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Mit 45 Jahren einen Kindheitstraum erfüllt

Ribnitz-Damgarten Mit 45 Jahren einen Kindheitstraum erfüllt

Der Damgartener Frank Stroka hat sich auf Hochzeitsfotografie spezialisiert

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Im Kloster in Ribnitz-Damgarten entdeckte der Fotograf Frank Stroka schöne Kulissen für Hochzeitsfotos. FOTO: ANIKA WENNING

Ribnitz-Damgarten. Seine Leidenschaft fürs Fotografieren entdeckte Frank Stroka schon in seiner Kindheit – mit der Exa 1a seines Vaters. „Irgendwann habe ich mir dann eine eigene Spiegelreflexkamera gekauft, habe Landschaften, aber auch Menschen fotografiert“, berichtet der 45-Jährige. Dass aus seinem Hobby einmal sein Beruf werden würde, hätte der kaufmännische Angestellte, der bei P & C in Rostock arbeitete, allerdings nicht gedacht.

„Es gab berufliche Veränderungen, die ich so nicht mitmachen wollte“, berichtet der Damgartener. Frank Stroka entschied sich, noch einmal neu anzufangen und machte in einem Rostocker Fotostudio eine Ausbildung zum Fotografen, die er im Sommer dieses Jahres erfolgreich beendete. „Es ist gar nicht einfach, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Das hätte ich vorher überhaupt nicht gedacht. Um ausbilden zu können, braucht man einen Gesellenbrief und zusätzlich eine Ausbildungseignung. Und das haben nur sehr wenige. Ich war froh, als ich in Rostock endlich ein Studio gefunden hatte.“

Seit 2006 lebt der gebürtige Greifswalder, der in Dierhagen aufgewachsen ist, mit seiner Frau und seinem 14-jährigen Sohn Finn in Damgarten. „Wir haben nach einem passenden Baugrundstück gesucht und wurden in Damgarten fündig. Dort haben wir uns gleich wohl gefühlt“, berichtet Frank Stroka. Nach seiner Ausbildung machte sich der 45-Jährige unter dem Namen „Seemannsliebe Fotografie“

selbstständig. Lange habe er nach dem passenden Namen gesucht – Stroka Fotografie sei für so einen kreativen Beruf zu langweilig, andere Namen seien schon vergeben gewesen. Die Liebe zum Meer und seine Pläne, sich auf Hochzeitsfotografie zu spezialisieren, hätten letztlich zur Namensgebung „Seemannsliebe Fotografie“ geführt. Gemeinsam mit seinem Mitarbeiter, Tobias Muth, den er in der Ausbildung kennenlernte, will er den besonderen Tag fotografisch festhalten. „Am schönsten ist es, wenn man ein Paar einen ganzen Tag begleiten kann. Dann kann man die wahren Emotionen zeigen“, berichtet Frank Stroka. Bei seiner eigenen Hochzeit 2003 in Schlemmin sei das noch ganz anders gewesen. „Da wurden die typischen gestellten Bilder gemacht“, sagt der Fotograf.

Insgesamt habe sich die Hochzeitfotografie in den vergangenen Jahren sehr gewandelt, sei viel individueller und auch kreativer geworden. Gestellte Fotos seien mittlerweile von vielen Paaren gar nicht mehr gewünscht. „Natürlich arrangieren wir auch mal eine Situation, aber dabei ist es immer wichtig, dass es natürlich wirkt“, meint Frank Stroka. Wichtig sei, in einem Vorgespräch das Paar kennenzulernen und gemeinsam Ideen für die Fotos zu entwickeln.

Erst in der Ausbildung habe er gelernt, wie wichtig das Licht ist. Als Hobbyfotograf habe er dem nicht so viel Bedeutung beigemessen. „In der Ausbildung haben wir gelernt, wie man das Licht einsetzen kann, damit es bestimmte Emotionen hervorruft“, sagt der Damgartener. Auch in der Studiofotografie gebe es einen neuen Trend – weg vom künstlichen hin zum natürlichen Licht.

Aber noch wichtiger als das richtiges Licht sei eines – der Draht zu den Menschen, die man fotografiert. „Man muss einen Zugang zu den Menschen haben, damit sie sich in ihren Bildern auch wiederfinden“, berichtet Frank Stroka. Neben der Hochzeitsfotografie möchte der Damgartener auch Paarshooting und Neugeborenenshooting anbieten. „Bei allen steht die Familie im Fokus und es geht darum, die Menschen zu porträtieren“, meint der 45-Jährige. Anfragen von Paaren, die im kommenden Jahr heiraten, gebe es schon. Und er hofft, dass noch viele dazu kommen.

Anika Wenning

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