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Maritime Karte soll ein Trumpf bleiben

Stralsund Maritime Karte soll ein Trumpf bleiben

Erlebniszentrum in der Frankenvorstadt mit Kinderwerft und vielen Projekten ist ein beliebter Treffpunkt.

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Bei Ausflügen des Maritimen Zentrums Frankenvorstadt genießen die Jugendlichen auch Segeltouren mit einem Kutter. Zum perfekten Tag gehört dann noch ein Picknick am Strand dazu.

Quelle: Fotos: Miriam Weber, Maritimes Zentrum

Stralsund. Es lag auf der Hand, das Maritime Zentrum in der Frankenvorstadt anzusiedeln. „Dieser Stadtteil ist durch Maritimes geprägt“, sagt Sozialpädagoge Jörn Pardeyke.

Bootswerften, der Flotthafen und andere Firmen sind dort angesiedelt. In der Reiferbahn lebten früher die Werftarbeiter.

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Wir wollen hier nichts vorgeben, dass an der Masse vorbei geht, sondern sind für die Ideen der Anwohner offen.“Jörn Pardeyke, Sozialpädagoge

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„Unser Ziel ist es, das maritime Bewusstsein der Bürger wieder zu fördern“, erklärt Projektleiter Martin Gruel. Die Mitarbeiter des bei der Wirtschaftsförderung der Stadt angesiedelten Projektes haben sich eine Menge einfallen lassen. Dazu gehört die Kinder- und Jugendwerft, die sich großer Beliebtheit erfreut. Gemeinsam mit Bootsbaumeister Philipp Schaich arbeiten Mädchen und Jungen an einer Jolle, die im kommenden Jahr auch schwimmen soll.

Für die Kinder und Jugendlichen aus dem Wohngebiet und den Schulen in der Frankenvorstadt gibt es darüber hinaus ein breit gefächertes Angebot. Mechthild Helms bietet Jugendberufshilfe an. Dort übt sie mit Schülern Vorstellungsgespräche und schriftliche Bewerbungen. Außerdem ist die Jugendfirma beim Maritimen Zentrum angesiedelt. Ein Projekt, geleitet von Burkhard Rummler, das Jugendlichen ohne Abschluss helfen soll, in einen Berufsalltag zu finden. „Dort sollen sie Struktur erfahren, lernen, pünktlich zu kommen und das Gefühl haben, selbst etwas zu schaffen“, erklärt Gruel. Vor allem handwerkliche Arbeiten stehen auf dem Programm.

„Natürlich arbeiten wir auch eng mit dem Schulzentrum am Sund und der Jona-Schule zusammen“, sagt Jörn Pardeyke. Modellbau- und Segelkurse werden sowohl im Wahlpflichtunterricht als auch im Rahmen der Ganztagsschule angeboten. „In diesem Jahr machen wir am Schulzentrum gemeinsame Sache mit dem Medienpädagogen Stefan Koeck und werden einen Film drehen“, sagt er.

Die Hauptanlaufstelle des Zentrums, das ein Modellvorhaben des Bund-Länder-Programmes „Soziale Stadt“ ist, befindet sich im Großen Diebsteig 3, also mitten in der Frankenvorstadt. „Mit den zahlreichen Projekten zeigen wir, dass Stralsund und besonders das Maritime durchaus eine berufliche Zukunft bieten können“, erklärt Martin Gruel. „Wir wollen aber ein Treffpunkt für alle sein“, sagt Jörn Pardeyke, auch für die Anwohner.“ Derzeit ist man dabei, einen Raum zum Nachbarschaftszentrum herzurichten, als Treffpunkt für Gespräche, Café, Beratungsstelle. Vorstellbar sei, dass das Spielmobil den Raum im Winter nutzen kann oder das Kleewerk vom Verbund für soziale Projekte.

„Wir sind offen für die Ideen von Anwohnern, möchten nichts vorgeben, was an der Masse vorbei geht“, betont Jörn Pardeyke. „Außerdem freuen wir uns über jeden, der sich ehrenamtlich engagieren möchte.“ So wie Thomas Zipperling, der seit Anfang April dabei ist und Jugendliche beim Modellbau unterstützt. „Zum einen ist es schön, dass der eigene Tag wieder Struktur bekommt, zum anderen macht die Arbeit mit den jungen Leuten Spaß“, sagt der 50-Jährige. Viel Lob erntete er kürzlich für die Reparatur der schwimmenden Schwäne für den „Bürgergarten“.

Jörn Pardeyke und Martin Gruel ist klar, dass es nicht ohne die vielen Kooperationspartner funktionieren würde. „Wir freuen uns darüber, dass wir gut mit allen anderen angesiedelten Institutionen zusammenarbeiten“, sagt Pardeyke. „Wir sind hier keine Konkurrenten, sondern ziehen im Stadtteil Frankenvorstadt alle an einem Strang.“

Die beiden Verantwortlichen hoffen, das so nachhaltig zu tun, dass es für die Zeit nach dem Projektende am 31. Dezember 2014 eine Perspektive für das Maritime Zentrum Frankenvorstadt geben wird.

 

 

Miriam Weber

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