn inzwischen sieht man fast nur noch sehr weit geschnittene Beinkleider, die irgendwie tatsächlich an schlecht sitzende Jogginghosen erinnern. Auch die Oberteile lassen dieses Jahr viel Freiraum.

Egal ob Jacke, Hemd oder Kurzarmpullover, Hauptsache es ist schön schlabbrig. Hemden sind derzeit im klassischen Schwarz-, Weiß- (bloß nicht durchsichtig!) oder in milden Blau-Tönen beliebt. Wer es exzentrischer haben will, versucht es mit Spitze. Ja, richtig gelesen, die Trennung von Frauen- und Männermode aufzuheben, ist schon ein alter Hut. Aber dass man einen so typisch weiblichen Stoff nun auch für Herren freigibt, erscheint nun doch sehr gewagt.

Fast schon traditionell ist die Lederjacke mal mit oder ohne Nieten, die sich seit Jahren zu jeder Jahreszeit einer gewissen Beliebtheit erfreut. Insgesamt kann man wohl feststellen, dass es so einiges an Neuerungen gibt, fraglich ist jedoch, ob sich diese für den Sommer wirklich durchsetzen werden.

Für Calvin Kuven ist Mode ziemlich wichtig, da man mit ihr einen Teil von sich selbst beschreiben kann. Dennoch geht er nicht jeden Trend mit. Wichtiger ist ihm, dass es ihm gefällt, was er anhat.

Und das kann dann auch mal aus der Reihe tanzen. „Das wirklich Besondere an meinem Style ist, dass ich mich immer so anziehe, wie ich mich fühle. Dann ist es egal, ob es im Trend ist oder nicht.

Hauptsache, es sieht gut aus.“ Ein absolutes Muss sind aber seine Hardstyle-Armbänder, die er immer trägt.

Sabrina Scholz und Richard Wenz

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