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Stralsund Lernen 2.0: Lehrbuch oder Smartboard
Vorpommern Stralsund Lernen 2.0: Lehrbuch oder Smartboard
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00:13 05.05.2018
Der Mix macht es: Schüler nutzen sowohl klassische als auch digitale Medien, um zu lernen. Quelle: Arne Lehmann
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Stralsund

Die fortschreitende Digitalisierung macht auch vor Schulen nicht Halt – so werden vielerorts digitale Medien, wie Tablets, aktiv im Unterricht eingesetzt. Aber welche Medien nutzen Stralsunder Schüler eigentlich lieber, und womit lernen sie effektiver?

Projektion statt Kreide

In vielen Schulen hat die gute alte Kreidetafel bereits ausgedient. Der gymnasiale Schulteil des Schulzentrums am Sund verfügt bereits über sechs Smartboards, am Hansa-Gymnasium haben Lehrer mit dem Medienwagen die Option, über einen Beamer Videos oder Präsentationen zu zeigen. „Wir haben an unserer Schule eine gute Mischung an digitalen und analogen Medien“, sagt Lucas Hauke, Elftklässler am „Hansa“. Neben den klassischen Unterrichtsmaterialien kommen interaktive Whiteboards und Tablets zum Einsatz und die Schüler können die zahlreichen Computer im Schulhaus nutzen. Nur die Funktionsfähigkeit und Qualität der Technik wäre teilweise dringend zu verbessern.

Die Vor- und Nachteile der digitalen Technik

Moderne Technik bietet viele Möglichkeiten der Unterrichtsgestaltung. Wissen kann über Filme oder Animationen vermittelt werden, was von den Schülern im Allgemeinen positiv angenommen wird. Also warum dann noch Bücher und Papier?„Bücher sind noch zuverlässiger, als Technik in der Schule, denn sie kann oft ausfallen. Außerdem kann die Schule noch gar nicht die Technik bereitstellen, um alles medial aufzubauen. Das ist auch eine Geldfrage“, sagt Kathleen Apelt, die stellvertretende Leiterin des Schulzentrums am Sund.

Die Ausstattung der Räume, die Wartung und die Fähigkeiten im Umgang mit der Technik sind Probleme, deren Lösung heute noch nicht in Sicht sei. „In zehn Jahren sieht das anders aus, aber momentan ist der technische Stand hier in den Schulen noch nicht soweit, dass wir sagen können, wir verzichten auf Schulbücher.“

Trotz der vielen Hindernisse nimmt die Idee von moderner Technik in Schulen immer mehr Gestalt an. Verschiedene Hersteller bringen mittlerweile Geräte auf den Markt, die speziell für den Bildungsbereich konzipiert sind. Mit einheitlicher Ausstattung könnte die Kommunikation zwischen Lehrern und Schülern und den Schülern untereinander stark verbessert werden.

Ein weiterer Aspekt ist natürlich das Gewicht. Viele Bücher, Blöcke und Hefter wären in einem Gerät, ob Tablet oder Notebook, zusammengefasst, sodass das Bild der schweren Schultasche bald der Vergangenheit angehören könnte.

Lernen ohne Bücher?

Privat wird diese Technik von Lehrern und Schülern schon heute genutzt. Aber kann man damit überhaupt effektiver lernen? Lucas Hauke präferiert die Aufzeichnungen aus dem Unterricht. „Da ist meistens einfach das Wichtigste zusammengefasst. Wenn ich aber noch Informationen zum Lernen brauche, oder etwas nicht ganz verstanden habe, dann würde ich eher im Internet nachschauen, als im Schulbuch.“

Im Internet könne man sich die benötigten Informationen schneller und mit weniger Aufwand heraussuchen, als im Buch. Außerdem findet er, dass Lernvideos beim Verstehen von Unterrichtsinhalten hilfreich seine können, weil „eine andere Person bestimmte Sachverhalte anders erklärt als etwa der Lehrer.“ Eine Sache gibt Lucas allerdings zu bedenken: „Man lässt sich bei der Nutzung digitaler Medien leichter ablenken, als wenn man Buch oder Hefter zum Lernen nutzt.“

Miriam Weber

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