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Lautstarker Protest für mehr Vielfalt

Stralsund Lautstarker Protest für mehr Vielfalt

Fünf Stunden lang wurde am Samstag für mehr Jugendkultur und gegen rechte Gewalt am Sund demonstriert.

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„Mehr Kohle für Ole" steht auf dem Plakat an der Spitze des Demonstrationszuges für mehr Vielfalt und Jugendangebote in Stralsund.

Quelle: Foto: Rödel/mattern

Stralsund. Ein Transparent mit der Aufschrift „Mehr Kohle für Ole“, als Anspruch für mehr Förderung jugendgerechter Kulturangebote beherrschte die Spitze des Demonstrationszuges. Der Aktionstag für „Vielfalt, mehr Jugendangebote sowie gegen rechte Gewalt“ brachte am Samstag 240 Teilnehmer auf die Straße. Die jugendlich besetzte Marsch machte sich um 14

OZ-Bild

Fünf Stunden lang wurde am Samstag für mehr Jugendkultur und gegen rechte Gewalt am Sund demonstriert.

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Uhr am Bahnhof auf den Weg durch die Frankenvorstadt. Mit dem Zug unterwegs waren unter anderem Vertreter von Linkspartei, Grünen und die von Mitgliedern der Titanic-Redaktion 2004 gegründete Vereinigung „Die Partei“. Der Präventionsrat des Landkreises Vorpommern-Rügen hatte diesen „Tag der Vielfalt“ mit 1000 Euro unterstützt.

Die Initiative „Vereint für Stralsund“ hatte sich mit 50 rechten Gegendemonstranten zu Mahnwachen am Tribseer Damm und am Neuen Markt vor dem Denkmal eingefunden, bestückt mit Transparenten von NPD und „Nationalen Sozialisten Stralsund“. Als sich die Demonstration der Mahnwache näherte, setzten Reflexe ein: Rufe wie „Nazischweine“ und die Aufforderung „Deutschland zu verlassen“ wurden zwischen den Gruppen hin und her gebrüllt. Ein Aufeinandertreffen beider Gruppen unterband die Präsenz der Polizei von Anfang an. Nach OZ-Informationen sicherte eine Hundertschaft Polizisten die Veranstaltung ab, die ohne Komplikationen verlief.

Ziel des Demonstrationszuges war der Neue Markt. Hier hatte die Initiative „Rock gegen rechts“ gemeinsam mit dem Verein zur Förderung alternativer Jugendkultur „Ajuku“ fünf Bands zum Konzert aufgeboten. Vereine und Institutionen stellten sich an Ständen vor. Darunter das Theater Vorpommern mit einem Willkommens-Banner in sieben Sprachen oder die AG Flüchtlingshilfe des Kreises, die deutlich machte: „Rassismus“ gefährdet die geistige und emotionale Entwicklung Ihrer Kinder.“

Unter den Rednern auf dem Konzert war Bundestagsabgeordnete Kerstin Kassner (Linkspartei), die den Raketenangriff der USA, Großbritanniens und Frankreichs auf Syrien verurteilte und sich für mehr Jugendangebote in Stralsund aussprach. Ein Vertreter des Ajuku-Vereins bemängelte per Audiobotschaft fehlende Jugendtreffs sowie Perspektiven für Jugendliche und forderte die Förderung selbstverwalteter Jugendzentren durch die Kommunalpolitik. Jens Knoop von „Rock gegen Rechts“ zeigte sich zufrieden: „Die Demo lief gut, ebenso das Konzert. Ich freue mich, dass viele Menschen gekommen sind.“ Auch aus Polizeisicht ein Tag ohne Störungen. Bis auf einen gezündeten Rauchtopf im Demonstrationszug hatten die Beamten nichts zu bemängeln.

Jörg Mattern

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