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Weltreisende zeigt Eiswelten in Klausdorf

Stralsund Weltreisende zeigt Eiswelten in Klausdorf

Die promovierte Biologin Maria Clauss aus Stralsund besucht die Pole und bringt sie auf Fotos mit an die Ostseeküste

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Spektakuläre Bilder wie diese entstehen während der Reisen von Maria Clauss.

Quelle: Fotos: Maria Clauss/robert Niemeyer

Stralsund. Es ist die Neugier, die Maria Clauss antreibt. Drei bis vier Monate im Jahr ist sie in der Welt unterwegs, bereist die Antarktis, die Arktis, den Amazonas. „Es ist die besondere Natur, sind die besonderen Landschaften und die Möglichkeit, meinen Enthusiasmus für die Natur weitergeben zu können“, sagt die Wahl-Stralsunderin. Eindrücke von ihren Expeditionen sind ab Sonnabend im Vorpommernhus in Klausdorf zu sehen, wo eine Ausstellung mit Fotografien der gebürtigen Münchnerin eröffnet wird. Und die weite Welt hat sie schon von Kindesbeinen an entdeckt.

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Die promovierte Biologin Maria Clauss aus Stralsund besucht die Pole und bringt sie auf Fotos mit an die Ostseeküste

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Ausstellung

Eiswelten , Fotografien von Dr. Maria Clauss, Vorpommernhus, Klausdorf, 29. Oktober bis 2. Januar 2017. Schnee, Gletscher, Eisberge und Meer- eis dominieren die Landschaften rund um Nord- und Südpol. Etwa 40 ausgewählte Bilder werden gezeigt.

Öffnungszeiten: Dienstag - Freitag, 11 bis 17 Uhr, Samstag, 13 bis 17 Uhr

Es sollte nur ein Jahr werden, ein Jahr in Übersee, in Kanada. Aus beruflichen Gründen waren die Eltern von Maria Clauss vor etwa 44 Jahren ausgewandert. Aber stopp: „Auswandern ist etwas anderes“, sagt Clauss, „da lässt man alles dauerhaft hinter sich.“ Das war am Anfang gar nicht der Plan. Fünf Jahre alt war sie damals. „Mein erstes englisches Wort war Cookie.“ Doch aus zwölf Monaten wurden wieder zwölf Monate, wurden wieder zwölf Monate. Und irgendwann war die Familie dann doch eine Auswandererfamilie.

Schon damals entdeckte Maria Clauss die Natur für sich. Etwa zweieinhalb Autostunden von der Millionen-Stadt Toronto entfernt lag die Wochenendfarm der Familie, eine ehemalige Ranch. Die nächsten Nachbarn acht Kilometer entfernt, rundherum nur unberührte Natur. „Das hat mich geprägt, die Weite, die Erfahrung, mich auf mich selbst verlassen zu müssen.“ Doch das wirklich spezielle Interesse für die Biologie – Clauss hat über Ökologie und Evolutionsbiologie annueller (jährlicher) Wüstenpflanzen promoviert – entstand später. „Erst während des Studiums ist diese tiefsitzende Liebe zu etwas Wissenschaftlichem geworden.“

Weite Wege waren schon damals eine Herausforderung. In Toronto (Kanada), New York (Ostküste der USA) und Arizona (Süden der USA) hat sie studiert. Im Jahr 2000 ging es zurück nach Deutschland, eine Forschungs- und Dozentenstelle am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie lockte. „Ich wollte das erstmal ein, zwei Jahre machen“, sagt sie. Und wie bei ihren Eltern wurde daraus mehr. Doch der Umzug war nicht ganz so einfach. „Deutschland war für mich ein Urlaubsland. Als ich hierher zog, musste ich mich erstmal durch die vielen bürokratischen Schritte kämpfen.“ Was auch fehlte: Die kulturelle Prägung, gerade in der Jugendzeit, war eine andere. Neue Deutsche Welle? Für Clauss eher ein Fremdwort.

Nach einiger Zeit in Mitteldeutschland lockte jedoch wieder die Weite. „Ich entschied mich, nicht weiter die akademische Laufbahn zu verfolgen.“ Der Umzug nach Stralsund im Jahre 2011 war das Resultat. Der Schritt in die Hansestadt war für Maria Clauss der Schritt in die Freiberuflichkeit. Den Hauptteil macht dabei die Übersetzung von Texten aus, etwa für Werbung oder für Fachliteratur.

Parallel bereist sie die Welt. „Früher waren das richtige Forschungsreisen. Jetzt sind das eher Studienreisen, also eher touristische Unterfangen“, sagt Maria Clauss. Reisegruppenleiterin ist sie dann, hält Vorträge, leitet Führungen, erklärt den Passagieren die fremde Welt. Nicht ungefährlich: „Sechs Meter hohe Wellen und Eisbären: Aber ich bin immer gut durchgekommen. Das Wichtigste ist, dass man keine Dummheiten macht.“

Immer dabei die Kamera. „Ich bin viel unterwegs, sehe viel, da entstehen viele Fotos.“ Und in Stralsund und Umgebung bringt sie diese weite, weiße Welt seit einigen Jahren den Einheimischen näher.

In der Volkshochschule, im Ozeaneum und ab Sonnabend im Vorpommernhus.

Robert Niemeyer

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