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Linke gründen Friedensbündnis

Stralsund Linke gründen Friedensbündnis

Zu einem ersten Treffen lädt die Partei am kommenden Freitag ein

Stralsund. Die Linken rufen zur Bildung eines Friedensbündnisses für Stralsund auf. „Die Welt von heute ist nicht sicherer geworden. Vielen Menschen macht diese Entwicklung Angst“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung, die von der Vorsitzenden des Stadtverbandes, Christina Winkel, und der Chefin der Bürgerschaftsfraktion Linke offene Liste (Lol) unterschrieben ist.

Die Dringlichkeit sei besonders deutlich geworden, als am 75. Jahrestag des Überfalls Hitlerdeutschlands auf die UdSSR der öffentlichen Würdigung am Tag des Gedenkens am 22. Juni in Stralsund wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde.

Die Linken erinnern an den 6. Oktober 1944 und den 8. Mai 1945, an die Zahl der Kriegsopfer auf dem Zentralfriedhof und auf dem Ehrenfriedhof am Neuen Markt! Diese Opfer dürften nicht vergessen werden. Konfliktherde wie Palästina – Israel bestehen weiterhin, Afghanistan und Irak sind ein einziges Desaster. Dazu kommen Lybien und Syrien. Auch der militärische „Kampf gegen den Terror“ hätte das Gegenteil bewirkt. Der Ukraine-Konflikt und die Konfrontation mit Russland würden über 100 Jahre nach dem Beginn des Ersten Weltkrieges und 27 Jahre nach dem Mauerfall in Europa alte Feindbilder heraufbeschwören.

Die bedrohlichen militärischen Aktionen der Gegenwart müssten sofort ein Ende haben. Die Linke macht deutlich, dass sie nicht aufhören wird, ihren Friedenswillen zu bekräftigen.

„Frieden bekommt man nicht geschenkt, man muss ihn erkämpfen und sichern“, heißt es weiter. Deshalb rufen die Linken zur Bildung eines Stralsunder Friedensbündnisses auf. Das Bündnis soll ein loser und offener Zusammenschluss engagierter Gruppen und Menschen aus Stralsund und Umgebung sein.

Das Ziel bestehe darin, die Zwangsläufigkeit militärischer Lösungen zu hinterfragen, Hintergründe aufzuzeigen und konstruktive Konfliktlösungen von den politisch Verantwortlichen einzufordern. Hierzu sollten Veranstaltungen und Demonstrationen organisiert werden. Der Auftakt des Bündnisses könnte ein großes Friedensfest am Weltfriedenstag am 1. September in Stralsund sein.

Friedensbündnis für Stralsund: Ein erstes öffentliches Treffen, zu dem die Stralsunder eingeladen sind, findet am 8. Juli um 17 Uhr in der Geschäftsstelle der Partei Die Linke in Stralsund, Heinrich-Heine-Ring 123, statt.

OZ

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