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Stralsund Lutherkirche erhält ein modernes Begegnungszentrum
Vorpommern Stralsund Lutherkirche erhält ein modernes Begegnungszentrum
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00:05 09.06.2016
Die Lutherkirche von innen. Sie wird durch das Bauvorhaben etwa 50 Plätze mehr für Gottesdienstbesucher erhalten. Fotos (2): Jörg Mattern

Die Lutherkirche in der Alten Richtenberger Straße soll mit einem Anbau zu einem Begegnungszentrum in der Tribseer Vorstadt erweitert werden. Derzeit wartet Pastor Reinhart Haack noch auf einen positiven Fördermittelbescheid vom Landesförderinstitut in Schwerin. „Dann kann das Vorhaben noch in diesem Jahr starten“, sagt der Pastor der Luther- Auferstehungsgemeinde.

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Für 1,47 Millionen Euro ist ein Anbau geplant / Soziale Arbeit in der Tribseer Vorstadt soll bereichert werden / Mehr Angebote für junge Familien mit Kindern

Die Hansestadt unterstützt das Projekt. Ihr Ziel hat sie in den Antrag auf Fördermittel aus dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre) hineingeschrieben. Das Projekt dient der „Verbesserung städtischer Infrastruktur im Bereich Soziales sowie zur Sicherung und dem Ausbau der Kultur- und Freizeitangebote“.

Was da in etwas bürokratischem Deutsch daher kommt, erklärt Pastor Haack so: „Wir wollen als Kirchengemeinde da sein für die Menschen an diesem Ort.“ Und da ist die Tribseer Vorstadt eine besondere Gegend in der Hansestadt. Wenig soziale Brennpunkte, viele alte und vor allem neugebaute Einfamilienhäuser und damit auch viele junge Familien im Wohngebiet. „Für sie alle wollen wir Angebote unterbreiten, die Begegnungen ermöglichen und neue Kontakte“, sagt Reinhart Haack.

Die 1937 erbaute Lutherkirche stößt da schon räumlich an ihre Grenzen. Gut 100 Leute können sich im Gottesdienst in die Bänke drängeln. „Im Schnitt ist der Platz sonntags bis zu 70 Prozent ausgelastet“, berichtet der Pastor. Für ihn eine Größe, bei der man überlegen muss anzubauen. Das wird geschehen, das neue Projekt schafft Platz für etwa 50 Gottesdienstbesucher mehr.

Näher bei den Menschen zu sein heißt für die Gemeinde auch, dafür neue Ideen zu entwickeln, neben den klassischen Angeboten wie Lutherstuben-, Konfirmandenarbeit oder Kinder- und Frauenzirkel, Chor und Malkreis...

Getragen wird das von über 50 ehrenamtlich tätigen Gemeindemitgliedern. „Einige von ihnen haben Ideen entwickelt, mit denen wir unsere Arbeit für Familien voranbringen können“, erzählt der Pastor.

„Wir wollen speziell auf das eingehen, was junge Familien mit Kindern heute brauchen.“

Die Lutherkirche selbst braucht dafür erstmal Platz. Den soll der neue Anbau liefern. Mit einer hellen Foyergestaltung, die auf Begegnung ausgelegt ist. Dazu gibt es einen multifunktionalen Veranstaltungsraum, Räume für die Arbeit mit Kindern, ein Büro und sanitäre Anlagen. „Das alles steht Christen wie Nichtchristen offen – allen, die neugierig sind, Hilfe brauchen oder neue Kontakte knüpfen wollen“, betont der Pastor.

Das Projekt wird 1,47 Millionen Euro kosten. 333000 davon trägt die Hansestadt als kommunalen Eigenanteil. Die Kirchengemeinde trägt 142500 Euro dazu bei.

Jörg Mattern

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