Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Stralsund Militärisches Geheimnis mit Akribie enttarnt
Vorpommern Stralsund Militärisches Geheimnis mit Akribie enttarnt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:05 01.12.2016
Autoren der neuen Ausgabe der „Stralsunder Hefte“. FOTOS (2): CHRISTIAN RÖDEL

Für geschichtsinteressierte Hansestädter gehören die „Stralsunder Hefte“ seit dem Jahre 2009 zur Pflichtlektüre. Das Autorenteam, dem sich stets weitere Enthusiasten hinzugesellen, bietet immer wieder spannenden Lesestoff. Am Dienstagabend wurde die achte Auflage des beliebten Almanachs im Remter des Stralsund Museums vorgestellt.

„„Ich habe schon den nächsten Beitrag für die Stralsunder Hefte abgeschlossen, in dem geht es um die wenig bekannte Gellenkirche auf Hiddensee.“Nils Petzholdt (37), Autor
„„Ich habe schon den nächsten Beitrag für die Stralsunder Hefte abgeschlossen. In dem geht es um die wenig bekannte Gellenkirche auf Hiddensee.“Nils Petzholdt (37), Autor

Zum Auftakt hielt der ehemalige Rügener Unfallchirurg Dr. Gert Liebling einen Vortrag über die geheimnisumwobene Geschichte des Führungsbunkers der Volksmarine der DDR am Kap Arkona. Unter strengster Geheimhaltung wurde dort von 1979 bis 1985 an einem monströsen Bunker gebaut. Die einheimische Bevölkerung bekam damals dennoch einiges mit, als des nachts am Lietzower Bahnhof große Betonelemente von Waggons auf Schwerlasttransporter verladen wurden.

Als der Militärverlag der DDR zum 30. Jahrestag der NVA im Jahre 1985 einen Prachtband namens „Soldaten des Volkes“ herausgab, stach eine Luftbildaufnahme mit der Baustelle vom Kap Arkona heraus.

Nach nur drei Tagen wurde der Bildband aus dem Buchhandel genommen. In der etwas später erschienenen Nachauflage fehlte dieses Luftbild. Doch der damalige Klassenfeind schlief nicht, vermutet Liebling, und mutmaßt, dass die Nato-Luftaufklärung längst über diese Aktivitäten an der Ostsee im Bilde war.

Der geschützte Gefechtsstand für die Führungskräfte der 6. Flottille der Volksmarine, die in Dranske-Bug stationiert war, und der 24. Brigade der Vereinigten Ostseeflotte, die so genannte Baltische Rotbannerflotte, sollte im Kriegsfall von dort aus sicher operieren können.

Das bis heute nicht spannungsfreie Verhältnis zwischen Rügen und Stralsund beleuchtet Klaus-Dieter von Fircks in seinem Beitrag, der sich wie die anderen Aufsätze des Heftes spannend liest. Als Herausgeber fungierten wieder in bewährter Kooperation die Hansestadt, das Stralsunder Stadtarchiv und die Kreisvolkshochschule Vorpommern-Rügen. Das Layout steuerte Jörg Matuschat bei und den Druck übernahm der einheimische Kruse-Verlag.

Christian Rödel

OZ

Mehr zum Thema

Daniel Ben Frank Damen aus Kühlungsborn schreibt holländische Romane / Autor sucht Übersetzer

26.11.2016

Die von einem Theologieprofessor geschaffene Einrichtung gilt auch als erstes jüdisches Museum

28.11.2016

„Mein neues Museum wird die Menschen unterhalten.Christoph Zechlin (45) leitete zehn Jahre lang das Technikmuseum in Barth

29.11.2016

Bisher wurde eine halbe Million Euro verbaut

01.12.2016

Stralsunder Hospizverein und Caritas bündeln das Engagement ihrer über 50 ambulant tätigen Sterbebegleiter

01.12.2016

Marine-Offizier-Messe hält Mitgliederzahl annähernd konstant

01.12.2016
Anzeige