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Mit Mascha Kalékos Gedichten auf die Reise durch das Leben

Stralsund Mit Mascha Kalékos Gedichten auf die Reise durch das Leben

Hansa-Gymnasiasten erlebten deutsche Lyrik zum Anfassen und Mitmachen.

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Die Dichterin Mascha Kaléko wurde 1907 in Chrzanów (Galizien, heute Polen) geboren. Sie lebte in Berlin, New York und Jerusalem und starb 1975 in Zürich. Dort befindet sich auch ihr Grab.

Quelle: pivat

Stralsund. „Das war ein ganz schöner Ritt durch die Zeiten, aber echt gut gemacht“, findet Mathilde Vorwerk. Gemeinsam mit Freund Robert lauschte die 16-jährige Schülerin am Donnerstagabend den „Großstadtmärchen aus dem Lesebuch des Lebens“ in der Aula des Hansa-Gymnasiums. Die promovierte Kulturwissenschaftlerin, Musikerin und Sängerin Cathrin Alisch führte das junge Publikum durch das Leben und Wirken der Lyrikerin Mascha Kaléko. Der Abend war ein voller Erfolg und der zweite Teil eines Kooperationsprojekts der Stadtbibliothek und des Hansa-Gymnasiums zum Thema „Deutsche Lyrik“.

Bereits am Vormittag hatten sich zwei neunte Klassen intensiv mit Mascha Kalékos Lyrik beschäftigt. Die Berliner Künstlerin Cathrin Alisch zeigte ihnen, wie schön, interessant und vor allem anders Poesie sein kann. „Die Schüler waren total überrascht, dass Lyrik Spaß machen kann und haben toll mitgemacht“, freut sich die Musikerin. Die Gymnasiasten konnten erst hören und dann selbst ausprobieren, wie es ist, Gedichte zu singen, musikalisch zu begleiten oder nach eigenen Vorstellungen zu rezitieren.

Währen des abendlichen Programms wurden dann Gedichte und Chansons von Mascha Kaléko von Cathrin Alisch gerappt, gesungen und gesprochen. Mit Gitarre, Geige und Kalimba begleitete die Komponistin ihren Streifzug durch die Großstadtverse und Exilgedichte der Berliner Lyrikerin. Mit kräftiger, weicher Stimme trug die Dozentin für Storytelling die Texte der in Vergessenheit geratenen deutschen Lyrikerin vor, mal in Hochdeutsch, mal mit Berliner Akzent, ganz so, wie es Mascha Kaléko getan hätte.

1907 in in Galizien (heutiges Polen) geboren und aufgewachsen im Berlin der 20er- und 30er-Jahre des 20. Jahrhunderts, musste die jüdische Dichterin 1938 wegen der Nationalsozialisten in die USA emigrieren. Ihre witzig-frechen Großstadtgedichte der Zwischenkriegszeit und ihre ironisch-melancholischen Exilgedichte sind ein wichtiges Stück Zeit- und Literaturgeschichte.

Die Verse der Lyrikerin eignen sich besonders, um Lyrik auch einem jüngeren Publikum schmackhaft zu machen. „Das Projekt bietet den Schülern einen anderen Zugang zur Lyrik. Sie merken, dass Gedichte keine langweilige Sache sind“, freut sich Lehrerin Anja Wohjan. Auch den Schülern hat es gefallen. „Ein echt cooles Konzept“, lobt die 18-jährige Linda Seiffert das Programm von Cathrin Alisch.

Besonders der Walzer auf der Violine hat der 17-jährigen Hanna Mitusch gefallen und auch Elftklässler Nils Renneberg fand den Abend „sehr interessant“.

Katja Schirrow

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