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Malender Zahnarzt zeigt Bilder in seiner alten Heimat Stralsund

Stralsund Malender Zahnarzt zeigt Bilder in seiner alten Heimat Stralsund

Michael Haack eröffnet Ausstellung in der Galerie Stabenow – mit Landschaften und Hommage an Manfred Krug

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Der gebürtige Stralsunder Michael Haack (65) zeigt seine Bilder in der Galerie Stabenow.

Quelle: Christian Rödel

Stralsund. Es ist schon ein paar Jahrzehnte her, dass Stralsunder Kinder noch in der Frauenklinik von Dr. Brinkmeyer am Jungfernstieg geboren wurden. „Ich bin dort zu Pfingsten 1951 auf die Welt gekommen und später mit meinen beiden Schwestern in der Teichstraße, die heute Friedrich-Engels-Straße heißt, an der Ecke Waldstraße, heute Dr.-Wilhelm-Külz-Straße, aufgewachsen“, erzählte der ehemalige Stralsunder Michael Haack zur Eröffnung seiner Ausstellung in der Galerie Stabenow.

Der 65-jährige in Hamburg als praktizierender Zahnarzt tätige Freizeitkünstler bezeichnete seine erste Stralsunder Ausstellung als „schönes Heimspiel“. Die Kunst von Michael Haack ist mindestens genauso spannend wie seine Vita und die Familiengeschichte der Haacks. Ein großes Unikum muss Haacks Vater gewesen sein, der als Pauker – oder besser als Fachlehrer für Mathe und Physik – bis Anfang der 70er-Jahre an der Hansa-Oberschule tätig war. Er wurde seinerzeit als „Pussi-Haack“ bezeichnet, und viele ältere Stralsunder konnten sich während der Ausstellungseröffnung noch an ihren ehemaligen Lehrer erinnern.

Das Abitur legte Haack an der Hansa-Oberschule 1969 ab und musste wenig später seine „NVA-Zwangswehrpflicht“ in Prosa ableisten, bevor er 18 Monate später in Greifswald sein Zahnmedizin-Studium aufnahm. „Die Beschäftigung mit der Malerei und dem Zeichnen hat mich zeitlebens begleitet, und in Stralsund, auf Rügen, Hiddensee und dem Darß habe ich meine Motive gefunden“, so Haack, der im Februar 1989 von Ostberlin in den Westen geflüchtet war.

Ein Ausstellungsbild, das den Darßer Weststrand zeigt und den Titel „Gefangen“ trägt, lässt erahnen, was Haack, der dieses Bild als Materialisierung eines Schlüsselerlebnisses bezeichnet, seinerzeit gefühlt hat. „Die Welt endete für uns damals am Horizont“, kommentierte er dieses Bild nur knapp. Ein anderes Bild heißt „Der große Horcher“. Im Pop-Art-Style hat Haack eine Hommage an Manfred Krug geschaffen, die von ihm nach dem Krug-Song „Nachts, ich träume düster“ bezeichnet wurde.

Doch so politisch aufgeladen sind längst nicht alle Arbeiten von Michael Haack, der in seiner Exposition „Gestaltete Wahrnehmung“ auch einfach nur die Schönheit der Küstenlandschaft einfing.

Die Ausstellung im Wintergarten und im Keller des Stabenow-Geschäftes steht zu den üblichen Ladenöffnungszeiten für Interessierte offen.

Christian Rödel

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