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Stralsund Stralsunds Viola-Meisterkurs gastierte in Hohendorf
Vorpommern Stralsund Stralsunds Viola-Meisterkurs gastierte in Hohendorf
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11:56 11.02.2019
Die Taiwanesin Yuju Lai während ihres Auftritts auf Schloss Hohendorf. Quelle: Christian Rödel
Stralsund

Stralsunds „Baltischer Winter“ wandert – zumindest was die drei diesjährigen Konzerte des Kernprojektes „Meisterkurs Viola“ betrifft: Viola-Raritäten also am vergangenen Freitag im SOS-Kinderdorf Grimmen-Hohenwieden, vorgestern im Schloss Hohendorf und am kommenden Mittwoch als Abschlusskonzert in Stralsunds Kapelle St. Annen und Brigitten.

Aber bleiben wir in Hohendorf. Bessere Werbung für den Veranstalter, die Brahms-Gesellschaft Stralsund, das doch spezielle Projekt des Meisterkurses selbst sowie den Konzertort konnte man kaum machen. Letzterer etwa sieht sich weniger als reines Kulturdenkmal (von 1854) und der Chef des Hauses, Dr. Manfred Kahl, kaum als bloßer „Schlossherr“.

Eher sehr dezidiert als Verantwortlicher eines besonderen Ortes des „Wohnens mit Kultur“. Und die ist im „Kulturschloss Hohendorf“ seit 2017 greifbares Programm: mit Veranstaltungen unterschiedlicher Art, inbegriffen Konzerte, für deren künstlerische Qualität auch die enge Verbindung zu Professor Imorde (Klavier) von der Hochschule für Musik und Theater Rostock HMT) bürgt. Nun war es die Brahms-Gesellschaft Stralsund, die erstmals den schönen, akustisch fast gefährlich guten Konzertsaal füllte und heftige Begeisterung auslöste. Wie auch nicht, wenn der langjährige und wieder so lebhaft wie emphatisch moderierende Weimarer Meisterkurs-Leiter Professor Erich Wolfgang Krüger erneut zu vermitteln verstand, dass auch die Viola mit hochwertiger Literatur und künstlerischer Ausdruckskraft gewaltig punkten könne.

Den Beweis lieferten seine Kursanten, sechs Damen und zwei Herren zwischen Elftklässler der Weimarer Spezialschule für Musik und gestandenem Profi, dann auch gleich mit; echte Meisterkurs-Ambitionen inbegriffen. Will heißen, dass es vor allem um Ausdruck und musikalische Gestaltung ging. Und da schienen alle Beteiligten echte Schüler ihres nahezu obsessiv musikantischen Lehrers! Egal, ob es um Milhaud und Johann Christian Bach (Waleri Hartling), das C-Dur-„Paradestück“ von Carl Stamitz´(Yuju Lai) oder Diverses von Hindemith ging (Maike Brümmer, Marvin Stark), ob Weber (Anna Helgert), Englands Rebecca Clark und der „alte“ Bach (Beatrice Aragon), Josef (!) Schubert (Beatrice Aragon), Frank Bridge (Ricarda Glöcker) oder gar Bartoks Konzert (Mathias Gallin) auf dem Programm standen – wichtig war nicht (vorrangig) Technik, waren nicht Noten, sondern das, was letztere als Möglichkeiten anbieten und erfordern: nämlich ausgeprägtes individuelles Gestaltungsvermögen.

Und davon gab es reichlich; nicht zuletzt geschuldet einer am Flügel vorbildlichen Partnerin Ludmila Kogan. Überraschung: Dr. Kahl lobte Stipendien für Maike Brümmer und Beatrice Aragon aus. Vorbildlich auch das!

Übrigens lädt man schon jetzt für ein Akkordeon-Spiel vom Feinsten ein (9. März).

Ekkehard Ochs

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