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Stralsund Wortkünstler im Wettstreit

Sarah Swojak aus Stralsund hat erfolgreich an der Landesmeister- schaft im Poetry Slam teilgenommen.

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Sarah Swojak aus Stralsund hat an den U-20-Landesmeisterschaften im Poetry Slam teilgenommen und landete auf dem 3. Platz. FOTOS (2): MARIKA HAUPTMANN

Stralsund. „Deine Bühne, dein Publikum, deine Poesie.“ Mit diesen Worten wurden alle acht Teilnehmer der fünften Landesmeisterschaft im Poetry Slam in Greifswald, unter ihnen Sarah Swojak aus Stralsund, von Moderatoren und Zuschauern auf die Bühne gerufen, um ihre selbstgeschriebenen Texte zu präsentieren. Denn darum geht es beim Poetry Slam: Poeten die Chance zu geben, ihre eigenen Werke einem breiteren Publikum vorzutragen und sich mit anderen „Slammern“ zu messen – ein Dichterwettstreit der Moderne.

OZ-Bild

Sarah Swojak aus Stralsund hat erfolgreich an der Landesmeister- schaft im Poetry Slam teilgenommen.

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Beim Poetry Slam sind einige Regeln zu beachten. Etwa das festgeschriebene Zeitlimit, das bei der Landesmeisterschaft in MV fünfeinhalb Minuten betrug. In dieser Zeit verlesen die Dichter ihre eigens verfassten Texte. Verboten sind Requisiten oder Kostüme. Üblich beim Poetry Slam ist außerdem, dass die Bewertung der einzelnen Beiträge durch das Publikum erfolgt. In diesem Fall durch zwölf unvoreingenommene Jurymitglieder, die aber durch die weiteren Zuschauer in ihrer Bewertung von null bis zehn Punkten beeinflusst werden können – durch Applaudieren oder Buhrufe.

Gerade die unmittelbare Reaktion der Zuschauer macht das Slammen so besonders. „Man wird von anderen mitgerissen, und wenn man Glück hat, reißt man selber andere mit“, beschreibt die 17-jährige Sarah die Stimmung beim Wettbewerb. Der Klang des Schnipsens, das durch die Reihen geht und den Dichtern das Gefallen des Publikums signalisiert. Das Lachen vieler Zuhörer bei amüsanten Textstellen, die besonders von Slammer und Feature-Gast Hannes Beyer (16) beigesteuert wurden. Aber auch die allgemeine Stille in der Greifswalder Stadthalle nach einem bedrückenden oder besonders ergreifenden Beitrag.

Das alles gehört zum Poetry Slam genauso wie die Aufregung, bevor man die Bühne betritt. So geht es auch Sarah, die erst durch das Buch „Weil ich Layken liebe“ von Colleen Hoover auf das Slammen aufmerksam wurde, da diese Thematik sich im Buch wiederfindet. „Ich las früher gerne Gedichte und bin dann da so reingerutscht.“, erzählt Sarah lachend. Zum ersten Mal slammte sie in Stralsund. Dabei schreibt sie immer über verschiedene Themen und lässt es gerne einfach auf sich zukommen.

„Die besten Texte kommen aus dem Bauch“, meint auch Moderatorin LouLou Frankenstein, die den Poetry Slam in Greifswald mit organisiert hat. Die 24-Jährige selbst schrieb schon früher gerne Gedichte, stieß aber erst im Deutschunterricht auf den Poetry Slam. Seitdem hat sie ihren Platz in der Szene gefunden und veranstaltet in Greifswald ihren eigenen Slam: Den „Simsalaslam“. Besonderen Gefallen findet Psychologiestudentin LouLou an der Mischung aus Anerkennung und Respekt gegenüber den Künstlern und dem Wettbewerbscharakter, welcher sich auch bei der Landesmeisterschaft zeigte. Dort traten im Finale Titelverteidigerin Marike Sklarski (Neubrandenburg), Caroline Benz (Rostock) und Sarah gegeneinander an. Am Ende gewann Caroline den Wettstreit, Marike belegte den zweiten und Sarah den dritten Platz.

Für angehende oder weniger erfahrene Slammer ist die Landesmeisterschaft noch ein großer Schritt, deshalb lohnt es sich, vorerst bei kleineren Slams teilzunehmen. In jedem Falle hat man jedoch die Anerkennung und den Applaus des Publikums sicher – denn als besonderes Motto beim Poetry Slam gilt immer: „Respect the poet!“Sandra Möller und Sophie Heinen (beide 16) besuchen das Hansa-Gymnasium.

Sophie Heinen und Sandra Möller

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