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Mieter genervt: SWG verbietet Ballspielen im Frankenhof

Stralsund Mieter genervt: SWG verbietet Ballspielen im Frankenhof

Geschäftsführer Dieter Vetter begründet die Entscheidung mit etlichen Beschwerden / Nachbarschaft reagiert gespalten und regt Kompromiss an

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An dieser Grünfläche im Frankenhof erhitzen sich die Gemüter. Die einen möchten gern, dass ihre Kinder dort Ball spielen. Die anderen fürchten um ihre Scheiben, Balkons und ihre Ruhe. Fotos (3): Marlies Walther

Stralsund. Eine Grünfläche im Frankenhof zwischen Häusern der Stralsunder Wohnungsbaugesellschaft (SWG) erhitzt die Gemüter: Noch vor kurzem haben hier Kinder mit ihren Bällen umhergetobt. Das ist jetzt verboten. Anfang Juni hat der Vermieter Schilder an den Lüftungsschächten der darunter liegenden Tiefgarage angebracht. „Das Ballspielen auf den Grünflächen ist untersagt. Eltern haften für ihre Kinder“, ist darauf zu lesen. Seitdem herrscht Ruhe.

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Geschäftsführer Dieter Vetter begründet die Entscheidung mit etlichen Beschwerden / Nachbarschaft reagiert gespalten und regt Kompromiss an

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Das ist offenbar im Sinne mehrerer Mieter der insgesamt 63 Wohnungen, die 2011/2012 fertiggestellt wurde. „Es gab mehrfach Beschwerden von Mietern. Darauf mussten wir reagieren“, sagt Dieter Vetter, SWG-Geschäftsführer. Auch wenn er persönlich als Vater und Opa das etwas anders sehe. Er geht davon aus, dass jetzt keine Beschwerden mehr kommen, zumal die Kinder, die dort umhergebolzt haben, nicht direkt in der Anlage, sondern im Baltic-Block gegenüber wohnen.

„Ganz schlimm“ findet das Verbot Jörg Knapp-Hööck (56), selbst Vater von vier inzwischen älteren Kindern, der seit April im Baltic-Block lebt. Man hätte das Ballspielen vielleicht zeitlich eingrenzen können, bevor man es ganz untersagt“, schlägt er vor. Er habe die Nachbarskinder jedenfalls oft beobachtet. „Die haben doch ganz vernünftig gespielt“, sagt der Stralsunder.

Genau dem widersprechen andere Anwohner, die aber alle ihre Namen nicht nennen wollen. „Das war kein Spielen mehr. Die Kinder sind in die Bäume geklettert, haben Äste abgebrochen, sind zwischen den Wäscheleinen herumgesprungen, haben die Frühblüher zertreten und Bälle über die Balkonbrüstung geschossen“, beschreibt eine 50-jährige Stralsunderin. „Wir haben nichts gegen spielende Kinder. Aber das artete aus. Und als wir versucht haben, mit den Jungs zu reden, wurden sie nur aggressiv“, fügt die Bewohnerin an. Eine Mutter sei dann zudem einfach über den Balkon gestiegen und habe den Ball zurückgeholt. So gehe das nicht. Ein anderer Nachbar sieht das gelassener. „Mich haben sie nicht gestört, wo sollen sie denn sonst hin“, meint der 68-Jährige. Es gebe Alternativen, findet ein 78-Jähriger, der sich vor allem wegen der Ruhe für die Anlage entschieden hat. „Der Sportplatz liegt gegenüber auf der anderen Straßenseite. Und hinter dem Gericht gibt es einen eingezäunten Bolzplatz“, sagt der Mann. Nichts gegen die spielenden Kinder hat eine 81-jährige Rentnerin, die in der 1. Etage wohnt. „Aber ich kann schon verstehen, dass die Mieter der unteren Etagen Angst um ihre Fensterscheiben haben und der Lärmpegel etwas höher ist“, gesteht sie ein. Und selbst die Mutter eines Babys im Kinderwagen, ist zwiegespalten: „Ich verstehe beide Seiten irgendwie. Es ist aber ganz schwierig. Vielleicht sollte man noch einmal miteinander reden“, hofft sie auf eine Lösung, mit der Kinder und Mieter gleichermaßen leben können.

Marlies Walther

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