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Wenn die Musik den Takt des Lebens vorgibt

Stralsund Wenn die Musik den Takt des Lebens vorgibt

Viele junge Stralsunder investieren viel Zeit in ein Instrument / OZelot lokal fragte nach, warum das Musizieren zum Lebensinhalt geworden ist

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Jesper Witstruck, Dinah Brunk, Isabelle Tröger und Betti Losch (v. l.) lieben das Musizieren.

Quelle: Fotos: Sabrina Scholz

Stralsund. Es gibt nur wenige Dinge, die so präsent in unserem Leben sind und so einen großen Einfluss darauf haben wie die Musik.

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Viele junge Stralsunder investieren viel Zeit in ein Instrument / OZelot lokal fragte nach, warum das Musizieren zum Lebensinhalt geworden ist

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Musik ist eine Leiden- schaft und steht über vielen anderen Dingen.“Christopher Jähnig (19), Abiturient

Morgens läuft die neueste Popmusik im Auto, die uns beschwingt in den Tag verhilft. In Filmen sorgen die Violinen für eine romantische Atmosphäre, während ein schneller Beat unseren Puls bei einer Verfolgungsjagd auf der Leinwand in die Höhe treibt. Als wir klein waren, konnte uns nur eine kleine Melodie in den Schlaf bringen.

Auch Hannah Täubert war noch klein, als sie ihre Liebe zur Musik entdeckte. „Ich wollte als Fünfjährige unbedingt Geige spielen lernen“, erinnert sich die Gymnasiastin. Und diese Idee hat sie auch umgesetzt. Ob im Quartett, Orchester oder Solo, seit zwölf Jahren ist sie der Musik treu geblieben. „Spaß spielt eine wichtige Rolle. Wenn ich zu viel Druck habe, kann auch die Freude am Spielen verloren gehen.“ Sie ist überzeugt davon, dass es nichts bringt das Musizieren zu erzwingen. „Entweder liebt man die Musik, mit allem, was dazu gehört, oder eben nicht“.

Ähnlich sieht das auch Clara Klug, die gerade ihr Abitur macht. „Ohne Musik stehe ich keinen Tag durch. Für mich ist das auch eine Sache des Abschaltens vom stressigen Alltag. Nicht umsonst sagt man:

Musik an, Welt aus.“

Mit Blockflöte hat sie damals angefangen, nun spielt sie Klarinette und Klavier. Mit der Klarinette ist sie ein wichtiger Teil des Orchesters der Musikschule. Ihr gefallen besonders die Auftritte, weil man bei ihnen das Ergebnis des langen Probens sieht. Wenn man den Applaus hört, weiß man, dass es sich gelohnt hat.

Wie bei anderen Hobbys, können Talente auch gefördert werden. Die Young Academy Rostock ist ein internationales Zentrum für musikalisch Hochbegabte, zu dem auch die 14-Jährige Aylin Ewert gehört.

„Mein Ziel war es schon immer mit Musik erfolgreich zu sein. Deshalb übe ich jeden Tag zwei Stunden und am Wochenende auch mal mehr.“

Die Rechnung ist aufgegangen, bei dem Bundeswettbewerb von „Jugend musiziert“, der in diesem Jahr in Kassel stattfand, konnte sie in ihrer Altersklasse einen 3. Preis gewinnen. „Das hat mich wirklich stolz gemacht.“, gibt sie zu. „Die Musik bedeutet mir Alles, ohne geht es einfach nicht.“

Das Geheimnis der Rhythmen und Melodien beschäftigt Christopher Jähnig als Musiker und – als Komponist. Seit Oktober 2013 bis Ende letzten Jahres hat er ein komplettes Stück für ein Orchester geschrieben. Wie er darauf gekommen ist? Als er für ein Jahr in England die Schule besucht hatte, bekam er die Hausaufgabe, ein Stück zu komponieren. Das hat ihm so viel Spaß gemacht, dass er einfach dran blieb und weiter komponierte. „Ehrlich gesagt habe ich am Anfang einfach drauflos geschrieben und schöne Ideen gesammelt. Mittlerweile habe ich einen Plan und Struktur“, gibt der Abiturient preis. Zwischendurch arbeitet er auch an anderen Werken, um den Kopf frei zu bekommen.

Beim Frühlingskonzert der Musikschule wurde seine „Sinfonische Dichtung in g-Moll“ uraufgeführt. „Das hat mich schon gefreut“, sagt der 19-Jährige bescheiden. Wer weiß, vielleicht hört man den Namen „Jähnig“ künftig öfter in der Musikwelt, denn beruflich will er auf jeden Fall etwas mit Musik machen. Ende des Jahres beginnt er ein Musikstudium in Rostock und setzt damit Prioritäten. „Musik ist eine Leidenschaft und steht über vielen anderen Dingen. Aus diesem Grund wird sie auch weiterhin eine wichtige Rolle für mich spielen.“ Man könne mit Musik so unendlich viel mehr ausdrücken als mit Worten, ist Christopher überzeugt. „Bestimmte Melodien wecken Erinnerungen, erzeugen ein gutes Gefühl oder lindern Schmerz. Musik ist einzigartig.“

Sabrina Scholz (17) besucht das Hansa-Gymnasium.

Sabrina Scholz

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