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Leckereien aus Vorpommern in Parows neuem Schmuckstück

Parow Leckereien aus Vorpommern in Parows neuem Schmuckstück

Hunderte Besucher kamen am Sonnabend zur Eröffnung der Alten Gärtnerei

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Das Rüganer Paar Lisa Kirchoff und Sebastian Pahl präsentierte am Wochenende Honig ihrer Marke „Bienenkönig“ in Parow. FOTOS (3): CHRISTIAN RÖDEL

Parow. So einen Andrang hat Parow lange nicht erlebt! Hunderte Besucher kamen am Sonnabend zur Eröffnung der Alten Gärtnerei im denkmalgeschützten Gutshaus-Ensemble. Sie alle konnten nicht nur die Architektur bewundern, sondern zudem kosten, wie Vorpommern schmeckt. Denn in die Alte Gärtnerei ist ein Verbund gezogen, der viele Leckereien der Region erzeugt und vermarktet.

OZ-Bild

Hunderte Besucher kamen am Sonnabend zur Eröffnung der Alten Gärtnerei

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Elf Produzenten aus dem Kreis Vorpommern-Rügen gehören derzeit zu dieser Erzeugergemeinschaft. Im einzelnen sind das: der Kransdorfer Insel-Verein aus Altefähr, die Darßer Manufructur aus Wieck, die Stralsunder Kelterei Leithoff, das Hanse-Handelskontor Stralsund, der Weinspeicher Solkendorf, die Ostseemühle Langenhanshagen,die Senfmühle Schlemmin, die LandDelikat Biorösterei Rost aus Nisdorf/Barth, der Bienenkönig aus Bergen auf Rügen sowie Minimanufaktur und Alte Gärtnerei aus Parow.

Die Mitglieder bieten ihre Produkte an, die von Sanddorn über Honig, Senf, Müsli, Gemüse, Öle, Säfte und Wein bis zu Lupinen-Kaffee reichen. Die anfallenden Kosten teilen sich alle. Wenn's gut läuft, soll sogar ein Online-Shop eingerichtet werden. Ein Hofcafé neben dem Hofladen vervollständigt das neue Angebot. „Ein tolles Beispiel, wie es funktionieren kann“, sagte Landratskandidat Steffen Ulrich (parteilos), der die Eröffnung genau wie Mitbewerber Stefan Kerth (SPD) besuchte. Am Sonnabend jedenfalls funktionierte es prächtig. Das Interesse war gewaltig. Und so soll es bleiben: „Wir werden mit jedem Tag mehr Besucher und Gäste bei uns haben, da bin ich mir ziemlich sicher", sagte Anke Ehrecke, Chefin des Storchennest-Vereins aus Niepars, der als Träger und Betreiber der Gutsanlage die ökonomische Verantwortung inne hat. Die 1910 gebaute Alte Gärtnerei ist dabei wie Schloss, Pferdestall und Scheune Teil des Ensembles. 700000 Euro hat die Gemeinde Kramerhof gemeinsam mit dem Storchennest-Verein in die Sanierung gesteckt, 500000 Euro flossen aus dem Leader-Topf zur Förderung ländlicher Räume.

Vom Ergebnis waren die meisten Besucher am Sonnabend angetan – auch von der gelungenen Architektur. Konzept und Entwurf lieferte der Stralsunder Architekt Robert Mittelbach, der mit seiner Familie zur Eröffnung vor Ort war. „Ich bin sehr froh, dass dieses Gebäudeensemble gleich am ersten Tag der Eröffnung so viele Interessierte anlockt“, sagte Robert Mittelbach junior, dessen Vater in der jüngsten Vergangenheit schon einige architektonische Spuren in Parow, unter anderem in der kleinen Schlosskapelle, hinterlassen hat.

Friedrich-Christian Seide, Bürgermeister der Gemeinde Kramerhof, ist besonders stolz darauf, dass die Innenschriften einer alten Parower Gutshoftür erhalten geblieben sind und wie ein modernes Kunstwerk an den Wänden des Café hängt. „Die Tür war so etwas wie eine Wandzeitung, auf der alle möglichen Notizen über das Gemeindeleben und die Gutsanlage festgehalten wurden“, erzählt er. Mehr zur Geschichte des Ensembles lässt sich im Frühherbst erfahren. Dann wird es erstmals Rundgänge in der Alten Gärtnerei geben.

Christian Rödel und Thomas Pult

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