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Lindner sagt der CDU den Kampf an

Stralsund Lindner sagt der CDU den Kampf an

Abschied im Streit: Der Christdemokrat verlässt die Union / Er geht bei der Wahl als Einzelkandidat ins Rennen

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Detlef Lindner hat für den Frauentreff Sundine eine neue Küche organisiert. Rechts im Bild: Regine Günzel und Reinhard Kremser.

Quelle: C. Rödel

Stralsund. Kampfansage an die eigene Partei: Der CDU-Landtags- und Bürgerschaftsabgeordnete Detlef Lindner (52) hat gestern am Rande eines Besuches im Stralsunder Frauentreff Sundine erklärt, dass er aus der CDU austreten werde.

Die Stral- sunder CDU ist nicht mehr meine Partei. Ich wurde von den eigenen Leuten regel- recht filetiert.“Detlef Lindner (CDU)

Grund dafür sei der Umgang mit ihm im Zuge der Kandidatenaufstellung für die diesjährige Landtagswahl im September vergangenen Jahres. Er sei damals parteiintern „regelrecht filetiert“ worden, sagte der Politiker. Zudem kündigte er an, bei der Landtagswahl nun als Einzelkandidat ins Rennen zu gehen: „Ich habe von den Wählern einen Auftrag bekommen, mich im Landtag für sie zu engagieren, und ich möchte das auch in der neuen Legislaturperiode tun.“

Lindner war im September während der unerwarteten Kampfabstimmung nicht erneut als Direktkandidat für Stralsund aufgestellt worden. Stattdessen stimmten die Christdemokraten für die 37-jährige Ann Christin von Allwörden.

Pikant: Überraschend hatte sich seinerzeit im ersten Wahlgang auch Hendrik Lastovka, Sohn von Ex-OB Harald Lastovka, als Direktkandidat beworben, sein Interesse aber ebenso flott wieder zurückgezogen, nachdem im ersten Wahlgang keiner der drei Anwärter auf Anhieb mehr als 50 Prozent der Stimmen erreicht hatte. Lastovka bat anschließend die Parteimitglieder, die ihm zuvor ihre Stimme gegeben hatten, im nächsten Wahlgang für Ann Christin von Allwörden zu votieren.

Mehrere CDU-Mitglieder wittern ein abgekartetes Spiel zugunsten von Ann Christin von Allwörden. Überraschungen bei internen Wahlen gehören in der CDU zur großen Ausnahme. Auch für die Landesspitze der Union soll der Vorgang wie aus heiterem Himmel gekommen sein. Vincent Kokert, CDU-Fraktionschef im Landtag, hatte kurz vor der entscheidenden Abstimmung noch eine Lobrede auf Lindner gehalten. Zu den Unterstützern von Ann Christin von Allwörden zählt auch Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU). Von Allwörden hatte seinen OB-Wahlkampf organisiert.

Linder vermutet hinter allem einen von Anfang an durchgeplanten Putsch: „Nach 16 Jahren werde ich nun aus der CDU austreten, was mir emotional sehr schwer fällt, aber ich muss es tun, weil ich menschlich enttäuscht bin.“

Ann Christin von Allwörden betont indes ihren demokratischen Anspruch an eine Landtagswahl: „Es spricht für unsere Demokratie, wenn möglichst viele Kandidaten zu Wahl stehen. Ich kann das nur begrüßen. Ich freue mich auf meinen Wahlkampf, den ich engagiert führen werde.“

Damit könnte die Landtagswahl im Herbst dieses Jahres deutlich spannender werden als erwartet. Mit Lindner hatte die CDU die Landtagswahl 2011 lediglich mit einem Vorsprung von rund 1000 Stimmen auf die SPD-Kandidatin Heike Carstensen gewonnen. Jetzt, als Einzelkandidat, dürfte Lindner während des Wahlkampfes vor allem im CDU-Lager wildern. Carstensen ist in diesem Jahr erneut von der SPD aufgestellt worden.

Außerdem treten in dem betreffenden Wahlkreis 26 Jürgen Suhr (Grüne), Andrea Kühl (Linke) und Matthias Laack (AfD) an.

Christian Rödel und Benjamin Fischer

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