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Stralsund Kurzparker zahlen im Winter mehr
Vorpommern Stralsund Kurzparker zahlen im Winter mehr
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00:05 14.10.2017
Im Parkhaus Ozeaneum zahlen Dauerparker für ein Jahr künftig 385 Euro (bisher 350 Euro). Quelle: Foto: Stefan Sauer
Stralsund

Neue Tarife gelten ab 1. November in den Parkhäusern Meeresmuseum, am Hafen und Ozeaneum. Alle drei Einrichtungen werden von der Liegenschaftsentwicklungsgesellschaft (LEG) betrieben. Kurzparker zahlen im Winter für die erste Stunde einen Euro statt bisher 50 Cent. Teurer werden auch die Jahresverträge. LEG-Chef Gerd Habedank nennt dafür „strategische und wirtschaftliche Gründe“.

Dauerparker mit Jahresverträgen müssen künftig tiefer in die Tasche greifen, weil der Rabatt geringer ausfällt. Bisher wurden ihnen zwei Monate geschenkt, jetzt ist es nur noch ein Monatsbeitrag, den sie weniger zahlen. Dadurch soll tatsächlich mehr Geld in die Firmenkasse gespült werden, gibt Habedank zu und verweist auf höhere Nebenkosten. Hingegen erwarte er bei den „geringfügigen Änderungen der Stundensätze keine extremen Mehreinnahmen“.

„So verrückt das vielleicht klingt, dadurch wollen wir vielmehr versuchen, den Münzanfall zu reduzieren“, erklärt Habedank. „Hartgeldverarbeitung kostet Geld“, so der LEG-Chef. Die Banken seien – bis auf die Bundesbank – nicht verpflichtet, Münzen in größeren Mengen anzunehmen.

Sie tun das freiwillig, aber gegen eine Gebühr. Auch deshalb habe man sich entschlossen, in den Wintermonaten – von November bis März – die erste Stunde künftig mit einem Euro zu berechnen. Der Höchstsatz für den Winter-Tagestarif bleibt wie bisher bei 6 Euro.

Im Sommer – von April bis Oktober – bleibt bei den Stundensätzen ohnehin alles beim alten. Da kostet die erste Stunde bereits einen Euro. Der Höchstsatz des Sommer-Tagestarifes aber wird sogar von 11 auf 10 Euro gesenkt. Dann könne auch mit Scheinen bezahlt werden, so Habedank. Der Nachttarif, der ganzjährig gilt, wird ebenfalls von 50 Cent auf einen Euro je Stunde erhöht. Auch hier bleibt es beim Höchstsatz von 3 Euro.

Neu ist, dass künftig der Langzeittarif bereits ab 24 Stunden gilt (bisher ab 48 Stunden). Das kostet dann von November bis März jeweils 9 Euro (im Sommer 13 Euro). Damit sinkt der Langzeittarif von April bis Oktober für zwei Tage von 28 auf 26 Euro. Jeder weitere Tag wird mit 6 Euro berechnet. Das gilt auch für den Parkplatz Quartier 65 auf der Hafeninsel.

Bei den Dauerparktarifen am Meeresmuseum und am Hafen wird der Dreimonats-Tarif gestrichen. „Weil dieses Angebot von den Kunden einfach zu wenig genutzt wurde“, begründet Habedank. So erhöht sich der Jahresbetrag beim Volltarif in den beiden Parkhäusern von 600 auf 660 Euro.

Auch im Parkhaus Ozeaneum, das für Dauerparker billiger ist, entfällt der Drei-Monats-Tarif. Für Inhaber von Jahresverträgen geht es zum Beispiel beim Volltarif um eine Erhöhung von 350 auf 385 Euro im Jahr. Außerdem erfolgen im Parkhaus Ozeaneum auch Anhebungen bei den Wintertarifen 1 und 2. Zudem bleibe es bei der Regelung, dass in allen drei LEG-Parkhäusern der Tages- und Volltarif als Monatstarif nicht für Juni, Juli, August und September abgeschlossen werden kann. Schließlich weist der LEG-Geschäftsführer darauf hin, dass für alle bestehenden Verträge mit den jeweiligen Laufzeiten die bisherigen Konditionen gelten.

Die letzte Tarifänderung hat es bei der LEG im Jahr 2013 gegeben. Habedank ist sich bewusst, dass es sich bei den Parkgebühren immer um „ein sehr sensibles Thema“ handelt. „Deshalb haben wir uns auch sehr genau überlegt, wie wir es machen“, so der Stralsunder. „Jetzt ist es – je nach Parkverhalten – so, dass der eine mehr zahlt als vorher, der andere weniger, der dritte die Veränderung gar nicht bemerkt“, meint Habedank. Zur Höhe der Gewinne aus der Parkhausbewirtschaftung und den möglichen Mehreinnahmen wollte er sich nicht äußern.

Doreen (36) und Florian (27) Jende gehören zu den Stralsundern, die das Parkhaus am Meeresmuseum oft nutzen, wenn sie in die Stadt fahren. „Man ist ja darauf angewiesen, weil man sonst nichts findet.

Parken in der Altstadt bleibt ein großes Problem“, sagt der junge Familienvater. Die Erhöhung für die erste Stunde um 50 Cent im Winter sei zwar sicher noch zu verschmerzen. „Im Quartier 17 zahlt man für die erste Stunde auch einen Euro. Aber Fakt ist doch, dass jede Erhöhung der Parkgebühren negative Auswirkungen auf die Altstadt-Händler hat. Da überlegt man sich zweimal, ob man in die Stadt fährt“, fügt seine Frau an.

Marlies Walther

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