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Stralsund Liebeserklärung an Rügen Pommerscher Künstlerbund stellt im Barockschloss Griebenow aus / Thema der Exposition ist die „schönste Insel Deutschlands“
Vorpommern Stralsund Liebeserklärung an Rügen Pommerscher Künstlerbund stellt im Barockschloss Griebenow aus / Thema der Exposition ist die „schönste Insel Deutschlands“
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00:00 27.02.2016

Weiße Kreidefelsen, gelbe Rapsfelder, blaues Meer — die schönste Insel Deutschlands, nämlich Rügen, fungierte als Muse für 23 Künstler, die ab morgen ihre Werke im Barockschloss Griebenow ausstellen. „Wir sind ganz besonders froh, dass in dem wunderbaren Ambiente des Griebenower Schlosses die Auftaktveranstaltung in unserem Jubiläumsjahr stattfindet“, so Manfred Prinz. Der Ehrenvorsitzende des Pommerschen Künstlerbundes ist selbst mit einigen kleinen Arbeiten dabei. „Es sind so viele gute Künstler hier vertreten, denen will ich mal nicht so viel Platz wegnehmen“, sagt er bescheiden.

In der Tat: Bevor es gestern überhaupt an das Aufhängen der Bilder geht, hat die Jury die Qual der Wahl. Aus 140 Werken — von Aquarellen über Grafiken und Ölgemälden bis hin zu Skulpturen — müssen die Juroren, die aus Mitgliedern des Vorstandes des Künstlerbundes bestehen, die besten aussuchen. „Gut 70 Arbeiten werden ab morgen hier im Schloss auf zwei Etagen gezeigt“, weiß Prinz.

Mit dem Löbnitzer Wolfgang Holzhauer ist unter den ausstellenden Künstlern ein Bildhauer, der sich auf Metallarbeiten spezialisiert hat. Holzhauer, erst seit Februar Mitglied des Künstlerbundes, schuf eine Bronzeplastik, die er schlicht „Rügen“ nannte. Das einem Wappen ähnelnde Kunstwerk mit den Reliefs der Inseln Rügen und Hiddensee, fand im Treppenaufgang des Schlosses einen exponierten Platz. „Ich musste mich mit meiner Arbeit ganz schön beeilen, schließlich bin ich ja hier im Verband das Küken“, sagt Holzhauer, in Anspielung auf seine erst einmonatige Mitgliedschaft im Künstlerbund, lachend. Eine Woche hat er an seinem Rügen-Relief gearbeitet, dass er nun zusammen mit einer weiteren Skulptur, die er „Natur-Reigen“ nannte, ausstellt.

Christine Meyer aus Toitz dagegen sagt von sich , sie sei „erschreckend vielfältig“. Alle Vierteljahre wechsele sie ihre künstlerische Richtung.

Für die Ausstellung hat sie sich für Grafiken entschieden, in denen sie sich mystischen Themen wie dem „Dobberworth“, einem sagenumwobenen Hünengrab, oder dem slawischen Gott Svantevit widmet. Realer dagegen sind die Ölgemälde Horst-Werner Schneiders, die viele von Rügens bekanntesten (Natur)Denkmälern zeigen — vom Kreidefelsen bis hin zum Leuchtturm Arkona. „Mich reizen filigrane Arbeiten“, sagt der aus Kreuzbruch bei Berlin stammende Künstler. Jedes Steinchen, jeder Blütenkopf, jedes Wölkchen ist detailgetreu auf Leinwand gebannt.

Damit sich die Besucher der Ausstellung, auf der einige Werke auch käuflich zu erwerben sind, tatsächlich wie auf der Insel Rügen fühlen, scheuten die Mitglieder des Fördervereins des Schlosses Griebenow keine Mühen und dekorierten die Räume zusätzlich mit für Strand und Meer typischen Elementen. Die umfangreiche Ausstellung bietet also eine vielfältige Palette an künstlerischen Arbeiten und lädt ein zu einem abwechslungsreichen Streifzug über Deutschlands schönste Insel.



Claudia Noatnick

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