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Land schließt in Stralsund Kantine für 370 Mitarbeiter

Stralsund Land schließt in Stralsund Kantine für 370 Mitarbeiter

Die Küche im Justizzentrum am Frankendamm soll ab Januar kalt bleiben. Grund sind offenbar verwaltungsinterne Verzögerungen bei der Neuausschreibung des Betreibervertrages. Die betroffenen Beschäftigten müssen ab Januar zur Mittagszeit hungern.

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Steffen Spohn würde die Küche der Kantine gern weiterbetreiben. „Den Leuten schmeckt es bei mir“, sagt er.

Quelle: Alexander Mueller

Stralsund. Crash-Diät für Mitarbeiter und Gäste des Justizzentrums am Frankendamm: Die Landesregierung will die Kantine im Erdgeschoss des Justizzentrums ab 2018 für mehrere Monate schließen. Grund sind offenbar verwaltungsinterne Verzögerungen bei der Neuausschreibung des Betreibervertrages aufseiten der Landesregierung. Stefan Bruhn, der Sprecher des für die Sache zuständigen Finanzministeriums, begründet die Schließung der einzigen auch für Gäste geöffneten Kantine am Frankendamm mit „zahlreichen rechtlichen Vorgaben“.

Die betroffenen Mitarbeiter kämpfen indes bereits seit Monaten darum, das Ausschreibungsverfahren, wie in ähnlichen Fällen üblich, so durchzuführen, dass der neue Pächter die Mittagsversorgung nahtlos aufnehmen kann, nachdem die bundesweit tätige Primus GmbH den Vertrag schon im Frühjahr dieses Jahres fristgerecht gekündigt hatte.

In einem offenen Brief an sechs verschiedene Landesministerien fordern die Beschäftigten eine rasche Lösung. „Der Verlust unserer Kantine hätte zur Folge, dass eine adäquate, erreichbare Essenversorgung wegfiele. Die meisten unserer Kollegen sind an die elektronische Zeiterfassung gebunden und verfügen über Pausenzeiten von jeweils 30 Minuten. In der näheren Umgebung existiert keine Alternativeinrichtung, in der wir uns innerhalb der vorgegebenen Pausenzeiten mit einer warmen Mahlzeit versorgen können“, heißt es in dem Schreiben, das von einer Reihe führender Mitarbeiter unterschrieben worden ist – darunter Richter, Personalvertreter und Staatsanwälte.

Allein im Justizzentrum sind an den verschiedenen Gerichten sowie bei der Staatsanwaltschaft rund 370 Menschen tätig. Hinzu kommt ein Teil der Beschäftigten der Polizeiinspektion, der Stralsunder Wohnungsbaugesellschaft (SWG), des Landesamtes für Gesundheit und Soziales und des Bergamtes, der ebenfalls aus der Küche im Justizzentrum versorgt worden ist. Zudem war die Kantine bisher auch für Gäste, wie beispielsweise Anwälte, die in den Gerichtssälen zu tun haben, oder für die Mitarbeiter der ebenfalls am Frankendamm ansässigen Stadtwerke geöffnet. An vergleichbaren Gerichtsstandorten in Rostock und Schwerin ist der Weiterbetrieb der Kantinen dagegen nicht gefährdet.

Benjamin Fischer

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