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Stralsund Mit dem Öko-Flitzer nach Le Mans

Schülerteam „Greendrivers“ möchte bei internationalem Wettbewerb mit eigenem Rennwagen starten.

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Nils Hack (l.) und Nick Wiesner arbeiten an einer Solarplatte und hoffen, im Sommer in Le Mans dabei zu sein. FOTOS (4): MIRIAM WEBER

Stralsund. Das Ziel der zehn Neunt- und Zehntklässler des Teams „Greendrive“ des Schulzentrums am Sund ist das französische Le Mans. Dort wollen die Jungs im Frühjahr an einem internationalen Wettbewerb teilnehmen, in dem Teams mit ihren selbstgebauten innovativen Rennwagen gegeneinander antreten.

OZ-Bild

Schülerteam „Greendrivers“ möchte bei internationalem Wettbewerb mit eigenem Rennwagen starten.

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Damit wandeln die Gymnasiasten auf den Spuren des international erfolgreichen ThaiGer-Teams der Hochschule Stralsund. Denn das Rennen in Le Mans ist sozusagen die kleine Schwester des ShellEco-Marathons, an dem die Studenten der Hochschule seit vielen Jahren regelmäßig erfolgreich teilnehmen.

Bei beiden Veranstaltungen müssen die Teams mit ihren Rennwagen eine feste Distanz absolvieren. In Frankreich sind es 18 Kilometer, beim Shell-Eco-Marathon 25 Kilometer. Dabei sind die Rennwagen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 25 Kilometern in der Stunde unterwegs – denn es geht nicht darum, die Kilometer in Bestzeit hinter sich zu bringen, sondern so energiesparend wie möglich zu fahren. Daran tüfteln die Jungs derzeit noch im Rahmen des Schulprojektes und können dabei von den Erfahrungen der ThaiGer-Leute profitieren. Denn sie dürfen nicht nur die Räumlichkeiten an der Hochschule nutzen, sondern werden von Mitarbeitern des Instituts für regenerative Energiesysteme unterstützt. „Unter anderem dürfen die Jungs eines unserer Vorgängermodelle nutzen“, erklärt Dr. Johannes Gulden.

In Le Mans treten die Sundstädter mit einer Solarzelle für die Energiezufuhr an. Dafür tüfteln sie derzeit an einer Solaraufladestation. „Es macht einfach Spaß, sich mit solch fortschrittlichen Sachen zu beschäftigen“, sagt der 14-jährige Nick Hack. „Ich möchte später unbedingt einmal etwas Technisches machen, und es wäre toll, wenn ich hier an der Hochschule mal studieren könnte.“

Auch Paul Schmidt ist von dem Projekt begeistert. „ Es ist etwas Besonderes, dass wir ein eigenes Fahrzeug bauen können“, sagt der 15-Jährige. „Außerdem mag ich das Handwerkliche und interessiere mich für erneuerbare Energien. Das ist nun mal zukunftsweisend, und wir kommen schon jetzt damit direkt in Berührung.“

Bis es soweit ist, dass man an einem Rennen teilnehmen kann, haben die Jungs einiges zu tun. „Sie beschäftigen sich mit dem Programmieren, mit Materialkunde und den Grundlagen der Elektrotechnik und des Maschinenbaus“, sagt Johannes Gulden. Er selbst hält manchmal Fachvorträge, und die Schüler erarbeiten Referate.

Da die Jungs den Wagen des ThaiGer-Teams nutzen können, müssen sie sich vor allem um Optimierungen kümmern. Zunächst galt es, einen Fahrer zu finden. Diese Aufgabe wird Karl Wolffram erfüllen, da er bestimmte körperliche Voraussetzungen erfüllt. „So ein Wagen ist nicht sehr breit und liegt tief auf der Erde“, sagt Detlef Mittelstädt, verantwortlicher Lehrer am Schulzentrum, der das Projekt zusammen mit der Hochschule vor zwei Jahren ins Leben rief.

Wenn es dann das Wetter erlaubt und die heiße Phase beginnt, werden die Testfahrten auf dem Sportplatz der Hochschule stattfinden. Im Frühjahr soll das Rennen in Le Mans starten – und die Sundstädter wären gern dabei, haben sich bereits um einen Startplatz beworben. „Allerdings könnten wir noch finanzielle Unterstützung gebrauchen“, hält Detlef Mittelstädt nicht mit einem wichtigen Problem hinter dem Berg. „Wir müssen Unterkunft und den Transport für den Wagen irgendwie wuppen.“

Mit möglichst wenig Energie unterwegs

Beim Shell-Eco-Marathon geht es darum, das weltweit am wenigsten Energie verbrauchende Fahrzeug zu finden.

Auf einem etwa 25 Kilometer langen Kurs sollen die Rennwagen so wenig wie möglich Energie verbrauchen.

In den vergangenen Jahren wurden auch an der hiesigen Hochschule Rennwagen von Studierenden konzipiert, entworfen und gebaut.

Im ThaiGer-Team sind derzeit etwa 18 Studenten aus verschiedenen Fachbereichen und zwei Professoren vom Institut für regenerative Energiesysteme.

Seit 2007 nehmen Studenten der Hochschule Stralsund jedes Jahr am Shell-Eco-Marathon Europe, dem größten Wettbewerb für nachhaltige Mobilität, teil.

Seit zwei Jahren tüfteln Schüler des Schulzentrums am Sund an einem eigenen Rennwagen.

Im Frühjahr möchten die Schüler und die Betreuer zu einem Rennwettbewerb im französischen Le Mans fahren und dort als Team „Greendrive“ mit einem eigenen Wagen an den Start gehen.

Miriam Weber

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