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Mehr Tempo für schnelles Internet

Stralsund Mehr Tempo für schnelles Internet

Wenn er den Kopf frei bekommen will, setzt er sich aufs Fahrrad und tritt kräftig in die Pedalen.

Stralsund. Wenn er den Kopf frei bekommen will, setzt er sich aufs Fahrrad und tritt kräftig in die Pedalen. Erheblich mehr Tempo sollte auch beim Ausbau des schnellen Internets gemacht werden, findet der Landtagskandidat der FDP, Thoralf Pieper.

Dass es hier immer noch hakt, merkt der Inhaber des Geschäftes „PC Spezialist“ täglich bei seiner Arbeit. „Vor allem im Speckgürtel ist es eine Katastrophe. Moderne Dienste sind nicht nutzbar. Es kann nicht sein, wenn zum Beispiel ein Architekt Änderungen von Plänen von der Baustelle ins Büro schicken will, dass die Übertragung Stunden dauert“, beschreibt Pieper Alltagserfahrungen. Was ihn ärgert: „Der Breitbandausbau wird jetzt mit der Technologie von vorgestern anstatt mit der von übermorgen vorangetrieben. In Kürze werden wir feststellen, dass wir wieder hinterherhinken“, sagt der gelernte Nachrichtentechniker. „Hier ist ein Umdenken erforderlich. Wir brauchen die gleiche Infrastruktur für IT-Netze wie für Straßen, Wasser und Gas. Das ist eine entscheidende Voraussetzung für mehr Wirtschaftsansiedlung“, findet der 49-Jährige. Auch in Sachen innerer Sicherheit laufe einiges falsch. „Die Umorganisation der Polizei wird auf dem Rücken der Leute ausgetragen. Die Polizisten verbringen oft Stunden im Auto, um zur Zentrale nach Anklam zu kommen. Das geht so nicht. Es fehlt der richtige Schritt danach“, sagt Pieper, der in der Bürgerschaft sitzt, Mitglied des Finanzausschusses ist und den zeitweiligen Ausschuss zur Theaterreform leitet.

„Sich einmischen, um etwas zu verändern“, das ist für den Familienvater und Opa von fünf Enkeln die Triebfeder für sein politisches Engagement. Und auch wenn die FDP nur „eine kleine Truppe“ ist, fühlt er sich genau dort gut aufgehoben. „Wir sind vielleicht so etwas wie die Gallier, sehen das eine oder andere völlig anders“, sagt der Mann, der bis zur Wende eine Offizierslaufbahn eingeschlagen hatte. Nach einem Zwischenspiel in Rostock zog es den gebürtigen Hansestädter 1999 wieder nach Stralsund. Zurück in seine Heimat. Marlies Walther

OZ

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