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Lehren aus Großbrand in Biogasanlage

Barth Lehren aus Großbrand in Biogasanlage

Präventionsausschuss hat in Barth über den Umgang mit gefährlichen Einsätzen wie in Oebelitz beraten / Feuerwehren sollten Anlagen in ihrem Einsatzbereich kennen

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Ein Brand in der Biogasanlage in Oebelitz sorgte Ende Juli für ein Großaufgebot der Feuerwehr.

Quelle: Raik Mielke

Barth. Das Großfeuer vom 31. Juli in Oebelitz war am Donnerstagabend das Schwerpunktthema im Ausschuss für Prävention, Brand- und Katastrophenschutz des Kreistages. 160 Einsatzkräfte hatten an jenem Sonntagabend den Brand der Biogasanlage in Oebelitz nahe Richtenberg bekämpft.

Kreiswehrführer Gerd Scharmberg schilderte detailliert das Geschehen jenes Abends. Ein Knackpunkt dieses Einsatzes: Das Verfahren dieser Biogasanlage läuft unter Nutzung von Schwefelsäure, und das Behältnis war hohen Temperaturen ausgesetzt. Sollten Häuser in der Umgebung evakuiert werden oder nicht – das war eine der wichtigsten Fragen bei diesem Einsatz.

Letztlich sei die Entscheidung gefallen, nicht zu evakuieren, so Scharmberg, der die Einsatzleitung in Oebelitz übernommen hatte. Glücklicherweise hätten sich die möglichen Gefahren nicht als solche entwickelt. Die Messungen zum Schwefelgehalt in der Luft lagen weit unter dem Grenzwert. Aufgebaut wurde eine Untersuchungsstelle, um die Einsatzkräfte von einem Arzt durchchecken zu lassen, und schnell wurde andere Kleidung für die Kameraden gebracht.

Welche Schlussfolgerungen lassen sich aus einem solchen Einsatz ziehen? Zum Beispiel, dass die Genauigkeit der ersten Meldung enorm wichtig ist. Gerd Scharmberg zog dafür das Protokoll heran. In der Erstmeldung an die Leitstelle war lediglich von einer „unklaren Rauchentwicklung in Oebelitz“ die Rede. Daraus habe man das Gefahrenpotenzial nicht ableiten können. „Die Qualität des sich entwickelnden Einsatzes hängt von der Qualität der Erstmeldung ab“, fasste der Kreiswehrführer zusammen.

Wichtig sei auch, dass die Feuerwehren die Anlagen in ihrem Bereich kennen, was in der Regel der Fall ist. Dieses Wissen hin und wieder aufzufrischen, „sollte generell im Interesse der Betreiber und der Feuerwehren sein“, meinte Scharmberg.

Derartige Anlagen seien technisch sehr gut überwacht, betonte Markus Zimmermann, Fachdienstleiter beim Kreis. Die Anlage in Oebelitz verwende ein spezielles Trocknungsverfahren und sei die einzige Biogasanlage im Kreis, die so arbeite. Generell durchlaufen alle Anlagen ein Genehmigungsverfahren, in das das Staatliche Amt für Umwelt und Natur eingebunden ist.

Peter Schlag

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