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Stralsund Mit Trillerpfeifen gegen Jobabbau
Vorpommern Stralsund Mit Trillerpfeifen gegen Jobabbau
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04:21 01.03.2013
Vor dem Beh�rdentor des Wasser- und Schifffahrtstamtes im Wamper Weg traten gestern 50 Mitarbeiter in den Warnstreik. Quelle: Christian Rödel

Der geplante Arbeitsplatzabbau soll uns als Reform“, verkauft werden“, kommentierte Vertrauensmann Brehm die bundesweit geplanten Umstrukturierungsmaßnahmen.

Die Angst vor Jobverlust geht um bei den 300 Mitarbeitern, denn zehn Ämter sollen geschlossen werden. „Wir brauchen endlich einen Tarifvertrag, der unter anderem einen Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen, aber auch Regelungen zu Abfindungen und Härtefallregelungen beinhaltet“, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretärin Simone Wolf zu den Versammelten vor dem Behördentor. Nach ihren Worten besteht die große Gefahr, dass nach der Umstrukturierung von den drei großen Schifffahrtsbehörden an der Ostseeküste in Kiel, Lübeck und Stralsund nur eine übrig bleibt. Hinter vorgehaltener Hand wird unter WSA-Mitarbeitern und Gewerkschaftern sogar über eine in politischen Hinterzimmern angebahnte Privatisierung einzelner lukrativer Teilbereiche spekuliert.

Die Lobbyisten von Wirtschaftverbänden unterschiedlichster Branchen sollen demnach ein großes Interesse an renditeträchtigen Filetstücken haben. „Es herrscht jedenfalls eine große Verunsicherung unter den Kollegen, und wir fordern vom Innenministerium, unserem Verhandlungspartner, und vom Finanzministerium als Geldgeber, sich mit uns an einen Tisch zu setzen“, forderte Vertrauensmann Peter Brehm, der seine Behörde als Dienstleister sieht. „Wenn die Wasserstraßen nicht einwandfrei funktionieren, bekommen das viele Branchen zu spüren“, so der WSA-Mann, der seit über 40 Jahren im Dienst ist und sich schon als „reformgeschädigt“ bezeichnet, weil alle bisherigen Umstrukturierungen wenig gebracht haben.

„Ich bin übrigens stolz darauf, dass auch viele WSA-Verwaltungsmitarbeiter dabei sind, denn jetzt merken alle, wie groß die Gefahr des Jobverlustes ist“, fügte Brehm hinzu. Einen befristeten, länger anhaltenden Streik will er für die Zukunft nicht ausschließen.

Christian Rödel

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