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Linke lehnt Ehrenbürgerschaft für Lastovka strikt ab

Stralsund Linke lehnt Ehrenbürgerschaft für Lastovka strikt ab

Auf einem Kreisparteitag stimmten die Mitglieder gegen diese Ehrung für den Ex-OB. Er habe trotz Warnungen zu viele fragwürdige Projekte weiter vorangetrieben.

Stralsund. In der Debatte um eine mögliche Ehrenbürgerschaft für Harald Lastovka (CDU) gibt es erstmals deutlichen Gegenwind aus dem politischen Raum für den Ex-Oberbürgermeister. Der Stralsunder Kreisverband der Linken hat sich jetzt in einem Kreisparteitagsbeschluss klar gegen diese Ehrung für Lastovka ausgesprochen.

Zwar würden die Mitglieder der Linken die Leistung und das Engagement von Lastovka in seiner Amtszeit anerkennen. „Zahlreiche Entscheidungen jedoch, die maßgeblich unter seinem Einfluss gefällt wurden, stehen aus Sicht der Linkspartei einer Ehrenbürgerschaft entgegen“, sagte Bernd Buxbaum, Mitglied des Kreisvorstandes der Linken. Buxbaum hatte den Beschluss gegen eine mögliche Ehrenbürgerschaft von Lastovka initiiert.

Lastovka sei bundesweit immer wieder mit seinen Vorstößen zur Privatisierung kommunalen Eigentums bekannt geworden, teilte die Linke mit. Buxbaum erinnerte an den von Lastovka favorisierten Sparkassenverkauf, „der nur durch das entschlossene Eingreifen der damaligen Finanzministerin“ Sigrid Keler, des ehemaligen Innenministers Gottfried Timm (beide SPD) und vieler Stralsunder Bürger habe gestoppt werden können.

„Die strafrechtliche Aufarbeitung des gescheiterten Sparkassenverkaufs wurde durch das Gericht 2012 lediglich wegen krankheitsbedingter Verhandlungsunfähigkeit des ehemaligen Oberbürgermeisters ausgesetzt“, heißt es zudem in einer entsprechenden Mitteilung der Linken.

In dem Beschluss zum Thema Ehrenbürgerschaft für Lastovka, der auf dem Kreisparteitag einstimmig angenommen worden ist, verweisen die Linken zusätzlich auf das geplatzte Multifunktionshallenprojekt, das Lastovka trotz aller Warnungen immer weiter vorangetrieben habe.

Die Diskussion, Lastovka zum Ehrenbürger von Stralsund zu machen, war von dem früheren Chef der CDU-Fraktion in der Stralsunder Bürgerschaft, Torsten Hennig, angestoßen worden (die OZ berichtete).

Hennig hatte anlässlich Lastovkas 70. Geburtstag am 7. August gesagt: „Sein 70. Geburtstag wäre ein guter Anlass, Harald Lastovka als Ehrenbürger vorzuschlagen.“

Linke schlägt gemeinsamen Badrow-Kontrahenten vor
Die Linke will Gespräche mit der SPD und den Grünen über einen gemeinsamen Kandidaten zur Oberbürgermeisterwahl im nächsten Jahr aufnehmen. Dies teilte die Partei gestern mit. Der Herausforderer von CDU-Oberbürgermeister Alexander Badrow müsse unter anderem eine ablehnende Haltung gegenüber der Privatisierung von Einrichtungen der kommunalen Daseinsvorsorge haben und aufgeschlossen gegenüber der vorrangigen Entwicklung bestehender Wohngebiete sein, um den weiteren Flächenverbrauch der Hansestadt Stralsund zu stoppen. Die SPD hatte zuletzt allerdings betont, dass sie derzeit nach einem Kandidaten in den eigenen Reihen suche.

 



Benjamin Fischer

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