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Stralsund Lob und Gebrüll – Kanzlerin Merkel besucht Wahlkreis
Vorpommern Stralsund Lob und Gebrüll – Kanzlerin Merkel besucht Wahlkreis
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05:53 29.02.2016
Der Stralsunder Bürgermeister Alexander Badrow begrüßt Bundeskanzlerin Angela Merkel in Stralsund. Quelle: Andreas Ebel
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Stralsund

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vor Wirtschaftsvertretern Mecklenburg-Vorpommerns um Geduld bei der Aufhebung der EU-Sanktionen gegen Russland gebeten. Die Sanktionen träfen die Wirtschaft zum Teil stark, sagte Merkel beim Jahresempfang des CDU-Wirtschaftsrates am Freitag in Stralsund. Sie könnten aber erst dann aufgehoben werden, wenn die Umsetzung des Minsker Protokolls erreicht sei. Die Friedensordnung der vergangenen 70 Jahre beruhe darauf, dass die territoriale Integrität nicht in Frage gestellt worden sei. Zur Lösung des Konflikts in der Ostukraine hatten im September 2014 in Minsk die ukrainische Führung und die prorussischen Separatisten Friedensschritte vereinbart.

Beim Neujahrsempfang für ihren Wahlkreis am Abend in der Alten Brauerei in Stralsund verteidigte Merkel in ihrer Rede ihre Flüchtlingspolitik und betonte die „große Aufgabe der Integration“. Merkel: „Wir wollen die Zahlen spürbar und nachhaltig reduzieren.“ Ihr Konzept halte sie langfristig für tragfähig. Für ihre Linie gab es viel Zuspruch von Vorpommerns CDU-Basis.

Während des Besuchs der Kanzlerin demonstrierten auf dem Marktplatz vor dem Rathaus Befürworter und Gegner ihrer Politik. Unter ihnen auch zahlreiche Mitglieder und Sympathisanten der AfD und NDP. Im Zuge dessen kam es immer wieder zu lautstarken Auseinandersetzungen zwischen den einzelnen Gruppen. Die Kanzlerin zeigte sich von den Rufen der über 100 „Merkel muss weg“-Demonstranten jedoch völlig unbeeindruckt. Ursprünglich hatten die Veranstalter mit 300 Teilnehmern gerechnet. Etwa 40 Gegendemonstranten waren ebenfalls auf den Alten Markt gekommen.



Steinke, Kay

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