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Stralsund Mitstreiter für Gruppe zur Selbsthilfe gesucht
Vorpommern Stralsund Mitstreiter für Gruppe zur Selbsthilfe gesucht
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00:00 15.01.2015
Stralsund

Minett Koch (53) ist froh, dass es die Selbsthilfegruppe gibt, in der sie sich mit Menschen austauschen kann, die ähnliche Probleme haben wie sie. „Da spüre ich, dass ich nicht allein bin. Man kann sich Rat holen. Und wir unternehmen auch eine Menge zusammen“, sagt die Stralsunderin.

Die frühere Krankenhaus-Laborantin leitet die Selbsthilfegruppe Stomaträger — für Krebspatienten mit einem künstlichen Darmausgang. „Das ist sicher für viele ein Thema, über das man nicht so gerne spricht“, weiß die Hansestädterin. Umso wichtiger ist es aus ihrer Sicht, dass man in einer vertrauensvollen Atmosphäre reden und sich gegenseitig helfen kann. Und genau dabei biete die Selbsthilfegruppe bei der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen Stralsund (Kiss) in der Mönchstraße 17 eine gute Anlaufmöglichkeit. Die Gruppe gibt es jetzt seit sechs Jahren.

Minett Koch möchte Betroffenen Mut machen, dass sie den Weg zu dieser Gruppe finden. Hier könnte man Antworten auf viele Fragen, die die Krankheit aufwirft, erhalten: Wo findet man die Fachleute, die sich mit dem Darmkrebs auskennen? Was kommt im Alltagsleben auf mich zu? Was muss ich bei der Ernährung beachten? Kann ich noch mit anderen verreisen? Welche Hilfsmittel benötige ich? Wie kann ich meinen Beruf weiter ausüben?

„Ich habe selbst gemerkt, wie gut das tun kann“, sagt sie. Im Gegenzug würden von einer Stärkung der Gruppe auch all die anderen Mitglieder profitieren. „Je mehr Leute zur Gruppe gehören, desto mehr kann man zusammen organisieren“, ist Minett Koch überzeugt. Und da stehe auch in diesem Jahr wieder eine Menge auf dem Programm.

Das Spektrum der bisher durchgeführten Veranstaltungen reicht von speziellen medizinischen Fachvorträgen über einen gemeinsamen Museumsbesuch bis zur Hafenrundfahrt. Gute Kontakte bestehen außerdem zur Selbsthilfegruppe in Greifswald, die sich demselben Thema widmet, schildert Minett Koch Sie selbst ist vor drei Jahren an Krebs erkrankt. „Man sieht es den Menschen nicht an. Über 100000 Menschen in Deutschland leben mit einem Stoma — dem künstlichen Darmausgang“, weiß sie.

„Trotz der schweren Krankheit bringt es nichts, den Kopf in den Sand zu stecken“, sagt sie. Das ist für sie so etwas wie ein Leitspruch. Das nächste Treffen findet am 28. Januar um 14 Uhr statt.

„Wer sich für unsere Zusammenkünfte interessiert, schaut am besten vorbei“, meint Minett Koch. Nicht nur über neue Mitstreiter, sondern auch über frische Ideen zu künftigen Vorhaben würde sich die Gruppe freuen.

Nächster Treffpunkt: Mittwoch, 28. Januar, 14 Uhr in der Kiss. Dort erhalten die Interessenten unter ☎ 03831/292645 auch weitere Informationen.



mw

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