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Stralsund Mehr Gäste – mehr Umsatz: Greifswald setzt auf Tourismus
Vorpommern Stralsund Mehr Gäste – mehr Umsatz: Greifswald setzt auf Tourismus
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00:00 26.10.2016

Städtetourismus liegt deutschlandweit im Trend. Experten gehen von einem durchschnittlichen Bruttoumsatz von rund 120 Euro je Tag und Tourist aus.

Vom Städtetourismus soll die Greifswalder Wirtschaft künftig noch mehr profitieren. Darum wurde das Tourismuskonzept erneuert. Das zugehörige Papier soll das Stadtparlament im November beschließen.

Im Fokus stehen fünf Handlungsfelder: Eldena/Wieck, der Museumshafen und die dortige touristische Infrastruktur, Jugend-, Kultur- und maritimer Tourismus als eigenständiges Produkt sowie der Kongresstourismus. Der Wirtschaftsausschuss hat das Papier ergänzt und zum Beispiel den Radtourismus in seiner Bedeutung für die Zukunft aufgewertet. „Nun muss der Oberbürgermeister dafür sorgen, dass die Stadt Geld in die Hand nimmt und Personal einstellt, um die Ideen mit Leben zu erfüllen“, betont der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses, Milos Rodatos (parteilos).

Bei einer Gästebefragung punktet Greifswald vor allem mit Altstadt, Backsteingotik, Marktplatz, Hafen, dem Fischerdorf Wieck, mit seinem maritimem Flair und seiner Atmosphäre. Gute Noten bekamen übrigens auch das Pommersche Landesmuseum und das Caspar-David-Friedrich-Zentrum. Minuspunkte geben die Touristen für die Parksituation, fehlende öffentliche Toiletten, schlechte Radwege und die Einzelhandelssituation, das heißt Angebote und Öffnungszeiten. Insgesamt lag die Gästezufriedenheit auf mecklenburg-vorpommerschem Durchschnittsniveau, das ist die Note 1,8.

„Wir waren 2014 an einem Tiefpunkt angelangt“, schilderte Abteilungsleiter Fabian Feldt in einer aktuellen Stunde der Bürgerschaft die Ausgangslage. Greifswald lag vor zwei Jahren bei den Übernachtungen nur noch auf Rang 138 des deutschen Rankings, die Stadt war seit 2009 um 23 Plätze abgerutscht. Dass es 2015 wieder aufwärts ging, 15 Prozent mehr Übernachtungen erreicht wurden, führt Feldt unter anderem auf ein verbessertes Stadtmarketing und die Eröffnung des Campingplatzes „An der Dänischen Wiek“ zurück. Fast jeder vierte Gast übernachtete dort, Tendenz steigend. Für Axel Hochschild (CDU) ist der Erhalt des Campingplatzes daher äußerst wichtig. Er plädiert für den Verkauf der städtischen Fläche auf dem Platz (die OZ berichtete).

„Ein großes Thema für die Verbesserung der Infrastruktur ist eine Außenstelle der Stadtinformation in Wieck“, sagte Feldt. Als zweites nannte er eine Flaniermeile vom Museumshafen Richtung Wieck im Zusammenhang mit der geplanten Bebauung der Wasserseite zwischen der Marienstraße und der Straße An den Wurthen. Im Fokus steht ebenfalls die Erweiterung der Hotelbettenkapazität in Greifswald, auch mit Blick auf den Tagungstourismus. Darum werde weiter für ein Hotel auf einer Freifläche am Hansering geworben.

Milos Rodatos sprach sich für einen Masterplan zur Entwicklung von Eldena und Wieck aus. Die Südmole, der Sommerliegeplatz der „Greif“, sollte dabei ein Schwerpunkt sein, fordert auch Wolfgang Jochens (CDU). Rodatos plädierte zudem für die Einrichtung eines Büros für den Kongress- und Tagungstourismus, um Komplettangebote zu entwickeln. Rostock habe damit gute Erfahrungen gemacht.

Cornelia Meerkatz und Eckhard Oberdörfer

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