Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Stralsund Leibelts Ziel: Ein Platz im Nationalkader
Vorpommern Stralsund Leibelts Ziel: Ein Platz im Nationalkader
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:09 23.05.2018
Riesige Freude: Im Vierer holte Benjamin Leibelt (v.l.) mit Simon Klose, Leon Münch und Titus Niklas Junkes Bronze bei der Junioren-WM 2016. Quelle: Foto: Privat
Anzeige
Stralsund/Rostock

Das erste wichtige Rennen ist geschafft, der Grundstein für das große Ziel in diesem Jahr gelegt: „Ich möchte gern für Deutschland bei der U-23-WM in Polen starten“, sagt Ruderer Benjamin Leibelt. Bei der deutschen Meisterschaft im Kleinboot in Essen kamen er und Julius Müller unter die Top acht. Mit dem Ergebnis ist er zufrieden. Denn Leibelt und sein neuer Partner hatten nur etwa zwei Wochen Zeit, um sich auf den Wettstreit vorzubereiten.

Der Stralsunder Ruderer will im Vierer oder Achter starten und hofft auf eine Nominierung für die WM.

Sich an einen neuen Bootspartner zu gewöhnen, könne durchaus schwierig sein. „Aber in meiner Altersklasse kann man eigentlich mit jedem fahren und sich schnell aufeinander einstellen“, erklärt der Stralsunder. Trotzdem hätten die beiden mit ihrer Leistung die Erwartung der Trainer übertroffen.

Seine Chancen auf den Vierer oder Achter stehen nicht schlecht. „Es gibt noch ein zweites Rennen im Kleinboot. Und danach wählt der Bundestrainer seinen Kader aus“, erzählt der Ruderer.

Für ihre Erfolge trainieren die Sportler in Rostock hart. In einer Woche kommen da knapp 34 Stunden zusammen. „Wir haben sehr gute Trainingsbedingungen. Es gibt nur selten kleine Wellen und die Fahrten durch das Naturschutzgebiet gefallen mir. Für mich ist die Warnow eines der schönsten Trainingsgebiete“, schwärmt der 20-Jährige.

Das Einmaleins dieses Sports lernte er beim Stralsunder Ruderclub. „Ich bin stolz auf meinen Verein und dankbar für die Unterstützung, die ich noch heute bekomme.“ Vor fast sechs Jahren wechselte er auf das Internat nach Rostock. „Seitdem hat das Ganze einen Leistungssportcharakter“, sagt er.

Im ersten Jahr hatte es Benjamin Leibelt schwer. „Ich war erst 15, die Umstellung sehr groß. Aber dank meines ersten Trainers René Burmeister habe ich die Anfangszeit gut überstanden“, erinnert sich der Ruderer. Burmeister könne gut mit jungen Menschen umgehen, so Leibelt. Mit seiner Hilfe habe sich der Sportler sehr erfolgreich bei den deutschen Meisterschaften platzieren können.

Zu den Höhepunkten seiner Karriere gehörte die Junioren-WM (U 19) in Rotterdam. Dort landete er mit dem deutschen Vierer ohne Steuermann auf dem dritten Platz. „Das ist für mich der größte Erfolg bislang gewesen“, erklärt Benjamin Leibelt. Auch das Rennen in Rio de Janeiro war etwas Besonderes. „2015 sind wir im vorolympischen Jahr dort angetreten und haben mit dem Achter den dritten Platz erkämpft. Für mich war es eine Überraschung, denn das Jahr lief sportlich für mich nicht so gut“, erinnert er sich. „Trotzdem war es sehr schön – und nach Rio kommt man ja nicht allzu oft“, sagt der junge Mann und lacht.

In seiner Heimatstadt ist Benjamin Leibelt nur noch selten anzutreffen. „Aber wenn ich in Stralsund bin, schaue ich immer auch beim Ruderclub vorbei“, sagt er.

Derzeit liegt der Fokus auf einer möglichen WM-Nominierung. „Am besten wäre es, im Achter zu starten. Da sind die Medaillenchancen in meiner Altersklasse (U 23) ganz gut“, erklärt der Sportler.

Bis dahin stehen noch einige Regatten auf dem Plan.

Da trifft es sich gut, dass Benjamin Leibelt von seinem Arbeitgeber im Sommer freigestellt wird. „Ich bin als Azubi in der Sportfördergruppe der Bundespolizei. Von September bis Dezember mache ich meine Ausbildung. Den Rest des Jahres kümmere ich mich um den Sport“, erklärt Leibelt. So streckt sich die Lehrzeit von zweieinhalb auf viereinhalb Jahre.

Im Herbst wird der junge Sportler an den Bundesstützpunkt wechseln. „Dort wird auch der Fokus aufs Riemenrudern gelegt. Und wenn ich weiterhin international dabei sein will, muss ich eben auch nach Dortmund ziehen“, erklärt er.

Bis zum Ende seiner sportlichen Karriere wird der Stralsunder wohl im Ruhrgebiet bleiben. „Danach kann ich mir sehr gut vorstellen, wieder in den Norden zurückzukehren.“

Manuela Wilk

Duo spielt am 25. Mai in der Brauscheune in Krummenhagen

23.05.2018

Beachvolleyballer genießen Atmosphäre beim Anbagger-Cup in Warnemünde

23.05.2018

Die Unternehmer vermissen im Rathaus ausreichend Engagement, um die Hansestadt bei der Etablierung einer Stadtmarke zum Erfolg zu führen

23.05.2018
Anzeige