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Stralsund Bundesweites Pfandbechersystem in Stralsund
Vorpommern Stralsund Bundesweites Pfandbechersystem in Stralsund
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09:13 26.11.2018
Greifswald und Rostock haben bereits Mehrwegbecher des „ReCup“-Systems mit stadteigenen Motiven. Bald auch Stralsund? Quelle: Miriam Weber
Stralsund

Die Hansestadt auf dem Mehrweg: Wer gern einen Coffee-to-go trinkt, der kann dafür die sogenannten „ReCups“ nutzen. Das Mehrwegbechersystem „ReCup“ soll in Stralsund zeitnah stadtübergreifend eingeführt werden. Derzeit suchen die Stadtverwaltung und der Landkreis Vorpommern-Rügen nach finanziellen Anschubmöglichkeiten, diese Idee umzusetzen. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hatte diesen Antrag in der Sitzung der Stralsunder Bürgerschaft gestellt und eine fraktionsübergreifende Mehrheit war dem gefolgt. Dabei geht es unter anderem darum, dass Flyer erstellt werden, auf denen das Pfandbecher-System erklärt wird, und zum anderen steht eine mögliche Gestaltung der Becher mit stralsundtypischen Motiven im Mittelpunkt der Überlegungen.

ReCup“ ist ein System, das die massenhafte Nutzung von Einwegbechern minimieren soll. Wer seinen Kaffee gern außer Haus genießen möchte, nimmt sich einen Mehrwegbecher (Recup) für einen Euro Pfand mit. Dieser kann dann bei jedem teilnehmenden „ReCup“-Partner wieder eingetauscht oder abgegeben werden – deutschlandweit. Und das sind mittlerweile über 1400 Standorte.

In der Nachbarstadt Greifswald hatte die Stadtverwaltung 10000 Euro für eine Anschubfinazierung locker gemacht. Dort ist das „ReCup“-System ein voller Erfolg – und es gibt einen eigenen Greifswald-Becher. Das wäre auch für Stralsund der Wunsch und ein toller Werbeeffekt für die Stadt. Allerdings befinde man sich derzeit noch in der Phase der „Abwägung und Recherche“, heißt es von der Pressestelle der Stadt. „Zum Frühjahr rechnen wir mit Ergebnissen“, sagt Stadtsprecher Peter Koslik und weist darauf hin, dass diese dann den Ausschüssen und Bürgerschaftsmitgliedern vorgestellt werden. Erst dann könne man mehr über die Gestaltung der Becher sagen, vor allem, ob man diese allein oder vielleicht mit anderen Kommunen zusammen in Angriff nimmt. „Wir arbeiten mit Hochdruck an dem Thema.“

Als erstes Café in Stralsund, und noch vor der Einführung in Greifswald, hat sich das „Monopol“ dazu entschlossen, die Mehrwegbecher anzubieten, seit Juni gibt es sie dort. „Wir sind durch den Klimaschutzmanager der Stadt, Stephan Latzko, auf das System aufmerksam gemacht worden“, erklärt Steffen Lässig vom „Monopol“. „Es passt gut in unser Konzept, unseren ökologischen Fußabdruck zu verkleinern.“ Mittlerweile gibt es im Café gar keine Einwegbecher mehr. „Anfangs mussten wir den Kunden viel erklären, aber mittlerweile wird das System gut angenommen.“

Das kann auch Stephanie Walther vom „Café Südwest“ bestätigen, das nun ebenfalls Teil des Systems ist. „Wir haben uns ohnehin der Regionalität und der Nachhaltigkeit verschrieben“, sagt die 28-Jährige. „Das System funktioniert super und wir freuen uns, dass es so schnell von unseren Kunden angenommen wurde. Seit wir vor vier Wochen die Mehrwegbecher integriert haben, haben wir nur noch ein einziges Mal einen Einwegbecher rausgegeben.“

Der Mehrwegbecher hat viele Vorteile. Er besteht aus Polypropylen, ist bruchsicher und überstehe mindestens 500 Reinigungen in der Spülmaschine, heißt es bei der „ReCup“ GmbH, die im Jahr 2016 von Fabian Eckert und Florian Pachaly gegründet wurde. Hat er sein Lebensalter erreicht, werde er zu 100 Prozent recycelt. Es wird also nicht nur unnötiger Müll vermieden, sondern es können auch Entsorgungskosten gespart werden.

Miriam Weber

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