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Stralsund Mathias Schuck geht als Trainer neue Wege
Vorpommern Stralsund Mathias Schuck geht als Trainer neue Wege
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00:23 13.06.2018
Kümmern sich um den Ringernachwuchs in Grimmen: Trainer Ingo Pietrzyk, Ringer-Urgestein Günther Meier und Trainer Mathias Schuck (v.l.).
Grimmen

Mathias Schuck hat eine Lücke gefüllt. Als der erfahrene Mixed-Martial-Arts-Kämpfer und Ringer in Grimmen einen Sportverein gründete, traf das den Nerv der Menschen. „Dass wir hier wieder Ringen sowie Kickboxen und andere Kampfsportarten anbieten, das finden die Leute gut“, sagt Schuck.

Beim Jubiläum des Energy Sportstudios von Mathias Schuck durften die Ringer ihr Können vor Publikum zeigen. Quelle: Fotos: Privat

Der Verein

Athletic Energy Grimmen

☎ 038326/ 456292,

E-Mail: athleticenergy-grimmen@web.de

Ringen:

Gruppe I 5-7 Jahre (Mo/Mi 15 bis 17 Uhr) Gruppe II 8 - 13 Jahre (Di 15 bis 16.30 Uhr und Fr 15 bis 17 Uhr)

Seit September 2017 können Kinder und Jugendliche beim Verein Athletic Energy Grimmen die neuen Sportarten ausprobieren – wobei die Kampfsportarten erst ab 14 Jahren angeboten werden. Schuck will alte Traditionen wieder aufleben lassen. Und der Zuspruch ist groß. „Wir haben etwa 70 Mitglieder, 40 davon kommen zum Ringen“, erklärt der Trainer. Auch sechs Mädchen sind dabei. Stetig werden es mehr. Die Athleten kommen aus Grimmen, Tribsees, Loitz und dem Umland. Mittlerweile gibt es vier Trainingsgruppen für das Ringen. „Es freut mich, dass die Kinder Spaß am Sport haben“, erklärt Schuck, für den die Trainer-Rolle noch neu ist. „Da muss ich erst reinwachsen. Es ist eine völlig andere Situation, jetzt mein Wissen weiterzugeben.“

Unterstützung erhält der Grimmener MMA-Kämpfer unter anderem von Ingo Pietrzyk, der die Sportler ebenfalls trainiert. „Und mein ehemaliger Coach Günther Meier schaut ab und zu beim Training vorbei“, erzählt Schuck. „Wenn er da ist und vom Ringen spricht, springt der Funke bei den Kleinen sofort über. Das ist toll“, sagt der 37-Jährige.

Bei einem kleinen Auftritt durften die jungen Ringer schon zeigen, was sie in den vergangenen Monaten gelernt haben. „Zum zehnjährigen Bestehen meines Sportstudios gab es eine Vorführung. Dass so viele Familien und Zuschauer kommen würden, damit hatte ich nicht gerechnet. Der ganze Platz war voll“, sagt Mathias Schuck. Die Kinder zeigten Ringerbrücken, Rollen und erste Kampfansätze. „Wir bringen den Kindern bei, dass Ringen kein Spiel, sondern eben ein Kampf ist – auch wenn im Training natürlich vieles spielerisch erlernt wird.“

Trainiert wird übrigens im Kursraum des Energy Sportstudios. Boxsäcke hängen an den Seiten, Ringermatten liegen auf dem Boden. Auf lange Sicht möchte Mathias Schuck Verein und Studio trennen. „Wir stoßen bald an die Kapazitätsgrenze des Raums. Immerhin gibt es im Verein auch Rehasport, und die Sportkurse vom Studio finden ebenfalls hier statt“, erklärt er.

Sein Vorhaben: eine etwa 100 Quadratmeter große Halle mit eigenem Umkleidebereich bauen. „Alles, was mit dem Verein zu tun hat, soll dort stattfinden.“ Da das Projekt aber zu großen Teilen in Eigenarbeit umgesetzt werden soll, wird es eine Weile dauern, bis das Gebäude steht. „Es wäre schön, wenn in zwei Jahren alles fertig ist“, so Schuck. Bis es soweit ist, wird nach dem Motto „Platz ist auch in der kleinsten Hütte“ weitergearbeitet.

Derzeit bereiten sich die jungen Sportler auf ihren ersten Wettbewerb vor. Im Rahmen der Kreiskinder- und Jugend-Sportspiele sind die Trebelstädter am Sund bei Eckhard Wallmuth und dem FSV Stralsund zu Gast. „Für einige wird es am 6. Juli die ersten Kämpfe geben, für andere stehen Athletik- Tests an“, erklärt Trainer Schuck. Die jungen Sportler freuen sich schon auf die Bewährungsprobe. „

Sie wollen kämpfen, das merkt man. Und ich bin auch schon aufgeregt, wenn ich daran denke“, gibt der Grimmener, der selbst im Alter von sechs Jahren mit dem Ringen begann, zu.

Manuela Wilk

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