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Stralsund Marode Grabkapelle: Notsicherung startet heute
Vorpommern Stralsund Marode Grabkapelle: Notsicherung startet heute
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00:00 25.06.2018
Stralsund

Heute beginnen auf dem Stralsunder St. Jürgen Friedhof dringend notwendige Arbeiten zur Notsicherung einer Grabkapelle, die sich nach Auskunft der Stadtverwaltung in einem dramatisch schlechten Zustand befindet. Fehlende Dächer über den Gewölben haben zu starken Feuchtigkeitsschäden geführt, das Gewölbemauerwerk ist ebenfalls bereits geschädigt.

Von Pflanzen überwuchert: die Grabkapelle auf dem St. Jürgen Friedhof.

Mit dieser Notsicherung soll ein weiteres Eindringen von Nässe in das Gebäude verhindert werden. Notdächer mit ausreichenden Dachüberständen über die Außenwände und die Schaufassade sollen sicherstellen, dass eine kontrollierte Wasserableitung oberhalb der Gewölbe erfolgt.

Den bereits starken Pflanzenbewuchs kürzt eine beauftragte Firma behutsam ein, Schutt und Abfall werden aus der Kapelle entfernt. Aufgabe ist es zudem, den Zugang, Teile der Giebelflächen des Dachstuhls, der Seitendächer, die Fehlstelle im Gewölbemauerwerk sowie vorhandene obere Öffnungen zu verschließen. Die Gesamtkosten für die Sicherung belaufen sich auf 48000 Euro. Fast 16

000 Euro davon trägt das Land.

Die Kapelle ist mit etwa vier mal acht Metern die größte Grabkapelle auf dem Friedhof St. Jürgen. Sie besitzt als einzige eine Schaufassade aus rotem Sandstein im Stil der spätgotischen Kathedralarchitektur Frankreichs. Mit dieser aufwändig gestalteten Schaufassade stellt die Grabkapelle ein bemerkenswertes Beispiel neogotischer Grabarchitektur in Vorpommern dar. Errichtet wurde die Grabkapelle der Schwestern Rieger und der Familie Brasch nach 1870. Der Baumeister ist nicht überliefert.

OZ

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