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Stralsund Mal eine andere Gangart
Vorpommern Stralsund Mal eine andere Gangart
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00:00 04.10.2016

Turniere sind hier ja schon fast Tradition, aber zum Hestadagar, einen Pferdetag, wie er auf Island gefeiert wird, laden Josephine von der Waydbrink, Chefin des gleichnamigen Gestüts in Viersdorf, und Elisabeth Baranowski vom Islandpferdereiter- und Züchterverein IPZV Ostseeküste, nicht alle Tage ein. Am Hestadagar können Freizeitreiter prickelnde Turnierluft bei Wettbewerben mit verstärktem Spaßfaktor schnuppern. Da darf beim Kreativ-Dreigang auch im Tigerkostüm oder wie von Gewinnerin Miriam Lucht im kleinen Schwarzen aufgaloppiert werden, während beim Viersdorfer Triathlon neben Tölt vom Pferd und Trab vom Reiter auch Geschick beim Schubkarrenslalom abgefragt wird. „Im Vordergrund steht die Harmonie zwischen Pferd und Reiter“, erklärt Elisabeth Baranowski.

Natürlich wird bei allem Spaß das korrekte Reiten bewertet, also fließende Übergänge, reiner Takt, gelungene Verstärkung und natürlich der richtige Gang. Manuela Jokisch aus Rostock und Sandra Hoff aus Berlin fungierten als Richterinnen. Es komme auf das harmonische Gesamtbild an, jede Gangart werde einzeln mit Punkten bewertet, Taktreinheit sei wichtig, aber auch die Geschicklichkeit bei der Korrektur von Fehlern wirke sich positiv aus, erklären sie vor dem Viergang-Wettbewerb, in dem die Teilnehmer ihre Pferde nach Ansage einige Runden in Tölt, Trab, Schritt und Galopp präsentierten.

„Die laufen ja so anders“, bemerkte einer der mehreren hundert Besucher, die am Sonntag die charmanten Kleinpferde in Aktion erleben wollten. „Ja, das ist Tölt“, folgte die sofortige Aufklärung, eine Spezialität der Isländer, die neben Schritt, Trab und Galopp auch die Gangarten Tölt und Pass beherrschen. Der Tölt ist für Reiter besonders angenehm, weil erschütterungsarm und trotzdem schnell.

Entsprechend viele Wettbewerbe drehten sich um diesen Gang, wie Kindertölt, Tölt ohne Zügel, Tölt in Harmony, den übrigens Frank Plich aus Rostock, einziger Mann im gesamten Starterfeld, für sich entschied. Und natürlich der „Tequila-Tölt“, bei dem ein mit Hoch- oder Nullprozentigem gut gefülltes Glas möglichst schnell über die Runde gerettet wird. Im Ziel entscheiden der Pegel im Glas und die gerittene Geschwindigkeit.

Zwischen den Wettbewerben durften die jüngeren Gäste beim geführten Ponyreiten den Geschicklichkeitsparcours testen oder sich beim Schminken in zauberhafte Elfen verwandeln. Bratwurst und Waffeln fanden reißenden Absatz. Gekörte Junghengste des Gestüts beeindruckten die Gäste mit ihrem Temperament und ihrer Gelassenheit zugleich.

Susanne Retzlaff

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