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Stralsund Mehr Platz für Kreuzfahrer im Hafen
Vorpommern Stralsund Mehr Platz für Kreuzfahrer im Hafen
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11:12 11.04.2013
Die Karte zeigt die Stelle im Hafen, wo der neue Liegeplatz für Flusskreuzfahrer und Großsegler entstehen soll.

Peter Fürst hat positive Tendenzen im Bereich des maritimen Tourismus am Strelasund ausgemacht. Wie Stralsunds Wirtschaftsförderer am Dienstagabend vor dem Finanzausschuss der Bürgerschaft berichtete, führt die wachsende Zahl an Seglern und Flusskreuzfahrtschiffen in Stoßzeiten zu Engpässen im Stadthafen. Die Hansestadt hat daher Fördermittel für den Bau eines Liegeplatzes für Flusskreuzfahrer und Großsegler sowie eines Wasserwanderrastplatzes beantragt. Viel Platz für einen Neubau ist im Hafen nicht. Deshalb richtete sich das Augenmerk auf die Ostmole. Sie wird derzeit vom Verein Wassersportzentrum Dänholm-Nord genutzt, der im Schutz der Mole bereits 300 Liegeplätze für Segler betreibt.

Mit der Molensanierung und dem Anbau eines 90 Meter langen Anlegers für Kreuzfahrer sieht Peter Fürst mehrere Fliegen mit eine Klappe geschlagen. „Zum einen wird der zusätzliche Bedarf durch die Erweiterung abgedeckt. Zum anderen führt die Molensanierung zu einem verbesserten Schutz der Liegeplätze vor Wind und Wellenschlag.“ Neben dem Wassersportzentrum hat sich die Hansestadt das Wasser- und Schifffahrtsamt als Eigentümer der Molenanlage mit ins Boot geholt.

Beide Partner beteiligen sich an den Kosten. So schießt der Verein nicht nur 300 000 Euro dazu, sondern wird die Anlage später auch betreiben. Das Amt will die Sanierung mit 340 000 Euro unterstützen. Entsprechende Verträge sichern diese Beteiligungen ab. Insgesamt soll das Vorhaben 5,4 Millionen Euro kosten. Angenehmer Nebeneffekt: „Für die Hansestadt entstehen durch diese Variante gar keine Kosten“, erklärte der Wirtschaftsförderer vor dem Ausschuss.

Dessen Mitglieder hörten die Botschaft wohl, hatten allerdings einige Fragen. „Was ist, wenn nicht förderfähige Kosten in dem Bewilligungsbescheid auftauchen?“, wollte Tino Borchert vom Forum Kommunalpolitik wissen. „Wir haben das Projekt so gestaltet, das möglichst alles gestützt werden kann“, erklärte Fürst und verwies darauf, das man unter anderem auf zusätzliche sanitäre Anlagen verzichtet habe, stattdessen auf vorhandene des Wassersportzentrums zurückgreifen will. Sollten doch finanzielle Belastungen auf die Stadt zukommen, müsse man einfach noch mal neu überlegen. Ohne Fördermittel könne das Projekt jedenfalls nicht realisiert werden.

Kurt Pagels (SPD) ließ sich noch einmal Details aus dem geplanten Bauablauf erläutern. So sollen im Zuge der Sanierung die verrosteten Spundwände bis zur Wasserlinie abgetrennt und die Mole mit Betonfertigteilen neu aufgebaut werden. Die Anleger-Erweiterung werde schwimmend ausgeführt mit einer Höhe von etwa 40 Zentimetern über der Wasserlinie, damit paddelnde Wasserwanderer die Chance haben, ihre Boote verlassen zu können.

Auf die Lage des neuen Kreuzfahrtanlegers machte Siegfried Schefter (CDU/FDP) aufmerksam: „Im Gegensatz zu den Liegeplätzen vorm Ozeaneum haben die Passagiere vom Dänholm aus einen weiten Weg in die Stadt.“ Auch das scheint für die Stadtverwaltung kein Problem zu sein. Der neue Anlieger werde bewusst auch Ausweichmöglichkeit sein, etwa wenn Havaristen repariert werden müssten. Die dann vorm Ozeaneum Platz machen können. Zudem kooperieren viele Kreuzfahrtreedereien mit Busunternehmen, die Passagiere zu Ausflügen ins Hinterland bringen. „Warum dann nicht auch in die Altstadt?“, so Fürst.

Marina gut ausgelastet
Der Bootstourismus boomt am Strelasund.

13 000 Passagiere kamen im vergangenen Jahr auf Flusskreuzfahrtschiffen in die Hansestadt.

93 Anläufe von Kreuzfahrern registrierten die Statistiker 2012 am Sund.

Insgesamt haben etwa 160 000 Reisende den Hafen im vergangenen Jahr genutzt.

24 000 Gäste nutzten die City Marina an der Nordmole.

Jörg Mattern

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