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Stralsund Matthias Kirschnereit zu Gast am Sund
Vorpommern Stralsund Matthias Kirschnereit zu Gast am Sund
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09:00 27.11.2018
Matthias Kirschnereit gibt nach der Stunde "Rhapsody in school" in der Hermann-Burmeister-Schule Autogramme für Lea Schubert (r.) und Lena Jüdes (2.v.r.) Quelle: Miriam Weber
Stralsund

„Ich hab mir ein Autogramm geben lassen“, Lea Schubert und ist begeistert. Die 13-Jährige gehörte zu den 50 Mädchen und Jungen, die bei einer ganz besonderen Musikstunde dabei sein durften. Star-Pianist Matthias Kirschnereit gab sich an der Hermann-Burmeister-Schule die Ehre. Allerdings nicht das erste Mal. In der Reihe „Rhapsody in school“ hatte der Wahlhamburger die Schule schon einmal besucht. „Das ist sozusagen fast ein Heimspiel für mich“, sagt Kirschnereit und spielt darauf an, dass er bereits des Öfteren für Konzerte mit dem Philharmonischen Orchester des Theaters Vorpommern an den Sund gereist ist.

Musiker hautnah

Das Projekt „Rhapsody in school“ bringt Stars der Klassik-Szene in Schulen. Die Künstler besuchen Schüler, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen und natürlich, um Musik vorzuspielen. Für Matthias Kirschnereit sind diese Stunden immer etwas Besonderes. „Weil ich selbst neugierig auf die Kinder bin“, erklärt er. „Welche Musik hören sie? Kennen sie klassische Musik?“ Als er vor einigen Jahren angesprochen wurde, bei „Rhapsody in school“ dabei zu sein, habe er nicht lange überlegen müssen. „Das ist eine großartige Idee und ich habe tolle Erfahrungen gemacht.“ Nicht zuletzt sei diese Stunde auch für die Kinder und Jugendlichen Abwechslung vom normalen Schulalltag und sie lernen etwas über Musik und Komponisten. „Wenn dann auch noch etwas bei ihnen hängen bleibt, haben wir doch unser Ziel erreicht.“

Frei, aber einsam

Für die Stunde in Stralsund hatte sich der Pianist überlegt, den Kindern etwas über Johannes Brahms, „einer meiner Lieblingskomponisten“, zu erzählen und ihnen natürlich etwas vorzuspielen. Die Sechst- bis Zehntklässler erfuhren auf unterhaltsame Art und Weise, dass Brahms ein ganz schöner Eigenbrötler war, der sich ganz und gar der Musik verschrieben hatte. „Sein Lebensmotto war ,Frei, aber einsam’“, verriet Kirschnereit.

Fragen über Fragen

Aber es galt längst nicht nur, zuzuhören. Nachdem Matthias Kirschnereit die Jugendlichen selbst mit Fragen gelöchert hatte, durften sie auch nachhaken – und das machten sie reichlich. Auf die Frage, ob es denn ein Lieblingsstück für ihn gebe, musste der Pianist erst einmal überlegen. „Eigentlich gibt es gar nicht das eine Stück, das ich besonders liebe, sondern meistens ist es das, das ich gerade spiele.“ Spannendes erfuhren die Schüler aus der Vita Matthias Kirschnereits. Zwar hatte er bereits mit fünf Jahren begonnen, Klavier zu spielen, aber zwischen seinem 9. und 12. Lebensjahr nahm er gar keinen Unterricht, denn in diesem Zeitraum lebte die Familie in Afrika. Erst mit seinem Rückzug nach Deutschland mit 14 Jahren, fing er wieder ernsthaft mit dem Üben.

Zu seinen Lieblingskonzerten fiel ihm übrigens auch gleich wieder Afrika ein. „Wir waren in Malawi und spielten dort an der ersten Uni des Landes vor 1500 jungen Studenten Mozart. Sie hatten vorher gar keinen Kontakt zur klassischen Musik und waren so begeistert, dass sie zwischendurch fast ausgeflippt sind. Das war eine so schöne, herzliche Reaktion, an die ich mich immer wieder gern erinnere.“

Ein geplantes Quiz musste spontan geändert werden – zumindest als es um den Sieger ging. Eigentlich wollte Matthias Kirschnereit seine aktuelle CD, mit Werken Brahms, verlosen. Aber es gab zu viele Gewinner, also ging die CD einfach an die Schule, sodass alle etwas von der Musik haben

Eine gelungene Stunde

Die Schüler jedenfalls waren sich einig: „Es hat mir richtig gut gefallen, so etwas wünsche ich mir öfter“, sagt die 14-jährige Lena Jüdes. Das bekräftigte auch Lilly Aster: „Es war toll, dass er hier war“, sagt die Zwölfjährige.

Miriam Weber

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