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Sonderausstellung im Meeresmuseum lädt an fünf Stationen dazu ein, die Welt der Ozeane besser kennenzulernen.

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Karl Luca Reske, Tara Nicolaus, Laura Witt und Linus Kuven (v. l.) an einer analogen Spielstation der Sonderausstellung. FOTOS (4): MIRIAM WEBER

Stralsund. Ein Albatros und eine Meeresschildkröte sind tot! Das ist ein Fall für Detektive wie Felix Carstens und seine Mitschülerinnen Martha Scheffler und Leonie Schumacher. Die Sechstklässler vom Schulzentrum am Sund machen sich mit Museumspädagogin Eva Klooth auf die Suche nach den Ursachen für den Tod der Tiere, arbeiten sich durch Fallakten, Kartenmaterial und Fotos.

OZ-Bild

Sonderausstellung im Meeresmuseum lädt an fünf Stationen dazu ein, die Welt der Ozeane besser kennenzulernen.

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Das Detektivspiel ist Teil der Sonderausstellung „Ab ins Meer – Wer schützt, gewinnt“, die derzeit im Stralsunder Meeresmuseum Station macht. An fünf verschiedenen Stationen sollen Kinder und Jugendliche spielerisch mehr über Klimawandel, Vermüllung und Überfischung der Ozeane erfahren. Das Spielerische ist durchaus wörtlich zu nehmen, denn jede Station der Ausstellung ist ein Spiel, an dem die Besucher mit- oder gegeneinander um den Umgang mit den Meeren spielen. Mit jeweils bis zu sechs Teilnehmern wird an zwei Multitouch-Stationen, zwei analogen Spieltischen und einem Labor gezockt und gerätselt.

Dabei hat jede Station ein anderes Thema. Paul Lukas Gundlach vom Schulzentrum am Sund lässt sich von Sophie Eichler von der Museumspädagogik gerade erklären, was es mit der Spielstation zum Klimawandel auf sich hat. „Dabei geht es um die Folgen der Ozeanversauerung und Wassererwärmung in den Meeren“, erklärt Sophie Eichler. „Das Spiel hat ein bisschen was von Domino, die Steine müssen zueinander passen.“

Um die Artenvielfalt der Meere zu erforschen, gehen die Spieler mit Robotern auf Tauchfahrt, und echte Zocker sind beim Erhalt der Miesmuschel-Bänke gefragt. Dabei spielen zwei Teams gegeneinander.

Jedes möchte ein möglichst großes Miesmuschel-Areal aufbauen und es gegen Fressfeinde und Vermüllung schützen, die von der gegnerischen Mannschaft losgeschickt werden.

Yvonne Leonard vom Verein Neues Universum Berlin ist verantwortlich für die Idee und Umsetzung der Ausstellung. „Wir zeigen damit deutlich, dass die Meere und die Ozeane krank sind. Klimawandel, Vermüllung und Überfischung setzen ihnen zu“, erklärt sie. „Ab ins Meer – Wer schützt, gewinnt“ lade junge Besucher ein, die Wunderwelt der Meere und Ozeane spielerisch kennenzulernen, sie zu schützen und nachhaltig zu erhalten. Museumsdirektor Harald Benke sieht in dem ungewöhnlichen Format einen zeitgemäßen Weg für das Haus, um naturwissenschaftliche Forschung ansprechend zu vermitteln.

Denn immerhin bedecken Meere und Ozeane die Erdoberfläche zu über 70 Prozent und bilden den Lebensraum, der noch lange nicht erforscht ist, von Millionen Arten. Fakt ist jedoch, dass das empfindliche Ökosystem leidet und es höchste Zeit ist, sein eigenes Handeln zu hinterfragen. Die Ausstellung kann ein Anfang dafür sein.

Bei Karl Luca Reske, Tara Nicolaus, Laura Witt und Linus Kuven stehen an der Fischfang-Station und machen sich gemeinsam Gedanken über die Überfischung. Denn wer im Spiel zu gierig ist, der verliert.

Dass das am Ende auch in der Realität so aussehen könnte, ist dem Quartett klar. Denn Uwe Krumme, stellvertretender Leiter des Thünen-Instituts für Ostseefischerei Rostock, erklärt, dass das Prinzip Nachhaltigkeit simpel ist: „Man darf nur so viel entnehmen, wie am Ende des Tages sozusagen wieder genug nachgewachsen ist.“

„Ab ins Meer – Wer schützt, gewinnt“ ist bis zum 31. Dezember im Meeresmuseum zu erleben. Während der Winterferien (3. bis 18. Februar) betreut die Museumspädagogik täglich von 12 bis 15 Uhr die Spielstationen.

Miriam Weber

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